Zum Inhalt springen

Francofurtia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. Oktober 2025 um 00:04 Uhr durch imported>X-angel (Link präzisiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Francofurtia, gelegentlich auch Frankofurtia geschrieben, ist die weibliche Personifizierung der Stadt Frankfurt am Main. Sie kam im 18. Jahrhundert auf<ref>Wolfgang Klötzer: Von antiker Abkunft: Die „Francofurtia“ – Stadtsymbol zwischen Allegorie und Werbung. In: Keine liebere Stadt als Frankfurt: kleine Schriften zur Frankfurter Kulturgeschichte II, 2000, S. 83–94.</ref> und findet sich als allegorische Darstellung auf verschiedenen Fassaden, Denkmälern und Grabsteinen in Frankfurt, sowie auf Münzen, Banknoten, Medaillen, Briefmarken und Postkarten. Attribute können Stadtmauerkrone, Wappenschild mit dem Frankfurter Adler, die Goldene Bulle, Gesetzbuch, der Frankfurter Pfarrturm, Palmwedel sowie Reichskleinodien wie das Reichszepter oder das Schwert Karls des Großen sein. Die bekannteste Darstellung findet sich an der Ecke des Hauses Alt-Limpurg, das zum Gebäudekomplex des Frankfurter Rathauses Römer gehört.

Beispiele

Das älteste, belegbare Auftauchen der Francofurtia ist die Vignette rechts unten auf der Frankfurter Homann-Karte von 1712, dargestellt mit Mauerkrone und Buch.

Beispiele für Münzen, Banknoten, Briefmarken und Medaillen sind:

  • Der Frankfurter Vereinsthaler von 1865
  • Die von 1952 bis 1976 verliehene Form der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main,<ref>Sigrid Kämpfer: Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main In: Newsletter, Ausgabe 12, Schätze und Kuriositäten aus den Sammlungen des Instituts für Stadtgeschichte, 2008</ref> die Richard Scheibe gestaltet hat.
  • Der 35-Gulden-Schein aus dem Jahre 1855, ausgegeben von der Frankfurter Bank.<ref>Deutsches Papiergeld 1772–1870. Deutsche Bundesbank, 1963</ref>
  • Die 2-Pfennig-Marke der Frankfurter Privat-Brief-Verkehrs-Anstalt, die 1888 aufgelegt wurde.

Im Frankfurter Stadtgebiet findet sich die Francofurtia unter anderem an diesen Gebäuden und Denkmälern:

Literatur

  • Wolfgang Klötzer: Keine liebere Stadt als Frankfurt: kleine Schriften zur Frankfurter Kulturgeschichte II. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 2000.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />