Heptatonia Secunda
Vorlage:Hinweisbaustein Der Begriff Heptatonia Secunda („zweite Siebenstufigkeit“) bezeichnet ein System aus verschiedenen, heptatonischen Modi der akustischen Skala.
Herleitung
Das System der Kirchentonarten besteht – vereinfacht gesehen – aus verschiedenen Modi, die durch Veränderung des Grundtons der diatonischen Basisskala C-Dur entstehen. Dieses System kann man auch als Heptatonia prima bezeichnen. Analog dazu lässt sich ein zweites System bilden, das ebenfalls heptatonisch und diatonisch (im erweiterten Sinn) aufgebaut ist, also eine zweite Art der Siebenstufigkeit darstellt, und als Basisskala auf die akustische Skala zurückgreift.
Modi der akustischen Skala im Jazz
Die abgeleiteten Modi werden oft im Jazz verwendet, in der Systematik der Akkord-Skalen-Theorie wird allerdings Melodisch Moll als Mutterskala betrachtet. Im Jazz wird die Herleitung folgendermaßen vorgenommen, mit verschobenem Startpunkt:<ref name=":A">NewJazz: HARMONIC MINOR MODES - Theory & Practice. 29. November 2018, abgerufen am 17. November 2025.</ref>
| Scale Name:* | Common Name: | Tonic Chord: |
| Aeolian #7 | Harm. mi. | mi Ma7 |
| Locrian #6 | min7b5 | |
| Ionian #5 | Major #5 | Ma7 #5 |
| Dorian #4 | mi7 | |
| Phrygian #3 | Phryg. Ma. | 7 |
| Lydian #2 | Ma7 | |
| Mixolydian #1 | Alt. dom. bb7 | Dim7 |
Hier nun die abgeleiteten Modi der akustischen Skala samt ihren meist englischen, in der Jazzharmonik verwendeten Bezeichnungen: Datei:Heptatonia secunda.PNG
Literatur
- Lajos Bárdos: Heptatonia Secunda. A unique tonal System and its Modes in the Works of Zoltán Kodály (1962–1964). in: Lajos Bárdos: Selected Writings on Music. Budapest 1984, S. 88–215.
- Zsolt Gárdonyi, Hubert Nordhoff: Harmonik. Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe. Möseler, Wolfenbüttel 2002, ISBN 3-7877-3035-4, S. 174–176.
Einzelnachweise
<references />