Zum Inhalt springen

Neplachov

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. Juli 2025 um 09:40 Uhr durch imported>Mondtaler (+Bevölkerungsentwicklung / +Geographie).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Neplachov
Wappen von Neplachov
Basisdaten
Staat: TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: České Budějovice
Fläche: 1088<ref>http://www.uir.cz/obec/535435/Neplachov</ref> ha
Geographische Lage: 49° 8′ N, 14° 36′ OKoordinaten: 49° 7′ 47″ N, 14° 36′ 8″ O
 {{#coordinates:49,129722222222|14,602222222222|primary
dim=10000 globe= name= region=CZ-31 type=city
  }}
Höhe: 433 m n.m.
Einwohner: 371 (1. Jan. 2023)<ref>Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB) </ref>
Postleitzahl: 373 65
Kfz-Kennzeichen: C
Verkehr
Straße: BudweisVeselí nad Lužnicí
Bahnanschluss: České Budějovice–Veselí nad Lužnicí
Nächster int. Flughafen: Flughafen České Budějovice
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Luboš Zasadil (Stand: 2018)
Adresse: Neplachov 47
373 65 Dolní Bukovsko
Gemeindenummer: 535435
Website: www.neplachov.cz
Lage von Neplachov im Bezirk České Budějovice
Datei:Neplachov CB CZ.png

Neplachov (deutsch Neplachow) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt zehn Kilometer südwestlich von Veselí nad Lužnicí in Südböhmen und gehört zum Okres České Budějovice.

Geographie

Datei:Neplachov, kostel II.jpg
Neplachov

Neplachov befindet sich beiderseits des Baches Neplachovský potok am Rande des Wittingauer Beckens im Landstrich Pšeničná Blata. In der Umgebung des Dorfes liegen mehrere große Fischteiche, darunter der Bošilecký rybník im Nordosten, der Záblatský rybník im Südosten und der Stojčín im Südwesten. Am östlichen Ortsrand verläuft die Dálnice 3 (ein Teil der Europastraße 55) zwischen Budweis und Veselí nad Lužnicí, dahinter die Bahnstrecke České Budějovice–Veselí nad Lužnicí.

Nachbarorte sind Pelejovice und Sedlíkovice im Norden, Bošilec, Hradina und Dynín im Nordosten, Lhota und Ponědraž im Osten, Záblatí im Südosten, Mazelov und Švamberk im Süden, Gebrovna, Ševětín und Vlkov im Südwesten, Drahotěšice im Westen sowie Radonice, Hvozdno und Popovice im Nordwesten.

Geschichte

Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes Neplachowicz erfolgte am 10. Oktober 1323 in einer Urkunde König Johann von Luxemburgs über einen Gütertausch der böhmischen Krone mit Peter I. von Rosenberg. Der König erhielt dabei zur Abrundung seiner Herrschaft Bechyně die Dörfer Radětice, Hvožďany und Křída; im Gegenzug trat er das Städtchen Bukovsko mit den Dörfern Neplachowicz und Drahotěšice an Peter von Rosenberg ab. Ab 1379 wurde der Ort als Neplachow bezeichnet. Später wurde Neplachov anteilig der Herrschaft und dem Klostergut Wittingau untertänig. Über Neplachov führte mit der Linzer Straße von Budweis nach Prag ein bedeutsamer mittelalterlicher Handelsweg, von dem hier der Weg nach Bukovsko abzweigte.

Nachdem 1716 bei einem Großfeuer sieben der Fürstlich Schwarzenbergischen Herrschaft und sechs dem Klostergut gehörige Gehöfte niedergebrannt waren, ordnete Fürst Adam zu Schwarzenberg die Verlegung der Speicher vom Dorfplatz an die Feldseite sowie den Bau von zumindest teilweise steinernen Gebäuden an. 1789 wurde in Neplachov die erste Filiale der Pfarrschule Schewetin gegründet. Im Jahre 1840 bestand Neplachow aus 67 Häusern mit 548 Einwohnern. 56 Häuser gehörten zur Herrschaft und elf zum Gut Wittingau. Im Dorf bestand eine Privatschule. Pfarrort war Schewetin.<ref>Johann Gottfried Sommer Das Königreich Böhmen, Bd. 9 Budweiser Kreis, 1841, S. 85</ref> Mit Unterstützung des Fürsten zu Schwarzenberg wurde 1841 ein eigenes Schulhaus errichtet. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb das Dorf immer anteilig der Herrschaft bzw. dem Gut Wittingau untertänig.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Neplachov/Neplachow ab 1850 eine Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft Třeboň/Wittingau und dem Gerichtsbezirk Lomnice nad Lužnicí. 1873 entstand östlich des Dorfes die Bahnstrecke České Budějovice–Veselí nad Lužnicí, eine Bahnstation erhielt der Ort jedoch noch nicht. 1910 lebten in der Gemeinde 568 tschechischsprachige Einwohner.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. Januar 2006 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/jihogen.wz.cz</ref> Nach der Aufhebung des Okres Třeboň wurde Neplachov 1948 Teil des Okres Soběslav. Dieser wurde 1961 wieder aufgelöst und das Dorf dem Okres České Budějovice zugeordnet. Am 1. April 1976 erfolgte die Eingemeindung nach Dynín. Nach einem Referendum löste sich Neplachov zum 24. November 1990 wieder von Dynín los.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Januar 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/jihogen.wz.cz</ref> Die Schule wurde 1996 geschlossen.

Gemeindegliederung

Für die Gemeinde Neplachov sind keine Ortsteile ausgewiesen.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1869 1880 1890 1900 1910 1921 1930 1950 1961 1970 1980 1991 2001 2011 2021
Einwohner 575 510 508 540 568 565 495 420 412 373 401 396 365 369 351<ref>Historický lexikon obcí České republiky - 1869 - 2011. Český statistický úřad, 21. Dezember 2015, abgerufen am 23. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Zensus 2021, Český statistický úřad, abgerufen am 23. Juli 2025 (tschechisch)</ref>

Sehenswürdigkeiten

  • Kapelle des hl. Wenzel auf dem Dorfplatz, errichtet 1929
  • Gehöfte im Blatastil des südböhmischen Bauernbarock
  • Gut Švamberk

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Neplachov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang Adamov | Bečice | Borek | Borovany | Borovnice | Boršov nad Vltavou | Bošilec | Branišov | Břehov | České Budějovice | Čakov | Čejkovice | Čenkov u Bechyně | Čížkrajice | Dasný | Dívčice | Dobrá Voda u Českých Budějovic | Dobšice | Dolní Bukovsko | Doubravice | Doudleby | Drahotěšice | Dražíč | Dříteň | Dubičné | Dubné | Dynín | Habří | Hartmanice | Heřmaň | Hlavatce | Hlincová Hora | Hluboká nad Vltavou | Homole | Horní Kněžeklady | Horní Stropnice | Hosín | Hosty | Hradce | Hranice | Hrdějovice | Hůry | Hvozdec | Chotýčany | Chrášťany | Jankov | Jílovice | Jivno | Kamenná | Kamenný Újezd | Komařice | Kvítkovice | Ledenice | Libín | Libníč | Lipí | Lišov | Litvínovice | Ločenice | Mazelov | Mladošovice | Modrá Hůrka | Mokrý Lom | Mydlovary | Nákří | Nedabyle | Neplachov | Nová Ves | Nové Hrady | Olešnice | Olešník | Ostrolovský Újezd | Petříkov | Pištín | Planá | Plav | Radošovice | Roudné | Rudolfov | Římov | Sedlec | Slavče | Srubec | Staré Hodějovice | Strážkovice | Strýčice | Střížov | Svatý Jan nad Malší | Ševětín | Štěpánovice | Temelín | Trhové Sviny | Týn nad Vltavou | Úsilné | Včelná | Vidov | Vitín | Vlkov | Vrábče | Vráto | Všemyslice | Záboří | Zahájí | Závraty | Zliv | Zvíkov | Žabovřesky | Žár | Žimutice Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein