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Hermann Butzer

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Hermann Butzer (* 14. März 1961 in Dortmund) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und seit 2018, als Mitglied des Niedersächsischen Staatsgerichtshofes, einer von neun Verfassungsrichtern des Landes Niedersachsen.<ref>Die Mitglieder des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs. Niedersächsischer Staatsgerichtshof, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Dezember 2019; abgerufen am 26. Juni 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/staatsgerichtshof.niedersachsen.de</ref>

Werdegang

Von 1967 bis 1980 besuchte Butzer zwei Grundschulen und das Stadtgymnasium Dortmund.<ref name=":0">Almut Stoletzki: Prof. Dr. Hermann Butzer. In: Website https://www.jura.uni-hannover.de. Juristische Fakultät der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref> Nach dem Abitur leistete er den Grundwehrdienst beim Fallschirmjäger-Bataillon 271 in Iserlohn.<ref name=":0" /> Ab 1981 studierte er Rechtswissenschaft an den Universitäten Passau (1981–1982), Bonn (1982–1984), München (1984–1985) und wieder Bonn (1985–1987).<ref name=":0" /> 1982 wurde er Mitglied des Corps Guestphalia Bonn.<ref>Kösener Corpslisten 1996, 48/174.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hermann Butzer (Universität Hannover) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jura.uni-hannover.de (mit Bild).</ref> 1987 legte er die Erste Juristische Staatsprüfung vor dem Justizprüfungsamt beim Oberlandesgericht Köln ab.<ref name=":0" /> 1991 promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum zum Dr. iur.<ref>Dissertation: Immunität im demokratischen Rechtsstaat. Ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Hollenberg-Universitätspreis der Ruhr-Universität Bochum (9. November 1991), der Friedrich-v.-Klinggräff-Medaille (22. Mai 1993) und dem Wissenschaftspreis des Deutschen Bundestages für Arbeiten zum Parlamentarismus (1. Dezember 1993).</ref> Nachdem er 1992 die Zweite Juristische Staatsprüfung vor dem Landesjustizprüfungsamt Nordrhein-Westfalen bestanden hatte, wurde er 1993 Wissenschaftlicher Assistent bei Friedrich Eberhard Schnapp am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungsrecht mit besonderer Berücksichtigung des Sozialrechts.<ref name=":0" /> Im selben Jahr gehörte er mit Klaus Haack zu den Wiedergründern des Corps Guestfalia Greifswald.<ref>Kösener Corpslisten 1996, 45/406.</ref> Mit einem Habilitandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft untersuchte er von 1995 bis 1998 die Freiheitsrechtlichen Grenzen der Steuer- und Sozialabgabenlast. Die Arbeit wurde 1999 mit dem Rotary-Universitätspreis der Ruhr-Universität Bochum ausgezeichnet.<ref name=":0" /> Im Juni 2000 habilitierte er sich.<ref>Habilitationsschrift: Fremdlasten in der Sozialversicherung.</ref><ref>Habilitationsvortrag: Flucht in die polizeiliche Generalklausel?</ref> Er erhielt die Venia legendi für Staats- und Verwaltungsrecht einschließlich Sozialrecht und Verfassungsgeschichte der Neuzeit.<ref name=":0" /> Ab dem Wintersemester 2000/2001 nahm er Lehrstuhlvertretungen in Greifswald, Bonn, Erfurt und Hannover wahr. Rufe aus Greifswald und Mainz lehnte er ab.<ref name=":0" /> Am 1. Januar 2003 folgte er dem Ruf der Universität Hannover auf den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere für das Recht der staatlichen Transfersysteme.<ref name=":0" /> Im Januar 2010 gründete er mit Veith Mehde, Bernhard Blanke, Marian Döhler und Andreas Wagener das Institut für Staatswissenschaft.<ref name=":0" /> Er ist Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte.<ref name=":0" />

Ehrenämter

Im März 2006 wählte ihn der Niedersächsische Landtag zum stellvertretenden Mitglied des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs und berief ihn für sieben Jahre als Ehrenrichter.<ref name=":0" /> Seit dem 1. September 2018 ist dort ordentliches Mitglied.<ref>Barbara Budrich: Prof. Dr. iur. Hermann Butzer. In: Website https://www.budrich-journals.de. Verlag Barbara Budrich, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref> Vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2013 war er Dekan von Hannovers Juristischer Fakultät.<ref name=":0" /> Seit 2012 ist er Vorstands- und Beiratsvorsitzender des Stiftervereins Alter Corpsstudenten.

Auszeichnungen

Schriften (Auswahl)

  • Immunität im demokratischen Rechtsstaat. Verfassungsgrundlagen und Parlamentspraxis des Deutschen Bundestages. Duncker & Humblot, Berlin 1991 (zugleich: Dissertation).
  • Freiheitsrechtliche Grenzen der Steuer- und Sozialabgabenlast. Der Halbteilungsgrundsatz des Bundesverfassungsgerichts im Spannungsfeld von Globalisierung, Freiheitsrechten und Sozialstaatlichkeit. Duncker & Humblot, Berlin 1999.
  • Diäten und Freifahrt im Deutschen Reichstag. Der Weg zum Entschädigungsgesetz von 1906 und die Nachwirkung dieser Regelung bis in die Zeit des Grundgesetzes. Droste, Düsseldorf 1999.
  • Fremdlasten in der Sozialversicherung. Zugleich ein Beitrag zu den verfassungsrechtlichen Vorgaben für die Sozialversicherung. Mohr Siebeck, Tübingen 2001 (zugleich: Habil.-Schrift).
  • mit Volker Epping: Arbeitstechnik im öffentlichen Recht. Vom Sachverhalt zur Lösung. Methodik – Technik – Materialerschließung. 3. Aufl. Boorberg, Stuttgart 2006.
  • mit Anna-Lena Hollo: Die verfassungsrechtliche Zulässigkeit einer signifikanten Erhöhung des Bundeszuschusses an die Gesetzliche Rentenversicherung. Duncker & Humblot, Berlin 2017.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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