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Spanische Golddistel

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Spanische Golddistel
Datei:Scolymus hispanicus whole plant.jpg

Spanische Golddistel (Scolymus hispanicus)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Cichorioideae
Tribus: Cichorieae
Gattung: Scolymus
Art: Spanische Golddistel
Wissenschaftlicher Name
Scolymus hispanicus
L.

Die Spanische Golddistel oder Goldwurzel (Scolymus hispanicus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Scolymus in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung

Datei:Yellow flower with critters.jpg
Blütenkorb
Datei:Cardillos o tagarninas.jpg
Blattrippen auf dem Markt

Die Spanische Golddistel ist eine zweijährige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 100 Zentimeter erreicht. Die Art ist distelartig und wächst aufrecht sowie meist verzweigt. Der Stängel ist stachelig geflügelt.

Die herablaufenden, stachelspitzigen Stängelblätter sind starr und buchtig fiederteilig bis -schnittig. Ihre einzelnen Abschnitte sind stachelig gezähnt. Der Rand der Blätter ist nur wenig verdickt. Die unteren Blätter sind gestielt und stachelig aber weicher.

Die sitzenden oder kurz gestielten Blütenkörbe sind end- und achselständig. Ihr Durchmesser beträgt bis 3 Zentimeter. Die mehrreihigen Hüllblätter sind eilanzettlich, spitz und weisen kaum eine Behaarung auf. Sie werden von drei langen, stacheligen Hochblättern überragt. Die vielen Zungenblüten sind bis 17 Millimeter lang, goldgelb gefärbt und außen weiß behaart. Röhrenblüten fehlen.

Der Pappus der verkehrt-eiförmigen, abgeflachten Achänen besteht aus kurzen, spitzen Schuppen (Krönchen) sowie 2–3 Borsten. Die Spreublätter umschließen die Früchte.

Blütezeit ist von Juni bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.<ref name="Tropicos" />

Vorkommen

Die Spanische Golddistel kommt im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln an Wegrändern, auf Schuttplätzen und auf Brachland vor. Ihre Verbreitung reicht nördlich bis ins nordwestliche Frankreich.<ref name="P.D.Sell" />

Systematik

Es können zwei Unterarten unterschieden werden:<ref name="Euro+Med" />

  • Scolymus hispanicus <templatestyles src="Person/styles.css" />L. subsp. hispanicus
  • Scolymus hispanicus subsp. occidentalis <templatestyles src="Person/styles.css" />F. M. Vázquez: Sie kommt ursprünglich in Marokko, Algerien, Libyen, Portugal, Spanien, auf den Balearen, Frankreich, Italien und Sardinien vor.<ref name="Euro+Med" /> Auf den Kanaren ist die Ursprünglichkeit zweifelhaft.<ref name="Euro+Med" />

Die Unterart Scolymus hispanicus subsp. grandiflorus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Desf.) P. Fourn. wird heute meist als eigenständige Art Scolymus grandiflorus <templatestyles src="Person/styles.css" />Desf. angesehen.

Verwendung

Die äußeren Wurzelteile werden wie Schwarzwurzeln, die Mitteladern der Blattrosette und auch die Spreiten werden als Gemüse gegessen. Die Blüten werden wie Safran verwendet.<ref>Scolymus hispanicus bei Useful Temperate Plants.</ref>

Literatur

  • Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Was blüht am Mittelmeer? Franckh’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1987, ISBN 3-440-05790-9, S. 124.
  • T. G. Tutin et al.: Flora Europeana. Volume 4, Cambridge University Press, 1976, ISBN 0-521-08717-1, S. 304.

Weblinks

Commons: Spanische Golddistel (Scolymus hispanicus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Tropicos. [2] </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Scolymus hispanicus In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="P.D.Sell"> Peter Derek Sell: Scolymus L. In: Thomas Gaskell Tutin u. a.: Flora Europaea. Band 4, S. 304. Cambridge University Press 1976, ISBN 0-521-08717-1</ref> </references>