Zum Inhalt springen

Russula subsect. Decolorantinae

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. Juli 2020 um 14:18 Uhr durch imported>Toxoplasma II..
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Russula subsect. Decolorantinae
Datei:2008-08-26 Russula decolorans Fr 90606.jpg

Der Orangerote Graustiel-Täubling (Russula decolorans) ist die Typart der Untersektion Decolorantinae

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)
Ordnung: Täublingsartige (Russulales)
Familie: Täublingsverwandte (Russulaceae)
Gattung: Täublinge (Russula)
Untersektion: Russula subsect. Decolorantinae
Wissenschaftlicher Name
Russula subsect. Decolorantinae
R. Maire

Russula subsect. Decolorantinae ist eine Untersektion aus der Gattung Russula, die innerhalb der Sektion Polychroma steht. Das Taxon wurde von R. Maire definiert und wird auch von Romagnesi im Rang einer Sektion verwendet, die bei ihm innerhalb der Untergattung Coccinula steht. Die Typart ist Russula decolorans, der Orangerote Graustiel-Täubling.

Merkmale

Bei den Vertretern der Decolorantinae handelt es sich um mittelgroße bis große, kräftige und festfleischige Täublinge. Der Stiel hat eine mehr oder weniger feste Rinde und ist nicht oder nur im Alter leicht eindrückbar. Die Huthaut ist glänzend. Mit Eisensulfat verfärbt sich das Fleisch mehr oder weniger rötlich, aber niemals grünlich, die Anilinreaktion ist negativ. Das Fleisch schmeckt mild, nur in den Lamellen von jungen Fruchtkörpern kann es manchmal auch leicht schärflich schmecken. Die Fruchtkörper schwärzen oder grauen im Alter oder bei Verletzung und riechen niemals nach Krabben oder Fisch. Das Sporenpulver ist dunkel ocker oder gelb.

Die Basidien sind länglich oder stämmig und messen bis zu 60(70) × 10–15 µm. Die länglichen Zystiden sind zahlreich und werden bis zu 100 µm lang (im Alter noch länger). Sie stehen deutlich hervor. Die Sporen sind stachelig oder warzig und haben gewöhnlich einen deutlich definierten, amyloiden Hilarfleck. In der Huthaut findet man mehr oder weniger viele Pileozystiden, die sich meist mit Sulfovanillin oder Sulfobenzaldehyd anfärben lassen, mitunter aber nur schwach. Säurefeste Inkrustierungen oder Primordialhyphen kommen hingegen nicht vor. Das Pigment befindet sich in Vakuolen und kommt niemals extrazellulär vor.<ref name="bon-key" /><ref name="spanisch" />

Deutscher Artname Wissenschaftlicher Artname Autor
Orangeroter Graustiel-Täubling Russula decolorans (Fr.) Fr. (1838)
Russula seperina Russula seperina Dupain (1913)

Systematik

Singer platziert alle Graustieltäublingsarten in seiner Untersektion Decolorantes, da er die Verfärbung des Fleisches für ein wichtiges taxonomisches Merkmal hält. Romagnesi hingegen glaubt, dass Huthautstrukturen als Indiz für die phylogenetische Verwandtschaft wesentlich wichtiger sind. Daher trennt er den Orangeroten Graustiel-Täubling und die mediterrane Art Russula seperina von den anderen Graustieltäublingen ab und stellt sie in die Untersektion Decolorantinae. Den Gelben und den Weinroten Graustiel-Täubling hingegen stellt er in die Untersektion Integroidinae, da die beiden Arten zwar Primordialhyphen, aber keine Pileozystiden besitzen. Bon folgt Romagnesi und übernimmt Romagnesis Untersektion Decolorantinae auch in sein System.<ref name="Einhellinger" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="bon-key"> Monographic Key to European Russulas (1988). (PDF; 1,4 MB) In: The Russulales Website w3.uwyo.edu. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Juli 2010; abgerufen am 6. Juli 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Übersetzung von M. Bons Russula-Schlüssel). </ref> <ref name="spanisch"> Russulas. (PDF DOC) Micologia.biz Web de micología Europea, S. 133, abgerufen am 6. Juli 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Einhellinger"> Alfred Einhellinger: Die Gattung Russula in Bayern. In: Bibliotheca Mycologica. 3. Auflage. Band 112. Berlin / Stuttgart 1994, ISBN 3-443-59056-X, S. 64. </ref> </references>