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Gasum

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Gasum

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1994
Sitz Espoo
Leitung Johanna Lamminen (CEO)
Mitarbeiterzahl 410 (2018<ref name="AR2018">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Gasum's year 2018.] Gasum, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>)
Umsatz 1.177 Mio. € (2018<ref name="AR2018" />)
Branche Gasnetzbetreiber
Website www.gasum.com

Gasum Oy ist integrierter Gaskonzern mit Sitz in Espoo (Finnland). Der Konzern ist Übertragungsnetzbetreiber für Erdgas in Finnland und seine Tätigkeit umfasst sowohl den Import als auch die Distribution von Erdgas. Außerdem erzeugt Gasum in Finnland und Schweden Biogas und betreibt dessen Import, Übertragung und Bereitstellung für Verbraucherbedürfnisse, Industrie und Transport. Mit 12 eignen Biogas-Raffinerien in Finnland und Schweden ist Gasum der größte Verwerter biologisch abbaubarer Abfälle in den nordischen Ländern.<ref>Gasum: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Balticconnector : Executive Summary (Memento vom 24. März 2012 im Internet Archive) (PDF; 983 kB). 2011. Dokumenten-Nr. 2004G122/04TREN/05/TENE – S07.51598.</ref>

Geschichte

Im Jahr 1974 wurde die erste Erdgas-Pipeline von der Sowjetunion nach Finnland eröffnet.<ref>Tuija Käyhkö: Kekkonen runnoi maakaasun Suomeen. Abgerufen am 30. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 1974 bis 1994 lag die Zuständigkeit für das finnische Gasgeschäft einschließlich Erdgasimport, -distribution und -großhandel bei der Firma Neste Oy. Gasum wurde 1994 als Joint-Venture von Neste (75 %) und dem russischen Konzern Gazprom (25 %) gegründet.<ref>Gasum: Gasum annual report 2015. (PDF) Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. Oktober 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/verkkojulkaisu.viivamedia.fi (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Nach der Fusion von Neste und Imatran Voima im Jahr 1998 war das daraus entstandene Unternehmen Fortum gezwungen, seinen Anteil an Gasum auf 25 % zu reduzieren. Als neue Aktionäre kamen der finnische Staat (24 %), E.ON (20 %) und ein Konglomerat finnischer Forstgesellschaften (6 %) hinzu. Im Jahr 2004 kaufte Fortum den Anteil der Forstgesellschaften (6 %) auf.<ref>European Commission - PRESS RELEASES - Press release - Mergers: Commission decides to allow Fortum to increase its shareholding in Gasum in the Finnish energy sector. Abgerufen am 30. Oktober 2019.</ref> Sowohl Fortum als auch E.ON verkauften 2015 ihre Anteile an den finnischen Staat.<ref>Finland buys Gasum stakes from Fortum and E.ON. In: Reuters. 3. November 2014 (reuters.com [abgerufen am 30. Oktober 2019]).</ref> Nachdem 2016 auch Gazprom seine Anteile an den finnischen Staat verkaufte, wurde dieser zum alleinigen Eigentümer der Gesellschaft.<ref>Finland buys out Russian share in gas firm Gasum. Abgerufen am 30. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Jahr 2014 erwarb Gasum vom norwegischen Lyse-Konzern 51 % der LNG-Distribution von Skangas und 2018 die restlichen Anteile, wodurch Skangas zur 100%igen Tochter von Gasum wurde.<ref>Gasum secures full ownership of Skangas. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Oktober 2018; abgerufen am 30. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Akquisition der seit 2011 mit Flüssigerdgas (LNG) handelnden Firma Skangas war Teil von Gasums Gesamtstrategie zur Erhöhung der LNG-Verfügbarkeit in Finnland.

Mit dem Erwerb von Swedish Biogas International stieß Gasum 2016 auch in den schwedischen Markt vor. Durch diese Übernahme wurde Gasum zum größten Biogaserzeuger im nordischen Raum.<ref>Gasum becomes the biggest in the Nordics. In: Good News from Finland. 23. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Oktober 2019; abgerufen am 30. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Gasum now Biggest Biogas Producer in Nordic countries. 24. Dezember 2016, abgerufen am 30. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Des Weiteren beteiligte sich Gasum an der Planung der Unterwasser-Pipeline Balticconnector zwischen Finnland und Estland sowie von dort aus weiter zu einem in Lettland befindlichen Gasspeicher, zog sich jedoch im Oktober 2015 wegen mangelnden kommerziellen Potentials aus dem Unterfangen zurück.<ref>CORRECTION-(OFFICIAL)-UPDATE 2-Gasum proposes gas pipeline. In: Reuters. 31. Mai 2007 (reuters.com [abgerufen am 30. Oktober 2019]).</ref><ref>Gasum Dumps Balticconnector Plan. Abgerufen am 30. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Projekt läuft jedoch unter Beteiligung einer anderen finnischen Gesellschaft weiter, der ebenfalls staatseigenen Baltic Connector Oy.<ref>Elering with its Finnish partner submits grant application to EU Commission. In: Energy. The Baltic Course, 15. Oktober 2015, abgerufen am 19. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschäftstätigkeit

Bis 2020 betrieb Gasum in Finnland ein Gasübertragungsnetz mit einer Gesamtlänge vom 1190 km. Dieses Netz war der größte Einzelposten unter den Vermögenswerten von Gasum und ein Großteil der Arbeitsplätze des Konzerns entfiel auf seine Unterhaltung. Bedingt durch ein neues finnisches Gesetz über den Erdgasmarkt übertrug Gasum den Gastransport auf die ebenfalls staatseigene Gasgrid.<ref>Finland's Gasum will divest gas transmission ops by 2020, expand in LNG and biogas - Mr Haikarainen. In: steelguru.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. August 2019; abgerufen am 30. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Flüssigerdgas

Gasum betreibt LNG-Terminals in Pori, in Tornio (beide Finnland) und in Fredrikstad (Norwegen).<ref>LNG-Terminals. Abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit dem Kauf des Unternehmens Nauticor (bis 2016 Bomin Linde LNG) 2019/2020 wurde Gasum ein Anbieter von flüssigem Erdgas (LNG) als Treibstoff für die Schifffahrt.<ref>hansa-online.de vom 14. November 2019.</ref>

Tankstellen

Gasum betreibt Gastankstellen in Norwegen, Finnland und Schweden.

Biogasproduktion

Im Jahr 2011 begann Gasum mit der Produktion von Biogas mittels anaerober Vergärung.

Einzelnachweise

<references />