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Leuchtturm Kollicker Ort

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Vorlage:Infobox Leuchtturm+ Der Leuchtturm Kollicker Ort war ein Leuchtturm an der Ostküste der Halbinsel Jasmund auf Rügen und wurde im August 2025 vorsorglich außer Betrieb genommen. Er ist baugleich mit dem 2002 abgebauten Leuchtturm Ranzow (ehemals mit Standort bei Lohme einige Kilometer nordwestlich vom Kollicker Ort), der von 2004 bis 2019 als Teil des Flächendenkmals (mit Seezeichen-Exponaten) am Kap Arkona aufgebaut war und seit Juni 2021 eine neue Verwendung als Leuchtturm Lauterbach gefunden hat.

Geschichte

Der Leuchtturm wurde 1904, ebenso wie der Leuchtturm Norddorf und Leuchtturm Ranzow, von der Firma Julius Pintsch gebaut und am 1. April 1905 in Betrieb genommen.<ref>Mehr Leuchtfeuer an Rügens Küste: Wie die Sicherheit der Schiffe vor 120 Jahren gewähleistet wurde in Ostsee-Zeitung vom 21. August 2022</ref> Er dient als Quermarkenfeuer für den Hafen Sassnitz und als Orientierungsfeuer für die Prorer Wiek. Der weiße Turm besteht aus 24 gusseisernen Elementen und hat eine Höhe von sechs Metern, hinzu kommt ein kegelförmiger Kupferdachaufbau mit einer Windrose. Das Leuchtfeuer besaß eine Parabolspiegel-Ausstattung und eine Gaslampe, was um die Jahre 1900 der Betriebsausrichtung der Firma Pintsch entsprach. Die Leuchtfeuertechnik wurde 1936 vom Gasbetrieb umgestellt auf ein elektrisches Leuchtfeuer; weitere Umbauten erfolgten 1978 und 2000 auf Halogenleuchtmittel und Gürtellinsenbetrieb.

Datei:Rügen Postkarte 015.jpg
Historische Postkarte

Der Leuchtturm befand sich an der Ostseite der Halbinsel Jasmund im gleichnamigen Nationalpark im Gebiet der Rügener Kreidefelsen zwischen Königsstuhl und Kieler Ufer. Der Leuchtturm Kollicker Ort war via Fernwartung bis zur Löschung im Juli 2025 in Betrieb. Wegen eines akuten Absturzrisikos wurde der Turm am 9. September 2025 zerlegt und von einem Airbus Helicopters H225 abtransportiert.<ref>Rügen: Leuchtfeuer "Kollicker Ort" ist endgültig Geschichte. NDR, 10. September 2025, abgerufen am 13. September 2025.</ref>

Die Verantwortlichkeit für den Leuchtturm (Wartung und Unterhaltung) lag zuletzt beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee.<ref name="wsa" />

Literatur

Siehe auch

Weblinks

  • GDWS - Leuchttürme. Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt. In: gdws.wsv.bund.de. 1. Mai 2013;.
  • Erich Hartmann: Leuchtturm Kollicker Ort. In: deutsche-leuchtfeuer.de. 6. Juni 2009;.
  • Alexander Trabas: Leuchtturm Kollicker Ort. In: listoflights.org. 2023;.
  • Matthias Hünsch: Molenfeuer. In: leuchtturm-atlas.de. 2009;.
  • Gerd Liedtke: Ostsee Rügen Jasmund. In: baken-net.de. 7. April 2016;.

Einzelnachweise

<references> <ref name="ng2"> Registrierungen:

</ref>

<ref name="wsa"> WSA Ostsee - Startseite. In: wsa-ostsee.wsv.de. 29. September 2021;. </ref>

<ref name="rrg4"> Russ Rowlett: Lighthouses of Germany: Vorpommern - Rügen. In: The Public's Library and Digital Archive. University of North Carolina at Chapel Hill. 2025;. </ref> </references>

Vorlage:Navigationsleiste Leuchtturmlisten Deutschland