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Hermann Vering

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Datei:WP Hermann Vering.jpg
Hermann Vering (1878)

Johann Hermann Vering (* 4. November 1846 in Ahlen; † 6. Januar 1922 in Hamburg) war ein deutscher Bauunternehmer und Pionier des Verkehrswegebaus im 19. Jahrhundert.

Leben

Hermann Vering erlangte das Abitur am Gymnasium in Münster. Anschließend wechselte er zum Studium der Ingenieurwissenschaften an die Technische Hochschule Hannover. Hier wurde er 1869 Mitglied des Corps Slesvico-Holsatia.<ref>Corps Slesvico-Holsatia, Corpsliste, Wintersemester 1981/82, S. 26, Nr. 132</ref> Nach Teilnahme als Kriegsfreiwilliger am Deutsch-Französischen Krieg trat er 1871 in das von seinem Bruder Carl Hubert Vering im Jahre 1855 gegründete Bauunternehmen C. Vering und verantwortete seitdem die technische Leitung. Beide Brüder entwickelten in kurzer Zeit eines der größten Bauunternehmen des Deutschen Kaiserreiches und gelten als Pioniere des deutschen Verkehrswegebaus im 19. Jahrhundert mit Bauprojekten im In- und Ausland. Vering gilt insbesondere als Spezialist für Hafenbau dieser Epoche.

Stadtgeschichtliche Bedeutung erlangte er zusammen mit seinem Bruder Carl für die Elbinsel Wilhelmsburg und damit für Hamburg durch die industrielle Erschließung des dortigen Reiherstiegviertels. Er gehörte den Aufsichtsräten einer Reihe von Aktiengesellschaften an und war Donator der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung. 1904 erwarb er das Gut Wulfsdorf und baute es zu einem Mustergut aus.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte des Gut Wulfsdorf. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. Januar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gutwulfsdorf.de gutwulfsdorf.de</ref> Von 1894 bis 1912 gehörte er dem Gemeinderat von Wilhelmsburg und dem Kreistag in Harburg an.

Vering heiratete 1878 Marie, geb. von Münstermann. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.<ref name="bake">Rita Bake: Ein Gedächtnis der Stadt. Nach Frauen und Männern benannte Straßen, Plätze, Brücken in Hamburg. Band 3. Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg 2017, S. 72, 1159.</ref>

Bauwerke

Patente und Entwicklungen

  • Vorrichtung zum Ausscheiden grober Gegenstände am Baggergut. Patent Nr. 44 535<ref>Vorlage:ZentralblBauverw</ref>
  • Eimerkette für Ausschachtmaschinen. Patent Nr. 45 026<ref>Vorlage:ZentralblBauverw</ref>
  • Entwicklung von Schiffshebewerken im Zusammenhang mit der Projektierung des Donau-Moldau-Elbe-Kanals<ref>A. Riedler: Neuere Schiffshebewerke unter besonderer Berücksichtigung der Entwürfe für den Donau-Moldau-Elbe-Canal. Berlin 1897.</ref>
  • Entwicklung einer neuartigen Eisenbeton-Spundbohle, verwendet bei den Kaibauten in Kiautschou<ref>Vorlage:ZentralblBauverw</ref>

Auszeichnungen

  • 1893: Ernennung zum Ehrenburschen des Corps Slesvico Holsatia
  • 1900: Benennung der Veringstraße durch die Stadt Wilhelmsburg
  • 1900: Goldmedaille der Pariser Weltausstellung für die Mitarbeit am Nordostseekanal<ref>Vorlage:ZentralblBauverw</ref>
  • 1911: Verleihung der Ehrendoktorwürde (als Dr.-Ing. E. h.) der Technischen Hochschule Hannover für die Förderung großer Bauvorhaben im In- und Ausland sowie die Entwicklung von Einrichtungen zur Bewegung großer Erdmassen<ref>Vorlage:ZentralblBauverw</ref>
  • 1942: Benennung des Veringwegs in Wilhelmsburg
  • 1999: Benennung der Straße Am Veringhof in Wilhelmsburg<ref name="bake" />

Literatur

  • Enno Vering: Bahnen, Häfen und Kanäle: die Arbeitsgebiete von Carl und Hermann Vering, den Pionieren des Verkehrswegebaus im 19. Jahrhundert. 1999.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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