Linsingen (Frielendorf)
Linsingen Gemeinde Frielendorf
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(148)&title=Linsingen 50° 58′ N, 9° 17′ O
{{#coordinates:50,961666666667|9,2825|primary
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dim=10000 | globe= | name=Linsingen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 275 (271–284) m | |||||
| Fläche: | 5,18 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 148 (31. Dez. 2018)<ref name="DF">Zahlen und Fakten. In: Internetauftritt. Gemeinde Frielendorf, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. März 2021.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 29 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 34621 | |||||
| Vorwahl: | 05684 | |||||
Das kleine Dorf Linsingen ist seit dem 31. Dezember 1971 ein Ortsteil der Gemeinde Frielendorf im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.
Das Haufendorf liegt südwestlich des Hauptortes im Frielendorfer Hügelland. An seinem östlichen Ortsende entspringt der Grom-Bach.
Geschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Linsingen erfolgte unter dem Namen Linzingen im Jahr 1230 in einer Urkunde des Klosters Haina.<ref name="lagis" /> im Jahr 1241 werden hier die Herren von Linsingen als Grundherren genannt.
Die evangelische Kirche wurde 1933/34 von dem Marburger Architekten Karl Rumpf an Stelle des Vorgängerbaus, einer Fachwerkkirche von 1780, erbaut<ref>Götz J. Pfeiffer: Gebauter Heimatschutz in Hessen. Die evangelischen Kirchen von 1928 bis 1936 des Architekten Karl Rumpf. In: Hessische Heimat. 2019, S. 99–103.</ref><ref>Götz J. Pfeiffer: „künstlerisch einwandfrei … und ein Schmuck des Dorfes“. Die 1933/34 in Linsingen erbaute ev. Kirche des Architekten Karl Rumpf. In: Schwälmer Jahrbuch, 2021. S. 104–111.</ref> und zeigt bis heute meistenteils die bauzeitliche Ausstattung, u. a. ein Fenster des Marburger Glasmalers Erhardt Klonk.<ref>Götz J. Pfeiffer: „Nun befasste ich mich sehr ernstlich mit der Glasmalerei“. Die Werke von Erhardt Klonk aus der Zeit von 1927 bis 1940. In: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde. Band 123, 2018, S. 289–312.</ref>
Zum 31. Dezember 1971 wurde der Ort im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Frielendorf eingegliedert.<ref></ref> Für die ehemals eigenständigen Gemeinden von Frielendorf wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 91 kB) § 4. In: Webauftritt. Gemeinde Frielendorf, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. April 2023; abgerufen im März 2023. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Linsingen 141 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 21 Einwohner unter 18 Jahren, 48 zwischen 18 und 49, 33 zwischen 50 und 64 und 36 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 57 Haushalten. Davon waren 12 Singlehaushalte, 24 Paare ohne Kinder und 18 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 12 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 33 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" /> | |
| • um 1510: | 3 wehrhafte Männer |
| • 1537: | 13 Hausgesesse |
| • 1585: | 15 Hausgesesse |
| • 1639: | 11 Hausgesesse, zwei Witwen |
| • 1681: | 14 Hausgesesse, ein Ausschuss, ein Junggeselle |
| • 1750: | 14 Haushalte, 94 Einwohner |
| Linsingen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2017 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 151 | |||
| 1840 | 165 | |||
| 1846 | 181 | |||
| 1852 | 180 | |||
| 1858 | 155 | |||
| 1864 | 184 | |||
| 1871 | 171 | |||
| 1875 | 173 | |||
| 1885 | 158 | |||
| 1895 | 160 | |||
| 1905 | 199 | |||
| 1910 | 170 | |||
| 1925 | 180 | |||
| 1939 | 185 | |||
| 1946 | 295 | |||
| 1950 | 284 | |||
| 1956 | 231 | |||
| 1961 | 194 | |||
| 1967 | 183 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 141 | |||
| 2017 | 161 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Frielendorf<ref name="DF" />, Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" /> | |
| • 1861: | 174 evangelisch-reformierte Einwohner. |
| • 1885: | 158 evangelische (= 100 %) Einwohner |
| • 1961: | 170 evangelische (= 87,63 %), 24 katholische (= 12,37 %) Einwohner |
Historische Erwerbstätigkeit
| • 1750: | zwei Schmiede, ein Töpfer, ein Wagner, die alle zugleich Ackerbauern sind |
| • 1838 | Familien: 16 Ackerbau, 10 Gewerbe, 7 Tagelöhner |
| • 1961 | Erwerbspersonen: 59 Land- und Forstwirtschaft, 30 produzierendes Gewerbe, 10 Handel und Verkehr, 5 Dienstleistungen und Sonstiges |
Politik
Für die Ortsteile Linsingen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinden Linsingen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Linsingen 71,7 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste Linsingen“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Linsingen. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im März 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Markus Becker zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Linsingen. In: Webauftritt. SPD Frielendorf, abgerufen im Mai 2023.</ref>
Kulturdenkmäler
Für die Kulturdenkmäler des Ortes siehe Liste der Kulturdenkmäler in Linsingen (Frielendorf).
Literatur
- Heinrich Bischoff: 750 Jahre Linsingen 1241–1991. Die Geschichte unserer Heimat. Hrsg.: Gemeindevorstand der Gemeinde Frielendorf. Frielendorf 1991.
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Linsingen (Frielendorf). In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Weblinks
- Ortsteile. In: Webauftritt der Gemeinde Frielendorf.
- Linsingen, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
<references> <ref name="lagis"> Linsingen, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 1. April 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 32 und 88, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
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