Hochenergiephysik
Die Hochenergiephysik (HEP) ist ein Teilgebiet der Physik, das sich aus der Kernphysik zu einer eigenen Disziplin entwickelte.<ref></ref> Sie untersucht den Aufbau der kleinen und kleinsten Teilchen und Elementarteilchen und deren Reaktionen miteinander. Sie ist ein Sammelbegriff für die Teilchenphysik und die hochenergetische Schwerionenphysik.
Die Forschungsergebnisse der HEP sind für ein Verständnis des Aufbaus der heutigen Welt relevant, aber auch des frühen Universums in einem extrem heißen Stadium, in der andere Kern- und Teilchenreaktionen stattfanden, als sie heute bekannt sind.
Bei der Suche nach neuen Teilchen und Wechselwirkungen sind hohe Energien im GeV- und TeV-Bereich notwendig. In modernen, großen Teilchenbeschleunigern, wie beispielsweise Speicherringen, bringt man Elementarteilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit und lässt sie nahezu frontal miteinander kollidieren. Für derartige Experimente werden spezielle Teilchendetektoren eingesetzt.
Hochenergiephysik (HEP) ist nicht zu verwechseln mit der Hochenergiedichtephysik (HEDP).
Geschichte
Die Geschichte der Hochenergiephysik (HEP) beginnt mit der Verfügbarkeit von Teilchenbeschleunigern im o. g. Hochenergiebereich. Die Ursprünge der Beschleunigerphysik sind jedoch mit Zyklotronen, Van-de-Graaff- Cockcroft-Walton-Maschinen und anderen Apparaturen verbunden, die ab den 1930er Jahren im Rahmen der Kernforschung entwickelt und genutzt wurden.
Beschleunigeranlagen (Beispiele)
Anlagen, an denen Experimente der Hochenergiephysik durchgeführt werden oder wurden, sind u. a.:
- HERA am DESY in Hamburg
- Institut für Hochenergiephysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften
- JINR in Dubna, Russland
- LEP, SPS und LHC am CERN bei Genf, Schweiz
- Tevatron am Fermilab in der Nähe von Chicago, USA
- Relativistic Heavy Ion Collider in Brookhaven, USA
- UNILAC, SIS, und ESR am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.<ref>Eine Anlage, tausend Möglichkeiten. GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, abgerufen am 24. Februar 2020.</ref>
Veröffentlichungen
Seit Januar 2014 werden im Rahmen des internationalen Open-Access-Projekts „SCOAP3“<ref>SCOAP3 – The Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics. Abgerufen am 13. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> alle das Fachgebiet betreffenden Artikel in einschlägigen Journalen für Hochenergiephysik (HEP) frei zugänglich gemacht.<ref>deutschlandfunk.de: Bibliotheken - Open Access auf breiter Front. Abgerufen am 13. April 2023.</ref> Damit übernimmt die HEP eine Vorreiterrolle bei der internationalen Open-Access-Transformation. Für Deutschland gibt es drei nationale Kontaktstellen für SCOAP3:
- Helmholtz-Gemeinschaft – vertreten durch das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY)
- Max-Planck-Gesellschaft (MPG)
- SCOAP3-DH – vertreten durch die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften als nationale Kontaktstelle für die deutschen Hochschulen und sonstige Forschungseinrichtungen
Als bekannte Suchmaschine für Fachbeiträge aus der Kern- und Teilchenphysik (auch HEP) gilt INSPIRE-HEP (ehem. SPIRES).<ref>About INSPIRE – INSPIRE help. Abgerufen am 13. April 2023.</ref>
Siehe auch
- Äquivalenz von Masse und Energie und Energie-Zeit-Unschärferelation
- Atomare Einheiten
- Natürliche Einheiten
Literatur
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- Fachjournal: Annual Review of Nuclear and Particle Science
Weblinks
Einzelnachweise
<references />