Oxamyl
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Oxamyl | |||||||||||||||||||
| Strukturformel des (Z)-Isomers | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Oxamyl | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C7H13N3O3S | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloser Feststoff mit schwach schwefligem Geruch<ref name="GESTIS" /><ref name="inchem" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 219,26 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Dichte |
0,97 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
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| Dampfdruck |
3,059·10−5 kPa (25 °C)<ref name="inchem" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit | |||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Oxamyl ist ein Wirkstoff zum Pflanzenschutz und eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbamate.
Gewinnung und Darstellung
Durch Umsetzung von Glyoxalsäuremethylester mit Hydroxylamin wird unter Abspaltung von Wasser das entsprechende Oxim erhalten. Dieses wird mit elementaren Chlor am Kohlenstoff der Oximgruppe chloriert. Das Chlorid wird nun mit Methanthiol, unter nucleophilen Angriff des Schwefels, zum Thioether umgesetzt. Gefolgt durch eine Amidierung mit Dimethylamin erhält man das entsprechende Amid. Der letzte Schritt ist nun die Umsetzung mit Methylisocyanat, wobei man das Oxamyl erhält.<ref name="hsdb">Eintrag zu Oxamyl in der Hazardous Substances Data Bank (via PubChem)Vorlage:Abrufdatum</ref><ref name="Unger"></ref>
1982 wurden in den USA etwa 180 t hergestellt.<ref>EPA: Oxamyl (PDF; 139 kB).</ref>
Eigenschaften
Oxamyl ist ein farbloser Feststoff mit schwach schwefligem Geruch.<ref name="GESTIS" /> Ein Schmelzpunkt beträgt 100–102 °C, wobei eine zweite polymorphe Form aus der Schmelze rekristallisiert, die einen Schmelzpunkt von 108 bis 110 °C besitzt.<ref name="Römpp">Eintrag zu Oxamyl. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Die Verbindung ist stabil unter neutralen oder sauren Bedingungen.<ref name="inchem">WHO/FAO Data Sheet on Pesticides (PDS) für <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Oxamyl ( vom 2. Juli 2014 im Internet Archive).</ref>
Verwendung
Oxamyl wirkt durch Hemmung der Cholinesterasen<ref name="Roberts"></ref> und wird als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln verwendet.<ref name="GESTIS" /> Es wird als systemisch wirkendes Insektizid, Nematizid und Akarizid verwendet.<ref name="umweltlex">Springer Umweltlexikon. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2000, ISBN 978-3-642-56998-2 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 13. September 2018]).</ref>
In den USA wird Oxamyl im Baumwoll-, Obst- und Gemüseanbau eingesetzt.
Zulassungsstatus
Oxamyl wurde 2006 in die Liste zugelassener Pflanzenschutzwirkstoffe aufgenommen und durfte in den Staaten der Europäischen Union als Insektizid und Nematizid eingesetzt werden.<ref>Richtlinie 2006/16/EG der Kommission vom 7. Februar 2006 zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates zwecks Aufnahme des Wirkstoffs OxamylVorlage:Abrufdatum.</ref><ref>Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011 der Kommission vom 25. Mai 2011 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Liste zugelassener WirkstoffeVorlage:Abrufdatum.</ref>
In Deutschland war der Wirkstoff von 1977 bis 1987 zugelassen.<ref>Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln – Zulassungshistorie.</ref>
Die Zulassung von Oxamyl in der Europäischen Union lief zum 1. Mai 2023 aus. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel-Produkte mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Hautkontakt
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Carbamat
- Oximester
- Thiolester
- Ethansäureamid
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Insektizid
- Nematizid
- Methylester
- N-Alkylamid
- N,N-Dialkylamid
- Kohlensäuremethylester