Zum Inhalt springen

BMG Rights Management

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. Januar 2026 um 15:00 Uhr durch imported>Sean Amadeus.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
BMG Rights Management GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | BMG logo 2025 (Horizontal).svg
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung Oktober 2008
Sitz Berlin, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
  • Thomas Coesfeld (CEO)
  • Mathis Wolter (CFO)
  • Melanie McAllister (CHRO)
  • Sebastian Hentzschel (COO)
  • Johannes von Schwarzkopf (CSO)
Mitarbeiterzahl 1.143 (2024)
Umsatz 905 Mio. Euro (2023)<ref>Knut Schlinger: BMG nach Umsätzen im Plus, operativ auf Vorjahresniveau. In: Musikwoche. 26. März 2024, abgerufen am 14. Februar 2025.</ref>
Branche Musik
Website www.bmg.com

BMG Rights Management (kurz BMG) ist ein internationales Musikunternehmen mit Hauptsitz in Berlin.<ref name=":8">Frank Medwedeff: Thomas Coesfeld wird Finanzchef bei BMG. In: mediabiz.de. 18. September 2020, abgerufen am 16. April 2021.</ref> Es vereint diverse Aktivitäten eines Musikverlags mit denen eines Plattenlabels.<ref name=":0">Arndt Ohler: Bertelsmann bietet Musikern neuen Service. In: Financial Times Deutschland. 9. Oktober 2008, S. 5.</ref><ref name=":2">David Hein: Bertelsmann belebt BMG. In: Horizont. 16. Oktober 2008, S. 6.</ref> BMG wurde 2008 im Anschluss an den Ausstieg von Bertelsmann bei Sony BMG gegründet.<ref>Wolfgang Spahr: Bertelsmann Unveils BMG Rights Management. In: billboard.com. 14. Oktober 2008, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Stand Februar 2025 befindet sich die Firma zu 100 % im Besitz von Bertelsmann und ist einer von acht Unternehmensbereichen des Konzerns.<ref>https://www.bmg.com/who-we-are/</ref><ref name=":5">Kai-Hinrich Renner: Bertelsmann sortiert sich neu. In: Handelsblatt. 23. März 2016, S. 24.</ref>

Zum Portfolio gehören beispielsweise Rechte an Werken der Rolling Stones,<ref>Bertelsmann-Tochter: BMG sichert sich Rechte an den Rolling Stones. In: handelsblatt.com. 26. Juni 2013, abgerufen am 1. Oktober 2018.</ref> Tina Turner,<ref>https://www.bertelsmann.de/news-und-media/nachrichten/bmg-erwirbt-tina-turners-musikinteressen.jsp</ref> Jason Aldean<ref name=":6" /> David Bowie,<ref>Bowie & Co. singen für BMG. In: Westfalen-Blatt. 27. November 2010.</ref> Chrissie Hynde,<ref>Andre Paine: Chrissie Hynde Signs to BMG for Songwriting Catalogue. In: musicweek.com. 12. September 2017, abgerufen am 1. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nena,<ref>Bertelsmann übernimmt BMG. In: Handelsblatt. 3. April 2013, S. 19.</ref> Roger Waters,<ref>Ed Christman: BMG Pacts With Roger Waters to Represent His Pink Floyd Catalog. In: billboard.com. 28. Juni 2016, abgerufen am 1. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Iggy Pop<ref>BMG kauft Rechte an Musik von Cash und Iggy Pop. In: Handelsblatt. 13. September 2011, S. 30.</ref>, Louis Tomlinson,<ref>UK: Louis Tomlinson announces new global partnership with BMG. 10. Mai 2021, abgerufen am 18. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Quincy Jones und Lenny Kravitz.<ref>BMG erwirbt Musikrechtekatalog. In: Börsen-Zeitung. 2. April 2010, S. 12.</ref><ref>Lenny Kravitz Signs to BMG. In: musicconnection.com. 17. April 2018, abgerufen am 1. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Musik bei Bertelsmann

In den 1950er Jahren stieg Bertelsmann in den Musikmarkt ein, als es den Lesering um Tonträger erweiterte.<ref>175 Jahre Bertelsmann: Eine Zukunftsgeschichte. C. Bertelsmann Verlag, München 2010, ISBN 978-3-570-10175-9, S. 27.</ref> Unter dem Namen Ariola wurde ein Plattenlabel aufgebaut,<ref>Bertelsmann feiert: Heute wird der Medienkonzern 175 Jahre alt. In: Westfalen-Blatt. 1. Juli 2010.</ref> dazu kam das Presswerk Sonopress.<ref>Superstar und Freund der Mohns. In: Neue Westfälische. 23. Dezember 2014, S. 3.</ref> 1975 eröffnete Ariola eine Niederlassung in den Vereinigten Staaten.<ref>Reinhard Mohn: Von der Welt lernen: Erfolg durch Menschlichkeit und Freiheit. C. Bertelsmann Verlag, München 2008, ISBN 978-3-570-01110-2.</ref> Durch den Kauf von Arista Records (1979) und RCA Records (1985) wuchs Bertelsmann zu einem der größten Musikkonzerne weltweit.<ref>Musikkonzerne auf Chancensuche. In: Tiroler Tageszeitung. 14. Oktober 2000.</ref> Die diversen Tochtergesellschaften wurden 1987 in der Bertelsmann Music Group (BMG) zusammengefasst. Diese bediente verschiedenste Genres, neben der Volks- und Popmusik bildete beispielsweise klassische Musik einen Schwerpunkt.<ref>175 Jahre Bertelsmann: Eine Zukunftsgeschichte. C. Bertelsmann Verlag, München 2010, ISBN 978-3-570-10175-9, S. 48.</ref>

Als Reaktion auf rückläufige Umsätze im gesamten Musikmarkt vereinbarten Bertelsmann und Sony im Jahr 2003 die Zusammenlegung ihrer Musikgeschäfte unter dem Namen Sony BMG.<ref>Bertelsmann und Sony machen gemeinsam Musik. In: Der Tagesspiegel. 7. November 2003, S. 21.</ref><ref>Elefantenhochzeit in der Musikbranche. In: Wiener Zeitung. 15. Dezember 2003, S. 14.</ref> Darüber hinaus veräußerte Bertelsmann 2006 seine Tochtergesellschaft BMG Music Publishing an Vivendi.<ref>Musikverlag BMG geht an Vivendi. In: Wiener Zeitung. 7. September 2006, S. 26.</ref><ref>Bertelsmann treibt Schuldenabbau voran. In: Handelsblatt. 28. Dezember 2006, S. 18.</ref> Da die Geschäftsmodelle etablierter Musikverlage und Plattenfirmen dem digitalen Wandel der Musikbranche nicht mehr gerecht wurden, trennte sich Bertelsmann im Jahr 2008 von seiner Beteiligung an Sony BMG.<ref>Brenda Strohmaier: Bertelsmann steigt bei Sony BMG aus. In: Die Welt. 6. August 2008, S. 12.</ref> Daraufhin wurde das Unternehmen in Sony Music Entertainment umbenannt.<ref>Bertelsmann überlässt sein Musikgeschäft Sony. In: dw.com. 5. August 2008, abgerufen am 10. Januar 2018.</ref>

Neugründung und internationale Expansion

Bertelsmann gründete die neue BMG am 1. Oktober 2008 mit einem kleinen Portfolio an Musikrechten von rund 200 Künstlern, das man von Sony BMG übernommen hatte.<ref name=":0" /><ref name=":7">Schweizerische Depeschenagentur: Bertelsmann setzt auf Vermarktung von Rechten. 14. Oktober 2008.</ref> Das Geschäftsmodell wurde auf Fairness, Service und Transparenz ausgerichtet. Der Firmensitz wurde in Berlin angesiedelt.

Da Bertelsmann die für den Aufbau erforderlichen Investitionen nicht alleine finanzieren konnte,<ref>Annette Becker: Bertelsmann hat Ideen, aber kein Geld. In: Börsen-Zeitung. 11. Juli 2009, S. 10.</ref> wurde 2009 der Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) mit 51 % an BMG beteiligt.<ref>Bertelsmann: Duett mit Heuschrecke. In: Der Tagesspiegel. 9. Juli 2009, S. 20.</ref><ref name=":1">Lutz Knappmann, Andrea Rungg, Arndt Ohler: Bertelsmann paktiert mit Investor KKR. In: Financial Times Deutschland. 9. Juli 2009, S. 8.</ref><ref></ref> Bertelsmann behielt 49 % und stellte das Management.<ref>Hans G. Nagl: KKR greift Bertelsmann im Musikrechtegeschäft unter die Arme. In: Handelsblatt. 9. Juli 2009, S. 12.</ref><ref name=":1" />

Bertelsmann erklärte zunächst, die neue BMG werde sich auf den europäischen Broadcast-Markt konzentrieren. Nach dem Einstieg von KKR rückte die internationale Expansion in den Fokus des Unternehmens.<ref>Andrea Rungg: BMG sucht in großem Stil Musikrechte. In: Financial Times Deutschland. 22. Januar 2010, S. 8.</ref><ref>Bertelsmann-Musiktochter auf großer Einkaufstour. In: Rheinische Post. 26. Juli 2010.</ref> Hierfür war der Erwerb von Cherry Lane Music Publishing im Jahr 2009 entscheidend, wodurch BMG ein erstes Standbein in den Vereinigten Staaten erhielt.<ref name=":4">Hans-Peter Siebenhaar: Bei Bertelsmann spielt wieder die Musik. In: Handelsblatt. 4. Mai 2010, S. 26.</ref><ref>Lutz Knappmann: Bertelsmann übernimmt Rechte an Elvis-Songs. In: Financial Times Deutschland. 29. März 2010, S. 7.</ref><ref>Wolfgang Spahr: BMG Rights Management Enters U.S. In: billboard.com. 14. Dezember 2009, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Andre Paine: BMG Rights Management to Acquire Cherry Lane. In: billboard.com. 26. März 2010, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2010 tätigte BMG weitere Zukäufe, unter anderem von Evergreen Copyright Acquisitions.<ref>BMG Rights Venture Buys Music Publisher. In: wsj.com. 21. September 2010, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Bertelsmann holt sich Clapton und Cocker. In: Neue Westfälische. 21. September 2010.</ref>

2011 wurde Bug Music von BMG erworben,<ref>BMG Rights Management to Purchase Bug Music. In: billboard.com. 12. September 2011, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2012 folgte der Musikverlag R2M Music.<ref>Hans-Peter Siebenhaar: Bertelsmann kauft US-Musikverlag R2M. In: Handelsblatt. 1. März 2012, S. 23.</ref> Zusätzlich gab es Berichte über das Interesse von Bertelsmann an der EMI Group,<ref>Bertelsmann schielt auf EMI-Archiv. In: Börsen-Zeitung. 25. Juni 2009, S. 10.</ref> die schließlich aber von Universal Music übernommen wurde.<ref>Volker S. Stahr: Das stille Konzert der großen Fünf. In: Berliner Morgenpost. 6. Mai 2001, S. 17.</ref><ref>Musikindustrie: Universal darf EMI übernehmen. In: sueddeutsche.de. 21. September 2012, abgerufen am 10. Januar 2018.</ref> Die Kartellbehörden erließen diverse Auflagen, darunter den Verkauf einiger Labels.<ref>EU-Kommission: Universal darf EMI unter Auflagen übernehmen. In: focus.de. 21. September 2012, abgerufen am 10. Januar 2018.</ref> BMG erhielt auf diesem Weg Zugriff auf Mute Records (2012) und Sanctuary Records (2013).<ref>Ed Christman: BMG Acquires Mute Records Catalog. In: billboard.com. 21. Dezember 2012, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>BMG übernimmt Plattenlabel Sanctuary. In: Aachener Nachrichten. 16. Februar 2013, S. 7.</ref> Beide Akquisitionen erweiterten das Portfolio um Musikaufnahmen der 1960er, 1970er und 1980er Jahre.<ref>BMG erweitert Musikrechtekatalog. In: Börsen-Zeitung. 16. Februar 2013, S. 9.</ref><ref>Hans-Peter Siebenhaar: Ein Herz für Oldies. Bertelsmann kauft Rockmusik-Label vom Konzern Universal. Der erfüllt Kartell-Auflagen. 18. Februar 2013, S. 33.</ref>

Aufstieg zum Konzernbereich und Übernahmen

Datei:Hartwig Masuch.jpg
Hartwig Masuch, Gründungs-CEO BMG Rights Management (2008–2023)

2013 beendete KKR sein Engagement bei BMG.<ref>Gerrit Wiesmann: Bertelsmann Takes Control of BMG. In: ft.com. 1. März 2013, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Damit wurde Bertelsmann vier Jahre nach dem Einstieg des Finanzinvestors alleiniger Gesellschafter.<ref>Martin Krause: Bertelsmann dirigiert jetzt wieder. Finanzinvestor KKR verkauft 51-prozentige Beteiligung an der Musiktochter BMG. In: Neue Westfälische. 2. März 2013.</ref> Unter der Führung des Vorstandsvorsitzenden Thomas Rabe,<ref>Steffen Könau: Das Imperium kehrt zurück. In: Mitteldeutsche Zeitung. 2. März 2013.</ref><ref>Jahr der Umbauten. In: Neue Westfälische. 27. März 2013.</ref> der bereits während seiner Amtszeit als Finanzvorstand den Aufbau von BMG maßgeblich vorangetrieben hatte,<ref name=":4" /> erklärte Bertelsmann die Musik wieder zu einem strategischen Wachstumsfeld.<ref>Bertelsmann setzt wieder voll auf Musik. In: Die Welt. 1. März 2013, S. 3.</ref>

2013 begann das Unternehmen, die Rechte an Werken von Robbie Williams und den Rolling Stones zu vertreten.<ref>Robbie Williams singt exklusiv für Bertelsmann-Tochter BMG. In: Westfalen-Blatt. 18. Oktober 2013.</ref><ref>Hans-Peter Siebenhaar: Satisfaktion für Bertelsmann. In: Handelsblatt. 27. Juni 2013, S. 21.</ref> Außerdem wuchs das Portfolio durch Übernahmen von Musiklabels wie Union Square Music,<ref>Ed Christman, Richard Smirke: BMG Purchases Union Square Music. In: billboard.com. 6. November 2014, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Vagrant Music und Infectious Music (2014),<ref>Ed Christman: Vagrant Records Bought by BMG Chrysalis. In: billboard.com. 17. November 2014, abgerufen am 1. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Infectious Music Acquired by BMG in £6m Deal. In: musicbusinessworldwide.com. 2. September 2014, abgerufen am 1. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> aber auch S-Curve Records und Rise Records (2015).<ref>BMG kauft Steve Greenbergs Label S-Curve Records. In: mediabiz.de. 2. November 2015, abgerufen am 1. Oktober 2018.</ref><ref>BMG Buys Metal Label Rise Records. In: billboard.com. 18. Mai 2015, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2016 kamen unter anderem das Label ARC Music und der Katalog von The End Records zu BMG.<ref>BMG Acquires Assets of New York Indie The End Records. In: musicbusinessworldwide.com. 30. Juni 2016, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>BMG übernimmt Mehrheit am Chess-Verlag ARC Music. In: mediabiz.de. 19. Januar 2016, abgerufen am 10. Januar 2018.</ref> Mit der Akquisition von Basement startete BMG in Brasilien,<ref>BMG Launches in Brazil and Acquires John Telfer’s Basement. In: musicbusinessworldwide.com. 31. Mai 2016, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> eine der Wachstumsregionen von Bertelsmann.<ref>Bertelsmann sucht Chance in Brasilien. In: Westfalen-Blatt. 20. März 2014.</ref><ref>Bertelsmann setzt auf Brasilien. In: Börsen-Zeitung. 21. März 2014, S. 11.</ref> Des Weiteren schloss BMG eine exklusive Vereinbarung mit der Alternative Distribution Alliance von Warner Music über die physische und digitale Verbreitung von Musik.<ref>Ed Christman: Warner Music’s Global Deal for BMG’s Sets up Showdown with RED. In: billboard.com. 28. April 2016, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auf dieser Grundlage konsolidierte BMG seine historisch gewachsene Vertriebsstruktur.<ref>Tim Ingham: Warner Signs BMG Deal for Exclusive Worldwide Distribution of Catalogue. In: musicbusinessworldwide.com. 19. April 2016, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Kooperation mit Alibaba expandierte BMG in den chinesischen Markt. Der Internetkonzern sollte künftig Musiker und Komponisten über seine Webkanäle vertreiben und eine korrekte Lizenzierung sicherstellen.<ref>BMG kooperiert mit Alibaba. In: dw.com. 30. März 2015, abgerufen am 10. Januar 2018.</ref>

Im Geschäftsjahr 2015 gehörte BMG zum Bereich Corporate Investments bei Bertelsmann. 2016 erhob der Konzern seine Tochtergesellschaft zu einem unabhängigen Unternehmensbereich.<ref name=":5" /> BMG gilt bis heute als Paradebeispiel für den Auf- und Ausbau von Wachstumsplattformen bei Bertelsmann.<ref>Bernhard Hertlein: Bertelsmann sichert sich die Stars. In: Westfalen-Blatt. 2. März 2013.</ref>

2017 gab BMG den Kauf der BBR Music Group bekannt,<ref>Marc Schneider, Ed Christman: BMG Acquires Nashville Indie BBR Music Group, Home of Broken Bow Records and Jason Aldean. In: billboard.com. 30. Januar 2017, abgerufen am 10. Januar 2018.</ref> einschließlich der Labels Broken Bow Records, Red Bow Records, Stoney Creek Records, Wheelhouse Records und des Musikverlags Magic Mustang Music.<ref name=":6">Catrin Bialek: Musikrechte: Bertelsmann goes Country. In: handelsblatt.com. 31. Januar 2017, abgerufen am 10. Januar 2018.</ref> Mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Dollar handelte sich um die größte Tonträger-Übernahme in der Firmengeschichte.<ref>BMG Beats Majors to Acquire Jason Aldean Label Broken Bow. In: musicbusinessworldwide.com. 30. Januar 2017, abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> BMG verbesserte seine Position im Bereich der Country-Musik und sicherte sich dauerhaft eine Präsenz in der Musikindustrie Nashvilles sowie generell Einfluss auf dem US-amerikanischen Markt.<ref name=":6" />

Im August 2022 wurde das größte deutsche Schlagermusiklabel Telamo übernommen.<ref>Bertelsmann setzt auf Schlager. In: faz.net. 3. August 2022, abgerufen am 22. Februar 2023.</ref>

Unternehmensstruktur

Datei:Quartier205.jpg
Quartier 205 in Berlin-Mitte, in dem sich die Zentrale von BMG befindet (2023)

Dachgesellschaft von BMG ist die BMG Rights Management GmbH, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Gegenstand des Unternehmens sind „der Vertrieb sowie die Entwicklung und Lieferung von Musik“ zur Verwendung in Medien, bei Konzerten oder aus anderem Anlass.<ref>Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 10. Januar 2018 (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 116072).</ref> Zu BMG gehören zahlreiche Tochtergesellschaften und Beteiligungen, wie etwa die BMG Rights Management (Europe) GmbH.<ref>Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 10. Januar 2018 (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 143973).</ref> BMG ist neben Deutschland in Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Spanien, den Vereinigten Staaten sowie den Benelux-Ländern und dem skandinavischen Raum präsent.<ref>About BMG. Abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschäftsführung

Seit 1. Juli 2023 ist Thomas Coesfeld Chief Executive Officer des Musikunternehmens. Der bisherige CFO von BMG übernahm das Amt von Gründungs-CEO Hartwig Masuch. Neben Coesfeld besteht die Geschäftsführung von BMG aus Mathis Wolter (Chief Financial Officer), Sebastian Hentzschel (Chief Operating Officer), Dominique Casimir (Chief Content Officer) und Nikola Holle-Spiegel (Chief Human Resources Officer). Coesfeld ist gleichzeitig Mitglied des erweiterten Vorstands (Group Management Committee) von Bertelsmann.<ref>Bertesmann: Thomas Coesfeld ab 1. Juli 2023 neuer CEO von BMG. In: bertelsmamm.de. 17. Mai 2023, abgerufen am 5. September 2023.</ref>

Umsatz

Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete BMG rund 866 Millionen Euro. Das Operating EBITDA betrug 195 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge stieg auf 22,5 Prozent, der Erlösanteil digitaler Geschäfte am Gesamtumsatz von BMG auf 70 Prozent.<ref name="Geschäftsbericht 2019">Geschäftsbericht 2022. (PDF) Bertelsmann, 30. März 2023, S. 26–27, abgerufen am 5. September 2023.</ref>

Geschäftsmodell

BMG bietet Musikern die Dienstleistungen, die üblicherweise von Musikverlagen und Plattenfirmen angeboten werden.<ref name=":0" /> Im Gegensatz zu seinen Hauptkonkurrenten werden sie unter einem Dach und über die gleiche Technologieplattform betrieben. Diese integrierte Struktur und ihr erklärtes Ziel, alle ihre Büros international durch eine Matrix-Managementstruktur zu integrieren, sind auf maximale Effizienz ausgerichtet.<ref>Bertelsmann startet neu im Musikrechte-Geschäft. In: Die Welt. 15. Oktober 2008, S. 15.</ref><ref>Bertelsmann will mehr Musikrechte. In: Neue Westfälische. 25. Juni 2009.</ref><ref>Sabrina Blauth: Digitalisierung in der Musikindustrie: Wirtschaftliche Probleme und die Suche nach alternativen Einnahmequellen. Diplomica Verlag, Hamburg 2016, ISBN 978-3-95934-339-8, S. 25.</ref> In jüngster Zeit hat sie auch Film, Fernsehen und Bücher in ihr Angebot aufgenommen.<ref name=":7" /><ref>Andy Gensler: BMG Publishes First Book With "The Odessey: The Zombies in Words and Images". In: billboard.com. 4. April 2017, abgerufen am 10. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Publishing

BMG Publishing vertritt die Rechte von Songwritern wie Mick Jagger, Keith Richards, Kylie Minogue, Ringo Starr, Nena, Roger Waters, Alice Merton, Billy Idol, Cat Stevens, Boloboys, Poo Bear, Aphex Twin, Bebe Rexha, Bruno Mars, Iggy Pop, Bibi Bourelly, Jean Michel Jarre, Jess Glynne, David Bowie, Bring Me the Horizon, Death Cab for Cutie, Kings of Leon, George Ezra, Johnny Cash, Robbie Williams, Tame Impala und vielen anderen.<ref name=":9">Publishing. BMG, abgerufen am 10. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Darüber hinaus vertritt die BMG einige der größten Verlagskataloge im Musikbereich wie zum Beispiel Chrysalis, Virgin, R2M Music, Talpa Music, Union Square Music, Cherry Lane, Francis Dreyfus Music, Alberts, Blondie, Adage IV, Bug Music und Primary Wave.<ref name=":9" />

Recordings

BMG Recordings umfasst Künstler wie Dido, Kontra K, Kylie Minogue, Jason Aldean, A Perfect Circle, Lenny Kravitz, Max Giesinger, blink-182, Blondie, Good Charlotte, Cypress Hill, Roger Waters, Bryan Ferry, Richard Ashcroft, Fatboy Slim, Marianne Faithfull, The Kinks, Morrissey, Ry X, Nakhane, Adel Tawil, Scorpions, KitschKrieg und The Prodigy.<ref name=":10">Recording. BMG, abgerufen am 10. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Rise Records, Mute Records, Trojan Records, Vagrant, Union Square Music, Sanctuary Records, S-Curve Records, Infectious und die BBR Music Group sind Marken der BMG.<ref name=":10" />

Auszeichnungen

  • 2016, 2017, 2018: „Independent Publisher of the Year“ der American Society of Composers, Authors and Publishers<ref>2016 ASCAP Pop Music Awards. American Society of Composers, Authors and Publishers, abgerufen am 4. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>2017 ASCAP Pop Music Awards. American Society of Composers, Authors and Publishers, abgerufen am 4. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>2018 ASCAP Pop Music Awards. American Society of Composers, Authors and Publishers, abgerufen am 4. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2018: „Production Music Awards“ für BMG Production Music<ref>Winners 2018. In: The Production Music Awards. Abgerufen am 10. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2018: „Publisher of the Year“, A&R Awards, Vereinigtes Königreich<ref>The A&R Awards 2018: All the Winners. In: musicbusinessworldwide.com. 7. November 2018, abgerufen am 16. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />