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Oberscheckenbach

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Oberscheckenbach
Gemeinde Ohrenbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(136)&title=Oberscheckenbach 49° 28′ N, 10° 12′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(136) 49° 27′ 42″ N, 10° 12′ 5″ O
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Höhe: 421 m ü. NHN
Einwohner: 136 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/>
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 91620
Vorwahl: 09865
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Oberscheckenbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Ohrenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Oberscheckenbach hat eine Fläche von 5,534 km². Die Gemarkung ist in 393 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 14.082,32 m² haben.<ref>Gemarkung Oberscheckenbach (093014). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Gumpelshofen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Das Kirchdorf liegt auf freier Flur, etwa einen Kilometer südwestlich des namengebenden Hauptorts der Gemeinde am Gickelhäuser Bach (am Oberlauf Scheckenbach genannt), ein rechter Tauber-Zufluss, der südwestlich entwässert. Die Staatsstraße 2419 führt nach Reichardsroth (2,8 km nördlich) bzw. an Gumpelshofen vorbei nach Reichelshofen (2,7 km südlich). Die Kreisstraße AN 32 führt nach Gickelhausen (2 km westlich) bzw. nach Ohrenbach (0,9 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Adelshofen zur AN 8 (3,3 km südwestlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 23. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Durch Oberscheckenbach führt der 16 km lange Glaubensweg, an dem christliche Symbolsteine aus fränkischem Muschelkalk aufgestellt sind.

Geschichte

Ursprünglich hieß der Ort „Scheckenbach“. Um eine Verwechslung mit „Scheckenbach an der Tauber“ (=Tauberscheckenbach) zu vermeiden, wurde er später auch als „Scheckenbach auf der Ebene“ oder als „Oberscheckenbach“ bezeichnet. Vermutlich wurde er schon vor dem 8. Jahrhundert gegründet. Als die Herren von der Roten Burg im 8. Jahrhundert für die Neubekehrten eine Kapelle stifteten, gab es den Ort bereits.

1306 verkaufte Albert von Hohenloch seine Güter an das Kloster Heilsbronn.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, Sp. 404f.</ref>

Die Kapelle wich im Spätmittelalter einer Chorturmanlage, der St. Kilianskirche, die eine Filiale von St. Johannis (Ohrenbach) war. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche schwer beschädigt. 1667 mussten Turm und Langhaus zum großen Teil abgetragen und neu errichtet werden, der Turm wurde dabei um ein Stockwerk niedriger gehalten. 1891 wurde ein Friedhof um die Kirche angelegt.

Unter Führung des französischen Generals Ezéchiel de Mélac haben im November 1688 französische Mordbrenner 12 Häuser angezündet und einen Schaden von mindestens 4285 Gulden angerichtet.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 76f.</ref>

Mit dem Gemeindeedikt Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Oberscheckenbach dem Steuerdistrikt Ohrenbach zugewiesen.<ref name="OV 1818"/> Wenig später entstand die Ruralgemeinde Oberscheckenbach. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Rothenburg zugeordnet<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 66 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Gumpelshofen wurde erst später, jedoch vor 1840 von Ohrenbach nach Oberscheckenbach umgemeindet.<ref name="OV 1846"/> Ab 1862 übernahm das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und das Stadt- und Landgericht Rothenburg ob der Tauber die Gerichtsbarkeit (1879 in Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gemeinde Oberscheckenbach hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,548 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Ohrenbach eingemeindet.<ref> </ref><ref>Ohrenbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>

Baudenkmäler

In Oberscheckenbach gibt es drei Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Ohrenbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Haus Nr. 4: Ehemaliges Wohnstallhaus
  • Haus Nr. 13: Ehemaliges Wohnstallhaus
  • Haus Nr. 20: Evang.-luth. Filialkirche St. Kilian

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Bodendenkmäler

In der Gemarkung Oberscheckenbach gibt es 15 Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Oberscheckenbach

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 129 192 202 195 184 166 196 195 227 214 204 198 190 202 196 209 200 202 175 349 333 308 200 216
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 18 33 35 35 38 37 39 38 37
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 68 (Digitalisat).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 226 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 182, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1073, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 171 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1239, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1174–1175 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1246 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1285–1286 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1113 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 816 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 171 (Digitalisat).</ref>

Ort Oberscheckenbach

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 129 112 117 129 145 128 131 225 135 149 136
Häuser<ref name="Häuser"/> 18 22 23 24 26 27 26 32
Quelle <ref name="OV 1818"/> <ref name="OV 1846"/> <ref name="OV 1861"/> <ref name="OV 1875"/> <ref name="OV 1885"/> <ref name="OV 1900"/> <ref name="OV 1925"/> <ref name="OV 1950"/> <ref name="OV 1961"/> <ref name="OV 1970"/> <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 330 (Digitalisat).</ref>

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes der Täufer (Ohrenbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Bildung

  • Grundschule mit ca. 130 Schülern

Veranstaltungen

Im November feiert die Gemeinde Oberscheckenbach Kirchweih. 2014 fand, nach 15 Jahren Pause auch wieder ein Kirchweihumzug mit sechs Wägen statt.

Literatur

Weblinks

Commons: Oberscheckenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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