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Peter Hofer (Politiker)

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Datei:Peter Hofer 5.PNG
Peter Hofer

Peter Hofer (* 2. Oktober 1905 in St. Michael bei Kastelruth; † 2. Dezember 1943 in Bozen) war in den 1930er und 1940er Jahren ein nationalsozialistischer Politiker und seit 1943 „Volksgruppenführer“<ref>Michael Wedekind: Nationalsozialistische Besatzungs- und Annexionspolitik in Norditalien 1943 bis 1945: die Operationszonen "Alpenvorland" und "Adriatisches Küstenland", Band 38 von Militärgeschichtliche Studien, Oldenbourg Verlag, 2003, ISBN 3-48656-650-4, S. 526, hier S. 140.</ref> in Südtirol.

Leben

Datei:BZLZ 1943 09 13 1 Peter Hofer.png
Peter Hofers Aufruf in der ersten Ausgabe des nationalsozialistischen Bozner Tagblatts vom 13. September 1943
Datei:Peter Hofer Obituary 1943.png
Todesanzeigen für Peter Hofer im Bozner Tagblatt vom 4. Dezember 1943, u. a. von Gauleiter Franz Hofer

Hofer wurde als Sohn der Wirtsleute Anton Hofer und Barbara geb. Told geboren. Nachdem seine Eltern nach Bozen übersiedelt waren, erlernte er das Schneiderhandwerk, das er in der Folge als Meister ausübte.

1933 wurde Hofer Kreisleiter des nationalsozialistisch ausgerichteten VKS Bozen, ab 1935 war er Landesführer. 1940 wurde er geschäftsführender Leiter der AdO, der Organisation der Südtiroler, die ins Deutsche Reich abwandern wollten.

Am 25. August 1940 heiratete er die Bozner Apothekerin Lisl Wagner in St. Konstantin bei Völs.<ref>Menükarte anlässlich der Hochzeit des Gauleiters Peter Hofer und Dr. Lisl Wagner am 25. August 1940 in St. Konstantin am Schlern, abgerufen am 9. November 2024.</ref>

Nach dem Einmarsch der Deutschen (siehe OZAV) wurde er am 21. September 1943 vom Obersten Kommissar Franz Hofer zum Präfekten der Provinz Bozen ernannt.<ref>Ausgabe vom 22. September 1943 des Bozner Tagblatts, S. 1.</ref>

Am 2. Dezember 1943 wurden er und seine drei Begleiter Josef Vieider, Luis Bernard und Josef Alfreider durch eine Fliegerbombe bei einer Inspektionsfahrt in der Bozner Weggensteinstraße getötet.<ref>Ausgabe vom 6. Dezember 1943 des Bozner Tagblatts, S. 1.</ref> Hofers Leichnam wurde zunächst im Bozner Rathaus öffentlich aufgebahrt, wo die offizielle Trauerfeier der NS-Behörden am 5. Dezember 1943 stattfand, sodann nach Kastelruth zur Beerdigung überführt. Am selben Tag wurde sein Nachfolger Karl Tinzl ernannt.

Literatur

  • Margareth Lun: NS-Herrschaft in Südtirol: die Operationszone Alpenvorland 1943–1945. (Innsbrucker Forschungen zur Zeitgeschichte 22). Studien-Verlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2004, ISBN 3-7065-1830-9.
  • Hannes Obermair: „Großdeutschland ruft!“ Südtiroler NS-Optionspropaganda und völkische Sozialisation – „La Grande Germania chiamaǃ“ La propaganda nazionalsocialista sulle Opzioni in Alto Adige e la socializzazione ‚völkisch‘. 2., erw. Auflage. Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte, Schloss Tirol 2021, ISBN 978-88-95523-36-1, S. 20 ff.
  • Michael Wedekind: Nationalsozialistische Besatzungs- und Annexionspolitik in Norditalien 1943 bis 1945: die Operationszonen "Alpenvorland" und "Adriatisches Küstenland" (Militärgeschichtliche Studien 38). München, Oldenbourg Verlag 2003, ISBN 3-48656-650-4.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />