Appeln
Appeln Gemeinde Beverstedt
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(438)&title=Appeln 53° 27′ N, 8° 54′ O
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| Höhe: | 14 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 14,52 km²<ref name="Info2021" /> | |||||
| Einwohner: | 438 (31. Dez. 2023)<ref name="Info2021" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 30 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. November 2011 | |||||
| Postleitzahl: | 27616 | |||||
| Vorwahl: | 04747 | |||||
Lage von Appeln in Niedersachsen
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Appeln ist eine Ortschaft in der Einheitsgemeinde Beverstedt im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.
Geografie
Lage
Das landwirtschaftlich geprägte Appeln befindet sich im Elbe-Weser-Dreieck im Süden des Landkreises Cuxhaven.
Ortsgliederung
- Abelhorst
- Appeln (Hauptort)
- Havekesch
- Malse
Nachbarorte
| Wollingst | Frelsdorf | |
| Ortschaft Beverstedt – Ortsteil Osterndorf | Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | |
| Ortschaft Beverstedt | Kirchwistedt | Basdahl (Samtgemeinde Geestequelle – Landkreis Rotenburg) |
(Quelle:<ref name="Karte" />)
Geschichte
Im Jahre 1035 wurde Appeln erstmals unter dem Namen Appellenn erwähnt.<ref name="Info2021" /> Archäologische Urnenfunde zeigen jedoch, dass der Ort bereits viel früher besiedelt war.
In den 1970er Jahren wurden in Appeln Schmuck, Geräte und Urnen gefunden. Sie stammen aus der vorrömischen Eisenzeit und aus der älteren Bronzezeit.<ref name="Mindermann" />
Bei den Befreiungskriegen quartierten sich 1813/14 Kosaken in Appeln ein und plünderten das Dorf.<ref name="Klaus" /> 1848 erhielt der Ort einen Friedhof und 1837 eine Schule, 1929 ersetzt durch einen Neubau, der heute einen Kindergarten und Jugendraum beherbergt. 1907 entstand eine Molkerei, und es brannte die 1846 errichtete Windmühle ab.
Von 1900 bis 1924 war der Landwirt Nikolaus Tietjen (1873–1924) langjähriger Bürgermeister und von besonderer Bedeutung. Er war von 1919 bis 1924 Abgeordneter und Mitglied der Steuereinschätzungskommission des Kreistags Geestemünde. In den Inflationsjahren 1921–1923 organisierte er Lebensmittellieferungen an die Unterweserstädte für die hungernden Menschen. Ferner war er verantwortlich für und unterzeichnete das in dieser Zeit für die sieben Gemeinden Appeln, Frelsdorf, Frelsdorfermühlen, Meyerhof, Osterndorf, Wehldorf und Wollingst herausgegebene Notgeld, die sog. Söben-Dörper-Schiene (Sieben-Dörfer-Scheine).
Im Juli 1940 kamen belgische Kriegsgefangene nach Appeln. Zum Ende des Krieges wurde Appeln Teil der Hauptkampflinie, wurde jedoch von Kampfhandlungen verschont. Die Anzahl der Ausgebombten und Flüchtlinge betrug zum Ende des Krieges über 300, wovon rund ein Zehntel im Ort blieben.
Eingemeindung
1971 wurde die Gemeinde Appeln eine der neun Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Beverstedt.
Am 1. November 2011 wurde die zuvor selbständige Gemeinde Appeln eine Ortschaft in der Einheitsgemeinde Beverstedt.<ref name="Voris" /><ref name="Neubildung" />
Einwohnerentwicklung
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¹ jeweils zum 31. Dezember
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Politik
Gemeinderat und Bürgermeister
Auf kommunaler Ebene wird die Ortschaft Appeln vom Beverstedter Gemeinderat vertreten. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Ortsvorsteher
Der Ortsvorsteher von Appeln ist Herbert Lührs (CDU).<ref name="Info2021" /> Die Amtszeit läuft von 2021 bis 2026.
Wappen
Der Entwurf des Kommunalwappens von Appeln stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der zahlreiche Wappen im Landkreis Cuxhaven erschaffen hat.<ref name="Wappen" />
| [[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Appeln]] | Blasonierung: „Schräglinks geteilt, oben in Silber ein grüner Apfel mit grünem Stiel und zwei grünen Blättern, unten in Rot eine schräglinks gestellte goldene Kornähre.“<ref name="Wappen">Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, OCLC 469321470 (201 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 23. Oktober 2021]).</ref> |
| Wappenbegründung: Der Apfel weist auf die Deutung des Ortsnamens als Apfelhain hin, die Kornähre auf den Ackerbau als Haupterwerbszweig. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Kriegerdenkmal
Zum Gedächtnis der gefallenen Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges wurde 1956 ein Ehrendenkmal auf dem Appelner Friedhof errichtet. Es wurde von dem Bildhauer Ulrich Conrad aus Worpswede geschaffen. Auf der Front des Denkmals ist ein Engel zu sehen, der ein Schwert in der Hand hält (mit der Spitze nach unten) und die linke Hand hebt. An den Seitenflächen des Denkmals sind die Namen der Vermissten und Gefallenen beider Weltkriege eingemeißelt. Auf der Rückseite ist der Vers „Es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören; und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens.“ (Joh.; 5. V; 28 und 29) zu lesen.<ref name="Ortsgeschichte" /><ref name="Kriegerdenkmal" />
Wirtschaft und Infrastruktur
Öffentliche Einrichtungen und Vereine
- Kindertagesstätte
- Freiwillige Feuerwehr mit Jugendfeuerwehr
- Natur- und Umweltschutzverein Frelsdorf und Appeln
- Tennisverein Appeln
- Turn- und Sportverein Appeln<ref name="Chronik" />
Verkehr
Appeln liegt östlich der Kreisstraße 41 zwischen Beverstedt und Frelsdorf. Über Gemeindeverbindungswege ist der Ort auch mit Kirchwistedt und Wollingst verbunden. Für den ÖPNV ist ein Anruf-Sammeltaxi-System (AST) eingerichtet worden. Das AST verkehrt an allen Tagen der Woche (auch Schulferien).
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter des Ortes
- Maria Dehn-Misselhorn (1908–1980), Kunstmalerin und Graphikerin
Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
- Nikolaus Tietjen (1873–1924 in Appeln), Landwirt und Bürgermeister von Appeln
- Fritz Dehn (1906–1979 in Appeln), Kunstmaler<ref name="Dehn" /><ref name="Dehn-Grabstein" />
Sagen und Legenden
- Bestrafte Untreue
- Warum auf dem Dorsfelde bei Appeln Reit wächst
- Der Bruderstreit
(Quelle:<ref name="Hake" />)
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/393177127X ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Website der Gemeinde Beverstedt – Ortschaft Appeln
- Linkkatalog zum Thema Appeln bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Einzelnachweise
<references> <ref name="Ausschuß">
Ausschuß der deutschen Statistiker für die Volks- und Berufszählung 1946: Volks- und Berufszählung vom 29. Oktober 1946
in den vier Besatzungszonen und Groß-Berlin. In: Duncker & Humblot (Hrsg.): Deutsches Gemeindeverzeichnis. Buchdruckerei und Verlagsanstalt Carl Gerber, München 5 1950, S. 35. </ref> <ref name="Chronik">
Alexander Krawelitzki: Chronik des Schützenvereins Appeln e. V. In: svappeln.de. Abgerufen am 14. März 2018.
</ref> <ref name="Dehn">
Fritz Dehn. In: lotsearch.de. Abgerufen am 27. August 2020.
</ref> <ref name="Dehn-Grabstein">
Grabsteine – Friedhof Appeln (Beverstedt, Cuxhaven). In: grabsteine.genealogy.net. 2008, abgerufen am 27. August 2020.
</ref> <ref name="destatis">
Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Website Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 19. März 2020.
</ref> <ref name="destatis1973">
Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 47, Landkreis Wesermünde (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 26. August 2021]).
</ref> <ref name="destatis1975">
Gemeinden in Deutschland nach Fläche und Bevölkerung. (XLSX; 896 kB) In: Website Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 1975, abgerufen am 11. Juni 2019 (Siehe unter: Niedersachsen, Nr. 1905).
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1910">
Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Geestemünde. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 14. März 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2023; abgerufen am 20. April 2021.
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">
Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1971">
Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1971 (Bevölkerungsstand: 27. Mai 1970, Gebietsstand 1. Januar 1971). W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1971, S. 104 (Digitalisat).
</ref> <ref name="Hake">
Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3931771164 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
</ref> <ref name="Info2016">
Informationen über Appeln. In: Website Gemeinde Beverstedt. 16. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. März 2018; abgerufen am 19. März 2020.
</ref> <ref name="Info2021">
Über Appeln. In: Website Gemeinde Beverstedt. 15. November 2021, abgerufen am 1. März 2022.
</ref> <ref name="Karte">
Übersichtskarte Landkreis Cuxhaven. In: cuxland-gis.landkreis-cuxhaven.de. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Dezember 2019; abgerufen am 20. April 2021.
</ref> <ref name="Klaus">
Klaus Mindermann: Appeln – eine kleine Ortsgeschichte. S. 5.
</ref> <ref name="Kriegerdenkmal">
Grabsteine – Friedhof Appeln (Beverstedt, Cuxhaven) – Kriegerdenkmal. In: grabsteine.genealogy.net. 2008, abgerufen am 20. April 2021.
</ref> <ref name="Mindermann">
Klaus Mindermann: Appeln – eine kleine Ortsgeschichte. S. 30–31, 60–63.
</ref> <ref name="Neubildung">
Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt, Landkreis Cuxhaven. In: Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 5/2011. Hannover 17. Februar 2011, S. 61, S. 3 (Digitalisat [PDF; 155 kB; abgerufen am 20. April 2021]).
</ref> <ref name="Ortsgeschichte">
Klaus Mindermann: Appeln – eine kleine Ortsgeschichte. S. 57a.
</ref> <ref name="Rademacher">
Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de
</ref> <ref name="Voris">
Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt. In: Niedersächsisches Vorschrifteninfomationssystem (NI-VORIS). Landkreis Cuxhaven, 17. Februar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. September 2018; abgerufen am 20. April 2021.
</ref> <ref name="Wanger">
Hans Wanger: Die Samtgemeinde Beverstedt in Gegenwart und Vergangenheit. In: Die Männer vom Morgenstern (Hrsg.): Sonderveröffentlichungen der Männer vom Morgenstern. Band 11. Heimatbund der Männer vom Morgenstern, Bremerhaven 1983, S. 93.
</ref> </references>
Appeln | Beverstedt (mit Osterndorf und Wehldorf) | Bokel | Frelsdorf | Heerstedt | Hollen (mit Heise) | Kirchwistedt (mit Ahe, Altwistedt, Horst und Stemmermühlen) | Lunestedt (mit Freschluneberg und Westerbeverstedt) | Stubben | Wellen | Wollingst