Zum Inhalt springen

Blauer Steinbruch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. Juni 2025 um 08:37 Uhr durch imported>L. aus W. (+kat).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Naturschutzgebiet „Blauer Steinbruch“

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Datei:Blauer Steinbruch 03.jpg
Lage Ehingen (Donau) im Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland
Fläche 5,2 ha
Kennung 4.086
WDPA-ID 81417
Natura-2000-ID {{#property:p3425}}
Geographische Lage 48° 17′ N, 9° 41′ OKoordinaten: 48° 17′ 23″ N, 9° 41′ 29″ O
 {{#coordinates:48,289725|9,691293|primary
dim= globe= name=Naturschutzgebiet "Blauer Steinbruch" region=DE-BW type=forest
  }}
Blauer Steinbruch (Baden-Württemberg)
Blauer Steinbruch (Baden-Württemberg)
Einrichtungsdatum 12. Dezember 1980
Verwaltung Regierungspräsidium Stuttgart

Der Blaue Steinbruch ist ein Naturschutzgebiet am westlichen Stadtrand von Ehingen im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Es entstand aus einem aufgelassenen Steinbruch. Das Naturschutzgebiet hat die Schutzgebietsnummer 4.086<ref>http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/kurzbeschreibung/4/4086.htm</ref> und die Geotop-ID NSG8425056.<ref>Aufgelassener Steinbruch Saurücken. (PDF; 6,5 MB) In: Geotope im Regierungsbezirk Tübingen – Landkreis Alb-Donau-Kreis. August 2007, S. 56.</ref>

Geschichte

Von 1890 bis 1925 wurde der Steinbruch am Saurücken von der Ehinger Zementfabrik wegen seines hohen Kalkgehaltes ausgebeutet. Zu dieser Zeit war der Betrieb die größte Zementfabrik und bei der Fertigstellung das modernste seiner Art im Königreich Württemberg.<ref>alb-donau-kreis.de: @1@2Vorlage:Toter Link/tourismus2.alb-donau-kreis.deÜber den Stoffelberg zum Felsställe und zum Blauen Steinbruch. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ) Abgerufen am 27. Mai 2012.</ref> Danach blieb das Gelände für Jahrzehnte ungenutzt. 1966 gab es Pläne zur Nutzung als offene Mülldeponie, die aber aus wasserrechtlichen Gründen und wegen erheblichen Widerstands in der Bevölkerung scheiterten.<ref>Der Alb-Donau Kreis, Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg. Thorbecke, 1989, ISBN 3-7995-1350-7, S. 73.</ref> Ein Teil des Geländes wurde später mit Erdaushub verfüllt. Später erkannte man die ökologische Bedeutung des Blauen Steinbruchs und das Regierungspräsidium in Tübingen erklärte 1980 die nicht verfüllten Flächen von 5,2 ha Größe,<ref>alb-donau-kreis.de: Naturschutzgebiete im Alb-Donau-Kreis. (Stand Juli 2006; PDF; 41 kB).</ref> wovon die Wasserflächen etwa 1,0 ha ausmachen,<ref>Karte Stillgewässer 1:10.000 im <ref name="DE-BW_GeoView">Geoportal Baden-Württemberg (Hinweise)</ref>.</ref> zum Naturschutzgebiet.<ref name="tp">Steinbruch Saurücken. Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.</ref>

Der Name Blauer Steinbruch rührt von der blauen Farbe des Wassers im Steinbruch, diese ist dadurch verursacht, dass seinerzeit Zementmergel abgebaut wurde und das Wasser einen hohen Ton-Anteil besitzt.<ref>swr.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ehingen: Wie wird der alte Steinbruch genannt? (Memento vom 23. Dezember 2015 im Internet Archive) Vom 2. Dezember 2008.</ref>

Datei:Blauer Steinbruch 01.jpg
Panoramaaufnahme des Blauen Steinbruchs aus nördlicher Richtung.

Ökologische Bedeutung

Datei:Epipactis palustris 030705a.jpg
Die Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris)

Im Naturschutzgebiet Blauer Steinbruch finden sich mehrere Orchideenarten. Die Mücken-Händelwurz ist auf dem Halbtrockenrasen, die Sumpf-Stendelwurz, die Zweiblättrige Waldhyazinthe und das Große Zweiblatt besiedeln dagegen den kalkhaltigen offenen Lehmboden. Auf den sonnigen Hangfluren des Steinbruchs wächst das Helm-Knabenkraut. Im See des Steinbruchs leben acht verschiedene Amphibienarten. Der Zwergtaucher und die Reiherente brüten am See.<ref name="tp" />

Siehe auch

Literatur

  • Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783799551755 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
  • H.-H. Klepser, W. Wünsch: Das Naturschutzgebiet „Blauer Steinbruch“ bei Ehingen, ein schutzwürdiges Biotop aus zweiter Hand. Naturschutz Landschaftspflege Baden-Württemberg, Karlsruhe, 1979.

Weblinks

Commons: Naturschutzgebiet Blauer Steinbruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende