Sorghof (Pfofeld)
Sorghof Gemeinde Pfofeld
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(6)&title=Sorghof 49° 7′ N, 10° 52′ O
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| Höhe: | 424–426 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 6 (31. Dez. 2010)[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 91738 | |||||
| Vorwahl: | 09834 | |||||
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Sorghof ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Pfofeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Sorghof liegt in der Gemarkung Thannhausen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Oktober 2024.</ref>
Lage
Die Einöde liegt südlich des Kleinen Brombachsees, knapp einen Kilometer von Langlau entfernt. Im Süden verläuft die Bahnlinie Gunzenhausen–Pleinfeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße, die in Thannhausen von der südlich verlaufenden Staatsstraße 2222 abzweigt und nach Langlau führt, verbindet Sorghof mit dem Umland.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Ortsnamendeutung
Der Ortsnamenforscher Robert Schuh nennt zwei mögliche Deutungen: „Hof auf dürftigem Boden (der dem Besitzer viel Sorge bereitet)“ oder „Hof an der Flurgrenze/am Waldesrand“ („Sorge“ hier von mhd. „zarge“ = „Rand, Saum, Einfassung, Umrandung“).<ref name="Schuh, S. 271">Schuh, S. 271</ref>
Geschichte
1593 wird der Hof erstmals als „Neu Sorg“ (im Sinne von neu erbaut?) erwähnt; der Besitzer hieß Hans Riell und war der Herrschaft Absberg vogtbar. 1608 ist „Sorg ein Schaffhoff“, der nach wie vor den Absbergern vogtbar ist und bezüglich der Fraisch nach Gunzenhausen gehört. 1652 untersteht der Hof „Neusorg“ dem Deutschordensamt Absberg; die Absberger waren zwei Jahre zuvor ausgestorben. Für 1732 erfährt man, dass der Hof der Deutschordenskommende Ellingen gehört und ins evangelische Thannhausen gepfarrt ist; der Große Zehnt geht zum Deutschen Orden nach Absberg, der Kleine in die Pfarrei Thannhausen, die Vogtei außer Ettern (inner Ettern lag sie beim Deutschen Orden)<ref>Historischer Atlas, S. 163</ref> und die hohe Fraisch nahmen das ansbachisch-markgräfliche Oberamt Gunzenhausen wahr. 1739 ist die Bezeichnung „Sorghof“, 1750 „Neuer Sorgen Hoff“, auf dem Caspar Wustum sitzt.<ref>Dieser Abschnitt nach Schuh, S. 271f.</ref> 1792 wird die Einöde mit dem Markgrafentum Ansbach preußisch. Am Ende des Heiligen Römischen Reichs geht der Sorghof mit dem ehemaligen Fürstentum Ansbach infolge des Reichsdeputationshauptschlusses 1806 an das neue Königreich Bayern über, wo er 1808 dem Steuerdistrikt, ab 1811 der Ruralgemeinde Thannhausen im Landgericht/Rentamt Gunzenhausen eingegliedert ist.<ref>Historischer Atlas, S. 240f.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern, die am 1. Mai 1978 in Kraft trat, wurde die Gemeinde Thannhausen aufgelöst,<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 731.</ref> der Sorghof kam zu Pfofeld.
Einwohnerzahlen
- 1818: 12 Einwohner<ref>Historischer Atlas, S. 240</ref>
- 1824: 11 Einwohner, 1 Anwesen
- 1861: 8 Einwohner, 3 Gebäude<ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1036, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref>
- 1929: 7 Einwohner<ref>Statistische Beschreibung der Pfarreien der Evang.-Luth. Kirche in Bayern r. d. Rheins. Nürnberg 1929, S. 40</ref>
- 1950: 13 Einwohner, 1 Anwesen
- 1961: 5 Einwohner, 1 Wohngebäude<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 787 (Digitalisat).</ref>
- 1987: 4 Einwohner<ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 352 (Digitalisat).</ref>
- 30. Juni 2008: 5 Einwohner<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website der Gemeinde Pfofeld ( des Vorlage:IconExternal vom 10. Dezember 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- 31. Dezember 2010: 6 Einwohner
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Sorghof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 357 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. Reihe I, Heft 8. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1960, DNB 452071089 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/376969922X ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Sorghof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Sorghof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
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Furthmühle | Hühnermühle | Gundelshalm | Langlau | Neuherberg | Pfofeld | Rehenbühl | Sorghof | Thannhausen
Wüstungen: Beutelmühle | Grafenmühle | Neumühle | Scheermühle
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-05
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Ortsteil von Pfofeld
- Einzelsiedlung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
- Ersterwähnung 1593