Gerd Walz
Gerd Walz (* 10. Januar 1957<ref>CV Walz, Gerd abgerufen am 30. September 2015</ref> in Gelsenkirchen<ref name="leopoldina">Freiburger Nephrologe Gerd Walz zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina ernannt. In: medizin-aspekte.de. 17. März 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Oktober 2015; abgerufen am 30. September 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>) ist ein deutscher Nephrologe und emeritierter Professor. Er war Ärztlicher Direktor der Klinik Innere Medizin IV (Nephrologie und Allgemeinmedizin) an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau.
Walz studierte 1976 bis 1983 Medizin in Berlin und Tübingen und wurde 1984 in Berlin promoviert. Nach anschließender Facharztausbildung in Berlin war er 1987 bis 1992 als Post-Doktorand an der Harvard Medical School in Boston im Bereich Immunologie und Molekularbiologie. 1992 wurde er in Berlin habilitiert und absolvierte 1992 bis 1995 eine Facharztausbildung an der Harvard Medical School in Innerer Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie. Anschließend war er dort ab 1995 Attending Physician und ab 1996 Assistant Professor. Seit 1999 ist er Professor und Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik IV in Freiburg.
Er beschäftigte sich insbesondere mit der Zystenniere und deren genetischen Ursachen. Als Modellorganismen benutzte er Fadenwürmer, Frösche, Zebrafische, Mäuse und menschliche Zelllinien. Seine Arbeitsgruppe hat rund 20 Gene identifiziert, die bei der Entstehung der Erkrankung eine Rolle spielen. Daraus ergaben sich auch Ansätze der Therapie: das Protein mTOR ist bei Zystennieren vermehrt exprimiert und im Tiermodell zeigte die Deaktivierung des Proteins einen positiven Therapieeffekt. Ein entsprechendes Medikament (das schon als Immunsuppressivum eingesetzt wird) befand sich 2007 in Freiburg im klinischen Test. In diesem Zusammenhang forschte er auch an Zilien, deren Fehlbildung bei der Pathogenese der Zystenniere eine Rolle spielt.
2008 erhielt Walz den Ernst-Jung-Preis,<ref>Petra Völzing: Bildung & Wissen: BZ-Serie "Helle Köpfe": Gerd Walz von der Uniklinik: Detektivarbeit an der Niere. In: badische-zeitung.de. 1. August 2015, abgerufen am 30. September 2015.</ref> 2021 die Franz-Volhard-Medaille. Seit 2009 ist er Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina.<ref>Mitgliedseintrag von Gerd Walz (mit Bild) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum</ref>
Walz emeritierte 2026. Sein Nachfolger auf der W3-Professur und als Ärztlicher Direktor der Klinik IV wurde Jan Halbritter.<ref>Personalia – Juni 2025. In: uni-freiburg.de. 30. Juni 2025, abgerufen am 18. April 2026.</ref><ref>Personalia – Januar/Februar 2026. In: uni-freiburg.de. 28. Februar 2026, abgerufen am 18. April 2026.</ref><ref>Ihre Ansprechpartner in der Direktion. In: uniklinik-freiburg.de. Abgerufen am 18. April 2026.</ref><ref>Prof. Dr. Gerd Walz, emeritus: Ärztlicher Direktor 1999–2026. In: uniklinik-freiburg.de. Abgerufen am 18. April 2026.</ref>
Weblinks
- Website in Freiburg
- Für eine gesunde Niere. In: Freiburger Uni-Magazin. 4, Juli 2008, S. 9. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2018. Suche im Internet Archive )
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Walz, Gerd |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mediziner |
| GEBURTSDATUM | 10. Januar 1957 |
| GEBURTSORT | Gelsenkirchen |