Death Cab for Cutie
| Death Cab for Cutie | |
|---|---|
Death Cab for Cutie auf dem Open Source Festival in Düsseldorf (2015) | |
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Bellingham, Washington, USA |
| Genre(s) | Indie-Rock, Alternative Rock |
| Aktive Jahre | seit 1997 |
| Website | deathcabforcutie.com |
| Aktuelle Besetzung | |
| Benjamin „Ben“ Gibbard | |
| Nicholas „Nick“ Harmer | |
| Jason McGerr (seit 2003) | |
Gitarre, Keyboard |
Dave Depper (seit 2016) |
Keyboard |
Zac Rae (seit 2016) |
| Ehemalige Mitglieder | |
Schlagzeug |
Nathan Good (bis 2000) |
Schlagzeug |
Michael Schorr (2000–2003) |
Gitarre, Orgel |
Christopher „Chris“ Walla (bis 2014) |
Death Cab for Cutie ist eine 1997 in Bellingham, Washington gegründete US-amerikanische Indie-Rock- und Alternative-Rock-Band. Zentrales Mitglied der Band ist Sänger, Gitarrist und Songwriter Ben Gibbard.
Die Band zählt seit den frühen 2000er-Jahren zu den erfolgreichsten Vertretern des US-amerikanischen Indie-Rock und veröffentlichte mehrere international beachtete Alben, darunter Transatlanticism (2003) und Plans (2005). Seit 2006 wurde Death Cab for Cutie mehrfach für die Grammy Awards in verschiedenen Kategorien nominiert.<ref>Death Cab For Cutie – Künstlerprofil auf Grammy.com. Abgerufen am 6. Oktober 2022.</ref>
Der Bandname geht auf den gleichnamigen Song der britischen Underground-Beatband Bonzo Dog Doo-Dah Band zurück.
Geschichte
Die Anfänge (1997–2002)
Die Geschichte von Death Cab for Cutie begann 1997 im US-amerikanischen Bellingham im Bundesstaat Washington als Soloprojekt von Benjamin „Ben“ Gibbard. Aufgrund der positiven Resonanz auf das Tape You Can Play These Songs with Chords entschloss sich Gibbard, das Projekt zu einer Band zu erweitern. Mit dem Gitarristen Christopher Walla, Bassist Nick Harmer und Schlagzeuger Nathan Good fand er die passende Besetzung. Der Bandname geht auf den Song Death Cab for Cutie der britischen Underground-Beatband Bonzo Dog Doo-Dah Band zurück, der auch im Film Magical Mystery Tour zu sehen ist.<ref>Death Cab For Cutie – Biografie. In: laut.de. Abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
1998 erschien auf dem Indie-Label Barsuk Records das Debütalbum Something About Airplanes. Es etablierte die Band in der US-Independent-Szene. In den folgenden Jahren festigte die Band ihr Profil mit dem Konzeptalbum We Have the Facts and We’re Voting Yes (2000) und The Photo Album (2001). Parallel erschienen EPs, die die Frühphase abrundeten. Im Oktober 2002 wurde You Can Play These Songs with Chords in erweiterter Form erneut veröffentlicht und um Raritäten, Coverversionen und B-Seiten ergänzt.
Obwohl die Band in Bellingham gegründet wurde, sind ihre Mitglieder seit den frühen 2000er Jahren überwiegend in Seattle beheimatet.<ref>The Sounds of Seattle on Death Cab for Cutie’s Transatlanticism. In: The Stranger. 14. September 2023, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Gibbard gründete zudem mit Jimmy Tamborello (Dntel) das Elektroprojekt The Postal Service. Deren Album Give Up (2003) wurde ein großer Erfolg und prägte auch die öffentliche Wahrnehmung von Gibbard als Songwriter über das Bandformat hinaus.<ref>The Postal Service – Biografie. In: laut.de. Abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Transatlanticism und der internationale Durchbruch (2003–2004)
2003 stieß Jason McGerr als Schlagzeuger zur Band. Im selben Jahr erschien das vierte Studioalbum Transatlanticism. Das Album gilt als künstlerischer und kommerzieller Wendepunkt, da es Death Cab for Cutie über die Indie-Szene hinaus sichtbar machte. 2004 folgten vermehrt internationale Konzerte, darunter auch erste Auftritte in Deutschland. Für den deutschsprachigen Raum übernahm das Hamburger Label Grand Hotel van Cleef die Veröffentlichung.<ref>Armin Lindner: Seltsame Vögel. In: plattentests.de. Abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Wechsel zum Majorlabel und Plans (2004–2007)
Nach dem Erfolg von Transatlanticism unterschrieb die Band bei Atlantic Records. Mit Plans erschien 2005 das Majorlabel-Debüt. Das Album vergrößerte die Reichweite der Band deutlich und wurde später mehrfach im Umfeld der Grammy Awards berücksichtigt. Die Band wurde ab 2006 wiederholt für Grammys nominiert, unter anderem in Kategorien wie Best Alternative Music Album und Best Rock Album.<ref>Death Cab for Cutie – Künstlerprofil. In: grammy.com. Abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Chart-Erfolg mit Narrow Stairs und Soundtrack-Single (2008–2009)
2008 veröffentlichte die Band Narrow Stairs. Das Album erreichte in den USA Platz 1 der Billboard 200 und war damit die erste Nummer-eins-Platzierung der Band in diesen Charts.<ref>Death Cab For Cutie score first Number One album. In: NME. 21. Mai 2008, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref> 2009 folgte die Single Meet Me on the Equinox, die für den Soundtrack zum Film New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde geschrieben wurde und bisher die einzige Platzierung der Band in den deutschen Singlecharts darstellt.
Codes and Keys: stilistische Verschiebung (2010–2012)
Am 31. Mai 2011 erschien Codes and Keys. In Interviews wurde das Album als bewusster Schritt hin zu einem weniger gitarrenbetonten, stärker im Studio konstruierten Ansatz beschrieben.<ref>Progress Report: Death Cab For Cutie. In: Stereogum. 10. Dezember 2010, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref> Die Single You Are a Tourist wurde 2011 veröffentlicht. Codes and Keys erhielt später eine weitere Grammy-Nominierung.<ref>Death Cab for Cutie – Künstlerprofil. In: grammy.com. Abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Abschied von Chris Walla und Kintsugi (2013–2016)
2013 erschien eine Jubiläumsedition von Transatlanticism. Im August 2014 kündigte Gründungsmitglied Chris Walla seinen Ausstieg an. Das folgende Studioalbum Kintsugi erschien am 31. März 2015 und wurde von Rich Costey produziert. Es war das erste Death-Cab-for-Cutie-Album mit einem externen Produzenten und markierte den Übergang in eine neue Bandphase, in der Walla zwar noch am Aufnahmeprozess beteiligt war, aber nicht mehr Teil der Zukunftsplanung blieb.<ref>Death Cab For Cutie: Details zu neuem Album „Kintsugi“. In: Rolling Stone (DE). 12. Januar 2015, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Im Oktober 2016 veröffentlichte die Band die Single Million Dollar Loan. Das Lied entstand als Beitrag zur Kampagne 30 Days, 30 Songs und richtete sich inhaltlich gegen den damaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.<ref>Listen to Death Cab for Cutie’s New Anti-Trump Song “Million Dollar Loan”. In: Pitchfork. 10. Oktober 2016, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref><ref>Death Cab for Cutie's 'Million Dollar Loan': Band releases song about Donald Trump. In: Entertainment Weekly. 10. Oktober 2016, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref> In diesem Zusammenhang wurden Dave Depper und Zac Rae zunehmend nicht nur als Tourmusiker, sondern auch als fester Teil der Band wahrgenommen.<ref>Listen to Death Cab for Cutie’s New Anti-Trump Song “Million Dollar Loan”. In: Pitchfork. 10. Oktober 2016, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Thank You for Today und EP-Veröffentlichungen (2017–2020)
2018 kündigte die Band Thank You for Today an und veröffentlichte das Album am 17. August 2018. In der Kommunikation zur Platte wurde auch die neue feste Rollenverteilung mit Depper und Rae deutlich.<ref>Death Cab for Cutie Announce New Album, Share New Song. In: Pitchfork. 13. Juni 2018, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref> 2019 folgte die EP The Blue EP. Damit setzte die Band ihre Strategie fort, neue Songs nicht nur über Alben, sondern auch über kompaktere Formate zu veröffentlichen.
Asphalt Meadows, Akustikfassung und Jubiläumstour (2021–2025)
2021 erschien eine Deluxe-Ausgabe zum 20-jährigen Jubiläum von The Photo Album mit zusätzlichem Material wie Studio-Outtakes und Demos.<ref>Death Cab for Cutie Announce The Photo Album Deluxe Reissue. In: Pitchfork. 13. Oktober 2021, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Im Februar 2022 veröffentlichte die Band ein Cover von Yoko Onos Waiting for the Sunrise im Kontext eines von Gibbard kuratierten Tribute-Projekts.<ref>Hear Death Cab For Cutie Cover Yoko Ono’s ‘Waiting for the Sunrise’. In: Rolling Stone. 11. Februar 2022, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Am 16. September 2022 erschien das zehnte Studioalbum Asphalt Meadows, produziert von John Congleton. Kritiken hoben dabei unter anderem die energiegeladenere, weniger „polierte“ Produktion hervor.<ref>Death Cab for Cutie – Asphalt Meadows (Review). In: Pitchfork. 16. September 2022, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref> Am 10. März 2023 folgte eine vollständige Akustik-Neuaufnahme unter dem Titel Asphalt Meadows (Acoustic). Die Veröffentlichung wurde von der Band unter anderem mit dem Low-Cover The Plan als Tribut an Mimi Parker gerahmt.<ref>Death Cab for Cutie Pay Tribute to Low’s Mimi Parker With Cover of “The Plan”. In: Pitchfork. 31. Januar 2023, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref><ref>Asphalt Meadows (Acoustic). In: Bandcamp. Abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Im Herbst 2023 startete eine gemeinsame Arena-Tour mit The Postal Service, bei der Transatlanticism und Give Up anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums vollständig gespielt wurden. Es handelte sich zugleich um die ersten Live-Auftritte von The Postal Service seit rund einem Jahrzehnt.<ref>The Postal Service and Death Cab for Cutie Announce 2023 Tour. In: Pitchfork. 8. Dezember 2022, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Plans spielte die Band im Juli und August 2025 vier Konzerte, bei denen das Album vollständig gespielt wurde. Die Shows fanden in Seattle (Climate Pledge Arena), Chicago (Chicago Theatre) und New York (Brooklyn Paramount) statt.<ref>Death Cab for Cutie Announce Plans 20th Anniversary Shows. In: Pitchfork. 11. Februar 2025, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>
I Built You A Tower (2026–heute)
Im Januar 2026 gab die Band bekannt, nach über 20 Jahren und sechs Albumveröffentlichungen bei Atlantic Records einen Labelwechsel vollzogen zu haben. Künftige Veröffentlichungen erscheinen demnach bei ANTI-Records, einem Schwesterlabel von Epitaph Records. Sänger Ben Gibbard äußerte sich in diesem Zusammenhang positiv über den Neuanfang und die Zusammenarbeit mit dem Label. Gleichzeitig kündigte die Band eine umfangreiche Nordamerika-Tour für den Sommer 2026 an.<ref>Death Cab for Cutie Sign to ANTI- Records. In: Flood Magazine. 23. Januar 2026, abgerufen am 23. Januar 2026.</ref>
Im März 2026 kündigte die Band ihr neues Studioalbum I Built You A Tower an, das im Juni 2026 erscheinen soll. Zuvor wurde die erste Single Riptides samt Musikvideo veröffentlicht.
Das Album wurde in einem Zeitraum von drei Wochen mit dem Produzenten John Congleton in dessen Studio Animal Rites in Los Angeles aufgenommen. Einige Parts entstanden zudem in den Heimstudios der Bandmitglieder in Seattle, Bellingham, Los Angeles und Portland. Laut Sänger Ben Gibbard behandelt der Song „Riptides“ die Schwierigkeit, persönliche Herausforderungen zu bewältigen, während die Welt um einen herum Tragödien und Verluste erlebt, und die lähmende Wirkung, wenn sich diese Erfahrungen miteinander verweben.<ref>Death Cab For Cutie Announce New Album I Built You A Tower: Hear “Riptides”. In: Stereogum. 16. März 2026, abgerufen am 25. März 2026.</ref>
Diskografie
Studioalben
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Livealben
- 2014: Live 2012 feat. Magik*Magik Orchestra
- 2021: Live At The Showbox
EPs
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Weitere EPs
- 2000: Forbidden Love
- 2002: The Stability
- 2011: Keys and Codes Remix
- 2019: The Blue
Singles
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Weitere Singles
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Videoalben
- 2005: Drive Well, Sleep Carefully
- 2006: Directions: The Plans Video Album
- 2011: Live at the Mt. Baker Theatre
Auszeichnungen für Musikverkäufe
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Quellen
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