Blauer Steinbruch
Naturschutzgebiet „Blauer Steinbruch“
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| Lage | Ehingen (Donau) im Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland | |||||
| Fläche | 5,2 ha | |||||
| Kennung | 4.086 | |||||
| WDPA-ID | 81417 | |||||
| Natura-2000-ID | {{#property:p3425}} | |||||
| Geographische Lage | 48° 17′ N, 9° 41′ O
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| Einrichtungsdatum | 12. Dezember 1980 | |||||
| Verwaltung | Regierungspräsidium Stuttgart | |||||
Der Blaue Steinbruch ist ein Naturschutzgebiet am westlichen Stadtrand von Ehingen im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Es entstand aus einem aufgelassenen Steinbruch. Das Naturschutzgebiet hat die Schutzgebietsnummer 4.086<ref>http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/kurzbeschreibung/4/4086.htm</ref> und die Geotop-ID NSG8425056.<ref>Aufgelassener Steinbruch Saurücken. (PDF; 6,5 MB) In: Geotope im Regierungsbezirk Tübingen – Landkreis Alb-Donau-Kreis. August 2007, S. 56.</ref>
Geschichte
Von 1890 bis 1925 wurde der Steinbruch am Saurücken von der Ehinger Zementfabrik wegen seines hohen Kalkgehaltes ausgebeutet. Zu dieser Zeit war der Betrieb die größte Zementfabrik und bei der Fertigstellung das modernste seiner Art im Königreich Württemberg.<ref>alb-donau-kreis.de: Über den Stoffelberg zum Felsställe und zum Blauen Steinbruch. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ) Abgerufen am 27. Mai 2012.</ref> Danach blieb das Gelände für Jahrzehnte ungenutzt. 1966 gab es Pläne zur Nutzung als offene Mülldeponie, die aber aus wasserrechtlichen Gründen und wegen erheblichen Widerstands in der Bevölkerung scheiterten.<ref>Der Alb-Donau Kreis, Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg. Thorbecke, 1989, ISBN 3-7995-1350-7, S. 73.</ref> Ein Teil des Geländes wurde später mit Erdaushub verfüllt. Später erkannte man die ökologische Bedeutung des Blauen Steinbruchs und das Regierungspräsidium in Tübingen erklärte 1980 die nicht verfüllten Flächen von 5,2 ha Größe,<ref>alb-donau-kreis.de: Naturschutzgebiete im Alb-Donau-Kreis. (Stand Juli 2006; PDF; 41 kB).</ref> wovon die Wasserflächen etwa 1,0 ha ausmachen,<ref>Karte Stillgewässer 1:10.000 im <ref name="DE-BW_GeoView">Geoportal Baden-Württemberg (Hinweise)</ref>.</ref> zum Naturschutzgebiet.<ref name="tp">Steinbruch Saurücken. Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.</ref>
Der Name Blauer Steinbruch rührt von der blauen Farbe des Wassers im Steinbruch, diese ist dadurch verursacht, dass seinerzeit Zementmergel abgebaut wurde und das Wasser einen hohen Ton-Anteil besitzt.<ref>swr.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ehingen: Wie wird der alte Steinbruch genannt? ( vom 23. Dezember 2015 im Internet Archive) Vom 2. Dezember 2008.</ref>
Ökologische Bedeutung
Im Naturschutzgebiet Blauer Steinbruch finden sich mehrere Orchideenarten. Die Mücken-Händelwurz ist auf dem Halbtrockenrasen, die Sumpf-Stendelwurz, die Zweiblättrige Waldhyazinthe und das Große Zweiblatt besiedeln dagegen den kalkhaltigen offenen Lehmboden. Auf den sonnigen Hangfluren des Steinbruchs wächst das Helm-Knabenkraut. Im See des Steinbruchs leben acht verschiedene Amphibienarten. Der Zwergtaucher und die Reiherente brüten am See.<ref name="tp" />
Siehe auch
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783799551755 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- H.-H. Klepser, W. Wünsch: Das Naturschutzgebiet „Blauer Steinbruch“ bei Ehingen, ein schutzwürdiges Biotop aus zweiter Hand. Naturschutz Landschaftspflege Baden-Württemberg, Karlsruhe, 1979.
Weblinks
- Geotopsteckbrief Aufg. Steinbruch Saurücken am NW Stadtrand von Ehingen
- Steckbrief des Naturschutzgebietes im Schutzgebietsverzeichnis der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
Einzelnachweise
<references />
Ägenberg-Ofenloch • Arnegger Ried • Blauer Steinbruch • Bleich • Braunsel • Breitinger Schönrain • Ehinger Galgenberg • Flusslandschaft Donauwiesen zwischen Zwiefaltendorf und Munderkingen • Galgenberg • Geißrucken • Guggenbühl • Hausener Berg / Büchelesberg • Heiden im Langen Tal • Heiden in Lonsee und Amstetten • Heuhofer Weg • Hungerberg • Hungerbrunnental • Kleines Lautertal • Kuhberg • Laichinger Eichberg • Langenauer Ried • Laushalde • Mönchsteig • Oberes Schmiechtal • Pfaffenwert • Rabensteig • Salenberg • Sandburr • Schmiechener See • Sulzwiesen-Lüssenschöpfle • Umenlauh • Untere Hellebarten
- Seiten mit Skriptfehlern
- Schutzgebiet der IUCN-Kategorie IV
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Schutzgebiet/Bildbeschreibung fehlt
- Wikipedia:Weblink offline
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Naturschutzgebiet im Alb-Donau-Kreis
- Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa
- Geotop im Alb-Donau-Kreis
- Steinbruch in Baden-Württemberg
- See in Baden-Württemberg
- Geographie (Ehingen (Donau))
- Schutzgebiet der Schwäbischen Alb
- Schutzgebietsgründung 1980