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Lohr (Insingen)

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Lohr
Gemeinde Insingen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(248)&title=Lohr 49° 20′ N, 10° 10′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(248) 49° 19′ 41″ N, 10° 10′ 7″ O
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Höhe: 386 m ü. NHN
Einwohner: 248 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/>
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91610
Vorwahl: 09861

Lohr (<templatestyles src="IPA/styles.css" />[loːɐ̯] <phonos file="De-Lohr.ogg"></phonos>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Insingen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Lohr hat eine Fläche von 7,308 km². Sie ist in 833 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8773,03 m² haben.<ref>Gemarkung Lohr (092992). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 27. September 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Leuzhof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Das Kirchdorf liegt am Lohrbach, einem linken Zufluss der Tauber. Im Südosten erhebt sich die bewaldete Anhöhe Reinhardsberg (438 m ü. NHN), 1 km nordöstlich der Haarbuck. Die Staatsstraße 2419 führt nach Rothenburg ob der Tauber (4,5 km nördlich) bzw. nach Insingen (3 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Bockenfeld zur Kreisstraße AN 33 (2 km östlich) bzw. zur Staatsstraße 1040 (1,6 km westlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

1381 wurde das Dorf mit dem Schloss (Burg Lohr) zerstört. Unter Führung des französischen Generals Ezéchiel de Mélac sollen im November 1688 französische Mordbrenner 28 Häuser angezündet und einen Schaden von 7909 Gulden angerichtet haben.

1801 gab es 24 Haushalte, von denen 16 der Reichsstadt Rothenburg, 7 Brandenburg-Ansbach und 1 dem Ansbacher Eigenherrn Seefried untertan waren.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 392f.</ref>

Mit dem Gemeindeedikt wurde der Steuerdistrikt Lohr gebildet.<ref name="OV 1818"/> Zu diesem gehörten Bettenfeld, Burgstall, Herrnwinden, Hollermühle, Lohrbach, Mittelmühle und Obermühle. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Lohr, zu der der Leuzhof gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Rothenburg zugeordnet<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 66 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Ab 1862 übernahm das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und das Stadt- und Landgericht Rothenburg ob der Tauber die Gerichtsbarkeit (1879 in Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gemeinde 1964 hatte eine Gebietsfläche von 7,329 km².<ref name="OV 1961"/> Mit der Gebietsreform in Bayern wurde Lohr am 1. Mai 1978 nach Insingen eingemeindet.<ref> </ref>

Baudenkmäler

In Lohr gibt es sechs Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Insingen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Egydius: neuromanische Saalkirche mit Ostturm, 1854/57; mit Ausstattung
  • Friedhof: ummauerte Anlage, 1904; mit Grabsteinen
  • Rothenburger Straße 8: ehemaliges Pfarrhaus, Halbwalmdachbau, Fachwerkobergeschoss, 18. Jahrhundert
  • Rothenburger Straße 10: Gasthof zum Roß, zweigeschossiger, verputzter Fachwerkbau, Satteldach mit Schopfwalm, 18. Jahrhundert
  • Rothenburger Straße 11: ehemaliges Pfarrhaus, zweigeschossiger verputzter Krüppelwalmdachbau, 1834.
  • Rothenburger Straße 14: Lehrerwohnhaus, ehemalige Schule, zweigeschossiger, verputzter Walmdachbau, Mitte 19. Jahrhundert

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Einwohnerentwicklung

Gemeinde Lohr

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 247 243 270 251 257 239 261 253 240 247 256 258 254 266 277 260 271 273 248 414 392 361 263 251
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 40 44 40 43 43 46 46 49 53
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 56 (Digitalisat). Für die Gemeinde Lohr zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Leuzenhof (S. 54).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 225 (Digitalisat). </ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 182, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1073, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 171 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1239, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1174 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1245 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1285 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1112 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 815 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 170 (Digitalisat).</ref>

Gemeindeteil Lohr

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 232 227 237 241 229 231 249 341 244 235 248
Häuser<ref name="Häuser"/> 38 42 41 43 43 46 50 57
Quelle <ref name="OV 1818"/> <ref name="OV 1846"/> <ref name="OV 1861"/> <ref name="OV 1875"/> <ref name="OV 1885"/> <ref name="OV 1900"/> <ref name="OV 1925"/> <ref name="OV 1950"/> <ref name="OV 1961"/> <ref name="OV 1970"/> <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 328 (Digitalisat).</ref>

Religion

Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Egydius und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Laurentius (Gebsattel) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Commons: Lohr (Insingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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