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Carissa carandas

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Carissa carandas
Datei:Carissa carandas tree.JPG

Carissa carandas

Systematik
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Rauvolfioideae
Tribus: Carisseae
Gattung: Wachsbäume (Carissa)
Art: Carissa carandas
Wissenschaftlicher Name
Carissa carandas
L.
Datei:Carissa carandas flowers.JPG
Laubblätter und Blütenstände mit fünfzähligen Blüten
Datei:Carissa carandas fruits.JPG
Karanda-Früchte am Strauch

Carissa carandas ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Wachsbäume (Carissa) in der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Die Karanda genannten Früchte sind essbar.<ref name="tribuneindia" /><ref name="Morton1987" />

Beschreibung

Erscheinungsbild und Blatt

Carissa carandas wächst als immergrüner, kletternder oder selbständig aufrechter Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 5 Meter erreichen kann. An den Ästen<ref name="Morton1987" /> befinden sich bis zu 5 cm lange, paarig angeordnete, einfache oder gegabelte, scharfe Dornen.<ref name="FoC" /> Die Pflanzenteile enthalten einen klebrigen Milchsaft (Latex).<ref name="Morton1987" /> Die braune Borke ist dick und furchig.

Die gegenständig angeordneten, ganzrandigen Laubblätter sind kurz gestielt. Die dunkelgrünen, ledrigen,<ref name="Morton1987" /> einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von 3 bis 7,5 cm und einer Breite von 1,5 bis 4 cm eiförmig bis rundlich oder eilanzettlich bis länglich oder verkehrt-eiförmig mit spitzer bis abgerundeter Spreitenbasis und abgerundetem bis bespitztem, spitzem oder rundspitzigem bis eingebuchtetem oberen Ende. Es sind etwa acht Paare Seitennerven vorhanden.<ref name="FoC" /> Die Blattoberseite ist glänzend.<ref name="Morton1987" />

Blütenstand und Blüten

Die Blütezeit reicht in China von März bis Juni. Endständig auf 1,5 bis 2,5 cm langen Blütenstandsschäften stehen in zymösen Blütenständen meist nur 3–12 Blüten zusammen. Die Deckblätter (Brakteolen) sind winzig. Die Blütenstiele sind etwa so lang oder länger wie der Kelch.<ref name="FoC" />

Die duftenden Blüten sind zwittrig und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf kleinen, 2,5 bis 7 mm langen, roten und spitzen Kelchblätter besitzen innen an ihrer Basis viele Drüsen. Die roten bis weißen bis hellrosafarbenen Kronblätter sind auf einer Länge von bis zu 2 cm röhrig verwachsen. Die rote, lange Kronröhre ist innen flaumig behaart. Die fünf, bei einer Länge von etwa 1 cm, eilanzettlichen Kronlappen enden spitz und überlappen sich nach links; sie sind flaumig behaart und bewimpert. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. In jeder Fruchtknotenkammer befinden sich viele Samenanlagen. Die fünf kurzen Staubblätter oben in der Kronröhre sind eingeschlossen.<ref name="FoC" />

Früchte

Die bei Reife rötlichen bis rot- oder schwarz-violetten, mehrsamigen und glatten Beeren, mit dünner, zäher, fein weißlich punktierter Schale, sind bei einer Länge von 1,5 bis 2,5 cm und einem Durchmesser von 1 bis 2 cm rundlich bis ellipsoid.<ref name="FoC" /> Das im Geschmack mehr oder weniger säuerliche Fruchtfleisch ist rötlich und sehr saftig. Sie enthalten Milchsaft.<ref name="Morton1987" /> Die Früchte reifen in China zwischen Juli und Dezember.<ref name="FoC" /> Es sind bis zu 8 abgeflachte, braune Samen enthalten.

Chromosomenzahl

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.<ref name="FoC" />

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Carissa carandas umfasst Indien, Sri Lanka, Myanmar, Kambodscha, Taiwan, die chinesischen Provinzen Fujian, Guangdong, Guizhou sowie Hainan, Thailand, Malaysia, Indonesien<ref name="FoC" /> und die Philippinen.

Verwendung

Die Früchte werden sowohl frisch als auch eingelegt gegessen. Sie werden häufig zum Kochen für Chutneys, Currys und Süßspeisen verwendet.

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Carissa carandas erfolgte 1767 durch Carl von Linné, in Mantissa Plantarum, 1, S. 52. Synonyme für Carissa carandas <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Arduina carandas <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) K.Schum., Carissa congesta <templatestyles src="Person/styles.css" />Wight, Damnacanthus esquirolii <templatestyles src="Person/styles.css" />H.Lév.<ref name="tropicos" />

Quellen

  • Bingtao Li, Antony J. M. Leeuwenberg & David J. Middleton: Apocynaceae, Carissa carandas, S. 146 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 16 – Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995, ISBN 0-915279-33-9 (Abschnitt Beschreibung und Verbreitung).

Einzelnachweise

<references> <ref name="FoC">Bingtao Li, Antony J. M. Leeuwenberg & David J. Middleton: Apocynaceae, Carissa carandas, S. 146 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 16 - Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995, ISBN 0-915279-33-9.</ref> <ref name="tribuneindia">Carissa carandas bei Agriculture Tribune vom 21. Oktober 2002.</ref> <ref name="Morton1987">J. Morton Karanda, S. 422–424, In: Julia F. Morton: Fruits of warm climates, Miami, 1987, online bei New Crop bei der Purdue University.</ref> <ref name="tropicos">Carissa carandas bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks

Commons: Carissa carandas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien