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Leimsfeld

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Leimsfeld
Gemeinde Frielendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(543)&title=Leimsfeld 50° 56′ N, 9° 17′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(543) 50° 56′ 29″ N, 9° 16′ 52″ O
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Höhe: 253 m ü. NN
Fläche: 5,39 km²
Einwohner: 543 (31. Dez. 2018)<ref name="DF">Zahlen und Fakten. In: Internetauftritt. Gemeinde Frielendorf, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. März 2021;.</ref>
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Eingemeindet nach: Grenzebach
Postleitzahl: 34621
Vorwahl: 06691

Leimsfeld ist einer von fünfzehn Ortsteilen der Gemeinde Frielendorf im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Geographische Lage

Leimsfeld liegt in den Nordwestausläufern des Knüllgebirges rund 4,5 km südwestlich des Hauptortes, zwischen den Frielendorfer Dörfern Linsingen im Norden, Gebersdorf im Nordosten, Großropperhausen im Osten und Schönborn im Südsüdosten sowie den Schwalmstädter Stadtteilen Niedergrenzebach und Ziegenhain jeweils im Südwesten, Rörshain im Westen und Michelsberg im Nordwesten. Südlich vorbei an Leimsfeld fließt etwa in Ost-West-Richtung der Schwalm-Zufluss Gers.

Datei:Kirche Leimsfeld.jpg
Kirche

Geschichte

Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung Leimsfelds datiert auf 1196 im Urkundenarchiv des Klosters Haina unter Luminesvelt. Schon 1197 wird im Urkundenbuch des Klosters Spieskappel Luminesuelt erwähnt. Im 16. Jahrhundert ging der gräfliche Besitz in Leimsfeld im Zuge des Aussterbens der Grafen von Ziegenhain in landgräflichen Besitz über.<ref name="lagis" /> Die landgräflichen Güter wurden ab 1575 durch das Amt Ziegenhain verwaltet.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten am 31. Dezember 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Leimsfeld, Obergrenzebach und Schönborn zur neuen Gemeinde Grenzebach.<ref name="DEZ71">Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 48. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> Da die Gemeinde Grenzebach nach Ansicht der hessischen Landesregierung noch immer zu klein war, wurde sie am 1. Januar 1974 kraft Landesgesetz mit der zuvor gebildeten Großgemeinde Frielendorf und sechs weiteren Gemeinden zur neuen Großgemeinde Frielendorf zusammengeschlossen. Diese wechselte in den neu geschaffenen Schwalm-Eder-Kreis.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, §§ 8 und 27 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref><ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" /> Als Verwaltungssitz wurde Frielendorf bestimmt. Für die ehemals eigenständigen Gemeinden von Frielendorf wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 91 kB) § 4. In: Webauftritt. Gemeinde Frielendorf, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. April 2023; abgerufen im März 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.frielendorf.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Leimsfeld 585 Einwohner. Darunter waren 6 (1,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 111 Einwohner unter 18 Jahren, 228 zwischen 18 und 49, 120 zwischen 50 und 64 und 126 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 234 Haushalten. Davon waren 54 Singlehaushalte, 60 Paare ohne Kinder und 99 Paare mit Kindern, sowie 18 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 39 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 147 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• um 1510: 7 wehrhafte Männer
• 1537: 35 Wohnhäuser
• 1585: 42 Hausgesesse
• 1639: 17 Männer, zwei Witwen
• 1681: 22 Hausgesesse, zwei Ausschuss, ein Junggeselle
• 1750: 28 Wohnhäuser, 156 Einwohner
Leimsfeld: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2017
Jahr  Einwohner
1834
  
275
1840
  
290
1846
  
308
1852
  
293
1858
  
316
1864
  
318
1871
  
323
1875
  
333
1885
  
342
1895
  
332
1905
  
333
1910
  
369
1925
  
403
1939
  
448
1946
  
603
1950
  
685
1956
  
614
1961
  
590
1967
  
613
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
585
2017
  
597
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Frielendorf<ref name="DF" />, Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1861: 313 evangelisch-reformierte Einwohner.
• 1885: 342 evangelische (= 100 %) Einwohner
• 1961: 530 evangelische (= 89,83 %), 45 katholische (= 7,63 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

• 1750: zwei Müller, zwei Leineweber, ein Schneider, zwei Schmiede, ein Wirt.
• 1838 Familien: 36 Ackerbau, 10 Gewerbe, 9 Tagelöhner
• 1961 Erwerbspersonen: 111 Land- und Forstwirtschaft, 119 produzierendes Gewerbe, 39 Handel und Verkehr, 19 Dienstleistungen und Sonstiges

Politik

Für Leimsfeld besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Leimsfeld) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Leimsfeld 59,1 %. Alle Kandidaten gehörten der „Ortsliste Leimsfeld“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Leimsfeld. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im März 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Bernd Heer zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Leimsfeld. In: Webauftritt. SPD Frielendorf, abgerufen im Mai 2023.</ref>

Verkehr

Der Haltepunkt Leimsfeld lag an der Bahnstrecke Leinefelde–Treysa.

Literatur

Weblinks

Commons: Leimsfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis"> „Leimsfeld, Schwalm-Eder-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 1. April 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Institut für Landesgeschichte, abgerufen am 13. Oktober 2013. </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 32 und 88, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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