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Scandiumchlorid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Scandium(III)-chlorid
Vorlage:Farbe Sc3+ 0 Vorlage:Farbe Cl
Allgemeines
Name Scandiumchlorid
Andere Namen
  • Scandiumtrichlorid
  • Scandium(III)-chlorid
Verhältnisformel ScCl3
Kurzbeschreibung

Weißes Pulver<ref name="Brauer" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 233-799-1
ECHA-InfoCard 100.030.714
PubChem 82586
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 151,31 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Dichte

2,39 g·cm−3 (25 °C)<ref name="Sigma" />

Schmelzpunkt
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Toxikologische Daten

3.980 mg·kg−1 (LD50Mausoral)<ref name="Sigma" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Scandiumchlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chloride.

Gewinnung und Darstellung

Scandiumchlorid kann durch Reaktion von Scandiumoxid oder Scandiumcarbonat und Ammoniumchlorid gewonnen werden.<ref name="Brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 897.</ref>

<math>\mathrm{Sc_2O_3 + 6 \ NH_4Cl \longrightarrow 2 \ ScCl_3 + 6 \ NH_3 + 2 \ H_2O}</math>

Es entsteht auch durch Reaktion von Scandium mit Chlorwasserstoff.<ref name="Brauer" />

<math>\mathrm{2 \ Sc + 6 \ HCl \longrightarrow 2 \ ScCl_3 + 3 \ H_2}</math>

Scandium(III)-chlorid kann auch direkt aus den Elementen Scandium und Chlor synthetisiert werden.<ref>Webelements: Scandium Chemistry</ref>

<math>\mathrm{2 \ Sc + 3 \ Cl_2 \longrightarrow 2 \ ScCl_3}</math>

Möglich ist auch die Herstellung durch Reaktion von Scandiumoxid mit Chlor aufgrund der geringen Stabilität von Scandiumoxidchlorid.<ref name="Transportreaktionen">Michael Binnewies, Robert Glaum, Marcus Schmidt, Peer Schmidt: Chemische Transportreaktionen. De Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-024897-5, S. 177 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

<math>\mathrm{2 \ Sc_2O_3 + 6 \ Cl_2 \longrightarrow 4 \ ScCl_3 + 3 \ O_2}</math>

Eigenschaften

Datei:ScCl3x6H2O.jpg
Kristalle aus Scandiumchlorid-Hexahydrat

Scandium(III)-chlorid ist ein weißer Feststoff. Er kristallisiert in einer trigonalen Kristallstruktur (Raumgruppe R3 (Raumgruppen-Nr. 148)Vorlage:Raumgruppe/148, Gitterkonstanten a = 6,3775 Å, c = 17,7899 Å<ref>H. Fjellvåg, P. Karen: Crystal structure of ScCl3 refined from powder neutron diffraction data. In: Acta Chemica Scandinavica, 1994, 48, S. 294–297, doi:10.3891/acta.chem.scand.48-0294.</ref>), die der von Eisen(III)-chlorid und Aluminium(III)-chlorid ähnlich ist.<ref name="Brauer" /> Im Gegensatz zum dimeren Aluminium(III)-chlorid liegt Scandiumchlorid als Monomer vor.<ref name="Singh">G. Singh: Chemistry Of D-Block Elements. 2007, ISBN 978-81-8356-242-3, S. 82 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Es beginnt bei 850 °C zu sublimieren.<ref name="Scerri">Eric R. Scerri: The Periodic Table: Its Story And Its Significance. 2006, ISBN 0-19-534567-3, S. 138 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Das Hexahydrat gibt bei längerem Erhitzen auf 100 °C einen Teil seines Kristallwassers ab, beim Erhitzen auf Rotglut entsteht unter Chlorwasserstoffbildung Scandium(III)-oxid.<ref name="Crookes">W. Crookes: "On Scandium" in The Chemical News 1908, S. 274–277. Volltext</ref> Das Hexahydrat reagiert mit Thionylchlorid in Tetrahydrofuran zu einem Komplex.<ref name="Rauchfuss">Thomas Rauchfuss: Inorganic Syntheses. Wiley & Sons, 2010, ISBN 978-0-471-68255-4, S. 20 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

<math>\mathrm{ScCl_3(H_2O)_6 + 6 \ SOCl_2 + 3 \ THF \longrightarrow 2 \ ScCl_3(THF)_3 + 6 \ SO_2 + 12 \ HCl}</math>

Verwendung

Scandium(III)-chlorid-hydrat wird für Prins-Cyclisierungs-Reaktionen verwendet.<ref name="SigmaH">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Einzelnachweise

<references />