Zum Inhalt springen

Howard Shore

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. Januar 2026 um 07:38 Uhr durch imported>APPERbot (Bot: Fix Links auf www.bpi.co.uk, Aliasparameter ersetzt, Kategorien umsortiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Howard Shore in 2010.jpg
Howard Shore (2010)

Howard Leslie Shore, [ˈhaʊˌəd ˈlɛzlɪ ˈʃɔə] (BrE) oder [ˈhaʊərd ˈɫezɫɪ ˈʃɔr] (AmE), (* 18. Oktober 1946 in Toronto, Ontario<ref>Howard Shore – Klassikradio. Klassik Radio, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Februar 2021; abgerufen am 16. August 2025.</ref>) ist ein vielfach ausgezeichneter kanadischer Dirigent und Komponist von Film-, Kammer- und Konzertmusik. Der dreifache Oscargewinner ist heute besonders wegen seiner Musik für die Filmtrilogien Der Herr der Ringe und Der Hobbit bekannt.

Leben

Shore studierte an der Berklee School of Music in Boston. Zwischen 1969 und 1972 machte er Aufnahmen mit der Gruppe Lighthouse. Bekannt wurde Shore als Mitbegründer und musikalischer Leiter der Band in der NBC-Show Saturday Night Live. Von 1975 bis 1980 dirigierte er die Band der Show.

Howard Shore hat die Filmmusiken zu einer Vielzahl von Spielfilmen komponiert. Zu seinen sehr unterschiedlichen Arbeiten gehören die Vertonungen von Das Schweigen der Lämmer, Philadelphia, Ed Wood, Sieben, Panic Room und Aviator.<ref name="allmusic">Howard Shore. AllMusic, abgerufen am 6. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Einen wesentlichen Stellenwert in seinem Schaffen nimmt auch die langjährige Zusammenarbeit mit dem kanadischen Regisseur David Cronenberg ein, für den er zahlreiche Filme mit Musik unterlegt hat, u. a. Die Fliege, Naked Lunch – Nackter Rausch, Spider und A History of Violence.<ref name="allmusic" />

Seine bekannteste Arbeit ist die Musik für die Herr-der-Ringe-Trilogie von Peter Jackson. Nach eigenen Angaben studierte Shore für die in diesem Stück verwendete Leitmotivtechnik intensiv die Oper Das Rheingold von Richard Wagner. Die Kompositionen zu den drei Filmen arrangierte Shore zu einer aus sechs Sätzen bestehenden Suite für den Konzertsaal.

Im Interview mit Emanuel Levy nennt er die fast vier Jahre, die er über Der Herr der Ringe verbracht hat, die herausforderndste und dankbarste Aufgabe seiner Karriere und bezeichnet sie überhaupt als die Zusammenfassung seiner künstlerischen Arbeit.<ref>Emanuel Levy: Talking with Howard Shore on Film Music. In: emanuellevy.com. 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. November 2006; abgerufen am 16. August 2025 (englisch).</ref>

2005 arbeitete Howard Shore an der Filmmusik für Peter Jacksons folgendes Filmprojekt, King Kong. Wegen „unterschiedlicher kreativer Auffassungen“ wurde nach einigen Wochen jedoch James Newton Howard an Shores Stelle verpflichtet. Jedoch haben sich Shore und Jackson für die Verfilmung eines weiteren Tolkien-Werkes wieder zusammengetan und Shore komponierte die Musik für die Trilogie Der Hobbit, deren erster Teil 2012 in die Kinos kam.

Neben seiner Arbeit als Filmkomponist ist Shore auch im Bereich der Kammer- und Konzertmusik tätig. Die Uraufführung seiner Opern-Adaption des Films Die Fliege (The Fly) fand am 2. Juli 2008 im Théâtre du Châtelet statt.<ref>Howard Shore: The Fly. Opera in two acts. In: Schott Music. Abgerufen am 16. August 2025.</ref><ref>So summt die Monsterfliege. In: Die Zeit. 26. Juni 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Juni 2008; abgerufen am 16. August 2025.</ref> Für den Pianisten Lang Lang komponierte er das Klavierkonzert Ruin and Memory, welches im Rahmen des Beijing Music Festivals 2010 uraufgeführt wurde. Sein Cellokonzert Mythic Gardens, welches als Gegenstück dazu betrachtet werden kann, widmete er der Cellistin Sophie Shao, die das Stück am 27. April 2012 zusammen mit dem American Symphony Orchestra uraufführte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Howard Shore: Uraufführung von Mythic Gardens (Memento vom 7. Dezember 2014 im Internet Archive) auf schott-musik.de</ref>

Howard Shore ist der Onkel des kanadischen Komponisten Ryan Shore.

Auszeichnungen

Die IMDb verzeichnet Stand 6. Februar 2021 90 Filmpreise und 114 weitere Nominierungen.<ref>Howard Shore – Awards. Internet Movie Database, abgerufen am 6. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Für die Filmmusik zu Die Gefährten (Der Herr der Ringe) erhielt Shore seinen ersten Oscar und einen Grammy. Im Jahr 2004 kamen dann ein Grammy, zwei Golden Globes und zwei Oscars hinzu. 2005 erhielt er erneut zwei Grammys, dieses Mal für die Filmmusik zum dritten Teil der Trilogie und den Song Into the West (Annie Lennox).

2005 erhielt Howard Shore für den Soundtrack zum Film Aviator den Golden Globe Award und 2010 den erstmals verliehenen Filmmusikpreis des Bayerischen Rundfunks. Im Rahmen der Filmmusikgala „Hollywood in Vienna“ im Wiener Konzerthaus erhielt Shore am 16. September 2010 von der Stadt Wien den „Max Steiner Film Music Achievement Award“ aus den Händen von Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny.<ref>Hollywood in Vienna: Shore und Badelt zu Gast in Wien. vienna.at, abgerufen am 6. Februar 2021.</ref>

2024 wurde ihm der Career Achievement Award des Zurich Film Festivals (ZFF) für sein Lebenswerk zuerkannt.<ref>Dani Maurer: Howard Shore wird am ZFF ausgezeichnet. In: outnow.ch. 11. Juni 2024, abgerufen am 16. August 2025.</ref>

Filmografie (Auswahl)

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Silberne Schallplatte

Goldene Schallplatte

Platin-Schallplatte

2× Platin-Schallplatte

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Literatur

  • Howard Shore: „Ich mache musikalisch bereits, was ich will!“ Interview mit Klaus Post. In: Cinema Musica. Ausgabe 1, Juli 2005, S. 8–10.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein