Wiener Kaffeehaus
Das Wiener Kaffeehaus [kaˈfeːˌhaʊ̯s] ist als gastronomische Einrichtung eine typische Wiener Institution, die bis heute ein wichtiges Stück Wiener Tradition darstellt. Die Wiener Kaffeehauskultur gehört seit 2011 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.<ref>Kaffeehäuser sind Kulturerbe. 10. November 2011, abgerufen am 13. März 2026.</ref><ref>Wiener Kaffeehauskultur. In: UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich. Österreichische UNESCO-Kommission, abgerufen am 21. Februar 2012.</ref> Stefan Zweig schrieb in seinen Memoiren Die Welt von Gestern über seine Wiener Jugend, dass das Wiener Kaffeehaus „eine Institution besonderer Art darstellt, die mit keiner ähnlichen der Welt zu vergleichen ist“.<ref>Stefan Zweig: Die Welt von Gestern. mehrbuch, 2020, ISBN 978-3-96799-892-4 (google.de [abgerufen am 13. März 2026]).</ref>
Eigenart
Traditionelle Kaffeehäuser sind in den europäischen Großstädten zu einer Institution geworden. Wien mit seiner legendären Kaffeehauskultur war Ausgangspunkt für diese Ära und Tradition. Mit der Wiener Kaffeehauskultur ist die Besonderheit verbunden, dass das stundenlange Verweilen mit Zeitungen, Literatur und Gesprächen das gesellschaftliche Leben früh prägte. Stamm-Kaffeehäuser wurden zu fixen Orten der Zusammenkunft von Intellektuellen, Literaten und Künstlern.<ref>Britta Heithoff: Kaffeeliebe. Espresso-, Brüh- und Filtertechniken. Franzis Verlag, Haar bei München 2018, ISBN 978-3-645-60612-7, S. 273.</ref>
Der um 1900 erschienene Illustrierte Wegweiser durch Wien und Umgebungen, der Wien-Besucher auch über die Funktion der Wiener Kaffeehäuser informierte, definierte diese Institution so:
„Für das gesellschaftliche und theilweise auch für das geschäftliche Leben von Wien sind die Kaffeehäuser von der höchsten Bedeutung. Namentlich in den Nachmittagsstunden vollzieht sich in denselben ein nicht unbedeutender Theil des Verkehrs, und das ‚Stamm-Kaffeehaus‘ ist ein Zusammenkunftsort.“<ref name="ORF.at-20150102" />
Die Einrichtung des typischen Wiener Kaffeehauses reichte bzw. reicht von gemütlich-plüschig bis hin zu kühl-stilvoll. Als klassisch gelten Thonet-Stühle<ref>Andrea Gleininger: Der Kaffeehausstuhl Nr. 14 von Michael Thonet. Birkhäuser, Frankfurt/M. 1998, ISBN 3-7643-6832-2.</ref> der in Wien ehemals ansässigen Thonet-Sessel-Manufaktur und Kaffeehaustische mit Marmorplatten. Eines der am besten erhaltenen Kaffeehäuser ist das Café Sperl, das über eine unverfälschte, nicht modernisierte, aber stark restaurierte Einrichtung verfügt. Das Café Central im Palais Ferstel (errichtet nach Plänen des Architekten Heinrich von Ferstel) ist seit der Neueröffnung 1975 in einer monumentalen Halle im Stile der Neorenaissance untergebracht, das Café Prückel hingegen besitzt eine originalgetreu erhaltene Einrichtung aus den 1950er Jahren. Das Café Westend besticht durch authentisch abgenutzten Charme.
Oft gibt es vor dem Lokal den Schanigarten, wo man im Freien beim Kaffeetrinken auch die Passanten beobachten kann.
Im Kaffeehaus werden meist kleine Speisen wie Würstel und Mehlspeisen, Kuchen, Torten oder im Café Hawelka die berühmten Buchteln geboten. Einige Kaffeehäuser bieten allerdings auch eine volle Auswahl an Gerichten der Wiener und internationalen Küche an.
In vielen klassischen Wiener Kaffeehäusern (beispielsweise dem Café Ritter, Café Diglas, dem Café Central oder dem Café Prückel) wird abends, ab 18 oder 19 Uhr, an bestimmten Tagen der Woche Klaviermusik gespielt – ab und zu auch untermalt mit speziellen Themenprogrammen und anderen Darbietungen wie zum Beispiel literarischen Lesungen. Darüber hinaus wird jedoch in Wiener Kaffeehäusern in der Regel auf eine musikalische Beschallung verzichtet.
Jahrzehntelang gab es in Wien etliche Kaffeehäuser, die permanent bis weit nach Mitternacht geöffnet hatten, namentlich das Cafe Drechsler, das Kaffee Urania und das Kaffee Alt Wien. Während das Kaffee Alt Wien diese Tradition fortsetzt, ist das Café Drechsler seit 2013 nur noch am Wochenende über Mitternacht hinaus geöffnet. Das Kaffee Urania, welches traditionell die längste Nachtöffnungszeit hatte, wurde Ende Jänner 2016 geschlossen. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.
Wiener Kaffeehaus-Billard
Das seit dem 17. Jahrhundert sich verbreitende Billardspiel fand schnell Einzug in die Wiener Kaffeehäuser. So sah sich Maria Theresia bereits 1745 zu einer Regulierung der Aufstellung in den Kaffeehäusern veranlasst. So war es demnach nur gestattet Billardtische in ebenerdigen Schankräumen mit Fenstern zur Gasse aufzustellen. War es anfänglich noch ein „adeliges Spiel“, so erhielt bald das Bildungsbürgertum Zugang zum Spiel (auch Mozart spielte gerne eine Partie).
Erstmals erhielt der Leopoldstädter Kaffeesieder Leichnamschneider 1781 die Bewilligung, ein Billardzimmer im ersten Stock seines Kaffeehauses einzurichten. Profis spielten seinerzeit vor allem im Café Hugelmann, dann im Café Neuner in der Plankengasse. Das vom Verfall bedrohte „Milanische Kaffeehaus“ wurde 1808 von Peter Corti übernommen, dort fand das Billard eine besondere Heimstätte. Ab 1805 brachten französische Offiziere das noch heute übliche „französische Billard“ (Karambolage) nach Wien. Die größte Verbreitung fand Billard seit dem Vormärz, insbesondere als man Billardtische in besseren oder darauf spezialisierten Kaffeehäusern fand.
Als das Spielen ab Mitte des 19. Jahrhunderts günstiger wurde, fand es schnell eine größere Verbreitung.<ref name="Billard" /> Zu dieser Zeit entstand auch der typische Wiener „Kaffeehausbillard“, ein kleinerer als der übliche Karambolagetisch mit den Sondermaßen 95 × 190 cm. Bekannte Billardcafés waren zu der Zeit unter anderem Café Adami (1728–1866, benannt nach Dominik Adami),<ref name="Cafe Adami" /> Regensburger Hof, Silbernes Kaffeehaus (1808–1855, insgesamt 28 Tische),<ref name="Silbernes Kaffeehaus" /> und Café Stierböck (ab 1790 bis zum Abbruch des Hauses).<ref name="Cafe Stierböck" /> Meist befand sich in den Cafés auch gleichzeitig eine Billardschule bzw. -universität. Ab 1845 mussten die Kaffeesieder eine Steuer, Billardabgabe genannt, entrichten, deren Abschaffung 1895 von der Genossenschaft gefordert wurde.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte es zum „guten Ton“, Billard zu spielen. Nachdem 1931 der „Österreichische Amateur-Billard-Verein“ gegründet worden war, fand der „Erste Ottakringer Billardclub“ ab 1936 im Billard-Café Ritter (16. Bezirk, Ottakringer Straße 117) seine Heimat. Zu den heute noch existierenden Cafés mit Billardbetrieb zählt das vom österreichischen Staatsmeister Heinrich Weingartner betriebene Café Weingartner in der Goldschlagstraße 6 im 15. Bezirk, das seit 1874 existiert.<ref name="Billard" /> Ähnliche Institutionen gab es z. B. auch in Berlin mit dem „Café Kerkau“ in der Friedrichstraße (betrieben vom Weltmeister Hugo Kerkau) oder das „Café Woerz“ am Nollendorfplatz.
Literatencafés
Eindeutig war zu jeder Zeit nur das führende Literatencafé festzustellen, das Café Griensteidl etwa, wo sich um 1890 in der Zeit des Fin de Siècle die Vertreter des „Jung Wien“ zusammenfanden: Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal, Richard Beer-Hofmann, Hermann Bahr, Felix Salten. Zu den Literatencafés zählte, ab 1899, auch das Museum mit seiner bekannten Einrichtung, welche von Adolf Loos gestaltet wurde. Unter den Stammgästen waren unter anderem die Maler Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka, die Schriftsteller Joseph Roth, Karl Kraus, Georg Trakl, Elias Canetti, Hermann Broch, Robert Musil und Leo Perutz, die Komponisten Alban Berg, Franz Lehár und Oscar Straus sowie die Architekten Otto Wagner und Adolf Loos zu Gast. Nach dem Abriss des Griensteidl folgte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs dann das Café Central mit seinen Stammgästen Karl Kraus, Peter Altenberg, Egon Friedell, Oskar Kokoschka, Alfred Polgar und Leo Trotzki.
Abgelöst wurde es vom Café Herrenhof. Es öffnete zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Zu seinen Stammgästen zählten unter anderem Hermann Broch, Robert Musil, Franz Werfel, Leo Perutz sowie Joseph Roth und Otto Soyka. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte es noch ein Schattendasein, ehe es 1960 vorläufig geschlossen, 1967 in eine Art Espresso umgewandelt wurde und am 30. Juni 2006 für immer die Pforten schloss. Ab 1961 fungierte danach das Café Hawelka als Zentrum des geselligen künstlerischen Lebens – freilich immer in Konkurrenz zu anderen Cafés wie dem Museum, dem Imperial oder einem der zahllosen weniger berühmten Häusern. Entlang der Kette dieser Cafés trifft man immer wieder auf die Namen von Künstlern, Dichtern und Schriftstellern, die hier zusammentrafen. Trotz der Generationswechsel wurde die Tradition, die keinesfalls auf Wien beschränkt war, nahtlos fortgeführt. Etliche „Centralisten“ stammten aus Böhmen, viele Stammgäste des Herrenhof aus Prag, wo sie vor 1918 bereits in Franz Kafkas Stammcafé Arco verkehrt hatten.
Geschichte
Die Legende besagt, dass die Wiener während der Befreiung von der Zweiten Türkenbelagerung im Jahre 1683 einige Säcke mit seltsamen Bohnen fanden, die sie zunächst für Kamelfutter hielten und verbrennen wollten. König Jan III Sobieski soll diese seinem Offizier und Dolmetscher namens Georg Franz Kolschitzky übergeben haben. Dieser hätte die Säcke an sich genommen und das erste Kaffeehaus gegründet. Diese Geschichte ist jedoch erfunden; der Piarist Gottfried Uhlich setzte sie 1783 in seiner Chronik „Geschichte der zweyten türkischen Belagerung Wiens, bey der hundertjährigen Gedächtnißfeyer“ in die Welt.
Tatsächlich stammt das erste Wiener Kaffeehaus aus dieser Zeit. Am 17. Jänner 1685 erteilte Kaiser Leopold I. einem Armenier namens Johannes Theodat<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wer brachte den Kaffee nach Wien ( vom 29. April 2001 im Internet Archive)</ref><ref>Karl Teply: Die Einführung des Kaffees in Wien. Verein für Geschichte der Stadt Wien, Bd. 6, Wien 1980, S. 104. Zitiert in: Anna Maria Seibel: Die Bedeutung der Griechen für das wirtschaftliche und kulturelle Leben in Wien am Beispiel der Familie Zepharovich. S. 94 (downloadbar als PDF); und Die Geschichte des Kaffeehauses in Wien. In: vienna.cc.</ref> als Dank für dessen Dienste die Hoffreiheit, das „türkische Getränk, als Caffe, The und Scherbet, zu praeparieren“.<ref>Johannes Deodat im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien</ref> Theodat, auch Deodat oder Diodato genannt, erhielt die Genehmigung für zwei Jahrzehnte und eröffnete sogleich sein Kaffeehaus, ein einziges Zimmer mit einfachen Holzbänken im Hachenbergischen Haus auf dem Haarmarkt, heute Rotenturmstraße 14. Später hatten die Griechen das Monopol zum Ausschank von Kaffee inne.
Das neue Getränk fand bei der Wiener Bevölkerung großen Anklang, sodass die Zahl der Kaffeehäuser rapide anstieg. 1819 gab es schon 150 Kaffeesieder, davon 25 in der Innenstadt. Um 1900 gab es in Wien 600 Kaffeehäuser; die Gäste waren fast ausschließlich Männer. Das Kaffeehaus war damals ein Treffpunkt in den hierin integrierten Spiel- und Rauchsalons. Damen war der Zutritt allenfalls in männlicher Begleitung erlaubt. In der Frühzeit der Kaffeehäuser trugen die Kaffeevarianten meist keine Namen. Einer Anekdote Friedrich Torbergs zufolge soll in einem Kaffeehaus der Kellner dem Gast eine Farbpalette gereicht haben, auf der die Stärke des Kaffees in Farbabstufungen von Schwarz bis milchig-weiß symbolisiert war, woraufhin dieser wählte, indem er auf die gewünschte Farbe zeigte.
Seine Blütezeit erlebte das Wiener Kaffeehaus Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts, als sogenannte Kaffeehausliteraten wie Peter Altenberg, Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal, Alfred Polgar, Karl Kraus, Stefan Zweig, Hermann Broch und Friedrich Torberg ihre Stammcafés zur bevorzugten Lebens- und Arbeitsstätte machten. Viele bekannte Künstler, Wissenschaftler, Techniker und Politiker der Zeit, darunter Egon Schiele, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Adolf Loos, Theodor Herzl, Siegfried Marcus oder auch Leo Trotzki, waren häufige Gäste im Kaffeehaus. Zudem trafen sich Schachspieler in den Kaffeehäusern.<ref>Helmut Pfleger: Schach. In: Zeitmagazin, 23. Januar 2025, S. 44.</ref> Auch in Prag, Budapest, Lemberg, Triest und anderen Großstädten Österreich-Ungarns gab es viele Kaffeehäuser nach Wiener Vorbild, die zum Teil heute noch bestehen.
„Es stellt eine Institution besonderer Art dar, die mit keiner ähnlichen der Welt zu vergleichen ist. Es ist eigentlich eine Art demokratischer, jedem für eine billige Schale Kaffee zugänglicher Klub, wo jeder Gast für diesen kleinen Obolus stundenlang sitzen, diskutieren, schreiben, Karten spielen, seine Post empfangen und vor allem eine unbegrenzte Zahl von Zeitungen und Zeitschriften konsumieren kann. Täglich saßen wir stundenlang, und nichts entging uns.“
Ab 1950 begann das „Kaffeehaussterben“, als einige berühmte Wiener Kaffeehäuser schließen mussten, verursacht durch veränderte Freizeitgewohnheiten (z. B. die wachsende Beliebtheit des Fernsehens) und das Aufkommen „moderner“ Espresso-Bars. Auf der Wiener Ringstraße überlebten beispielsweise von 15 verzeichneten Kaffeehäusern zur „goldenen Zeit“ vor dem Ersten Weltkrieg etwa vier bis 2014. Drei sind ursprüngliche Cafés unter demselben Namen, eines wurde auf das umgebende Hotel umbenannt und ein anderes wurde zu einer neuen „Lounge“ in einem Hotel.<ref name="ORF.at-20150102">Kaum ein Cafe überlebte goldene Ära. In: wien.orf.at. 2. Januar 2015, abgerufen am 2. Januar 2015.
Es existier(t)en im Uhrzeigersinn: Café Prückel (Stubenring 24, existiert) Café Schüsswald (Parkring 2), Café Katzmeyr (Parkring 8), Café Krippel (Parkring 10), Café Union (Kolowratring 2, heute Schubertring), Café Schwarzenberg (Kärntner Ring 17, existiert), Café Frohner (Kärntnerring 16, nach dem damaligen Hotelpächter benannt, wurde zum Café Imperial im gleichnamigen Hotel), Café Kremser (Kärntnerring 8, heute Hotel „The Ring“ mit Restaurant und Bar), Café Bristol (Kärntnerring 2, neue „Lounge“ im gleichnamigen Hotel), Café Bauer (Opernring 8), Café de L’Opera (Opernring 8), Café Landtmann (Universitätsring 4, existiert), Café Universität (ab Ende 1932 neu: Café Bastei, Schottengasse 11 / Franzensring 14, heute: Universitätsring 14; siehe: Das neueröffnete Café „Bastei“, Wien, I., Ring des 12. November, Ecke Schottengasse. Besitzer: Pöchhacker und Dörner. In: Das interessante Blatt, Nr. 52/1932, 29. Dezember 1932, S. 18. (online bei ANNO).), Café Victoria (ab Frühjahr 1929 neu; Schottengasse 10 / Schottentor / Ecke Schottenring 1; siehe: Das neueröffnete „Café Victoria“ am Schottentor. In: Das interessante Blatt, Nr. 10/1929, 7. März 1929, S. 21. (online bei ANNO).), Café Mandl (Schottenring 13), Café Lloyd (Schottenring 19, zuletzt lange Zeit unter dem Namen Café Schottenring, Juli 2012 zugesperrt, die Räumlichkeiten stehen leer. Vor der Zeit als Café war es eine Bierhalle.)
Neu hinzugekommen ist 1935 das anstelle einer Eisenwarenhandlung entstandene Café Ministerium (Georg-Coch-Platz 4 / Ecke Stubenring 6).</ref> Trotzdem gibt es auch heute noch etliche dieser typischen Wiener Lokale, die sich ihren ursprünglichen Charme bewahrt haben, zumal seit den 1990er Jahren allgemein ein neues Interesse an der Kaffeehaus-Tradition zu beobachten ist.
Kaffeezubereitung
„In Wien hat fast jedes Kaffeehaus eine aus verschiedenen Sorten bestehende Kaffeebohnenmischung, die jeder Kaffeesieder natürlich als ‚Geschäftsgeheimnis‘ hütet. Sonst wird der Kaffee in ganz Wien gekocht und nicht gebrüht. Die bestimmte Menge ganz fein geriebenen Kaffees wird in das kochende Wasser (auf 1 Liter 8–10 Deka) geschüttet, mit einem Löffel umgerührt, und nachdem sie einigemale aufgewallt ist, in die Aufzugmaschine geschüttet, worauf diese sehr langsam aufgezogen wird. Vielfach wird dem Kaffee mit Wasser gesprudeltes Eigelb beigefügt, um den Kaffee zu klären. Der aufgezogene reine Kaffee wird dann in gutschließenden Porzellankannen im Wasserbade heiß gehalten.“
Gebrühter Kaffee wurde in Wien auch zubereitet, aber mit der Bezeichnung „Karlsbader“ (nach der dafür nötigen Stockwerkskanne, der „Karlsbader-Kanne“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Karlsbader Kanne ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>) oder „Mokka“ versehen. Seit dem Aufkommen der Espressomaschinen wird auch die damit gewonnene Variante des kurzen, schwarzen Kaffees als Mokka bezeichnet.<ref>Wiener Kaffee – Alle Sorten erklärt – Mokka, Wiener Melange und Co. In: kaffee.org. 30. Dezember 2016, abgerufen am 7. Mai 2022.</ref>
In der langjährigen Wiener Kaffeehaustradition wurden an die 50 Kaffeezubereitungen serviert, die mit den Schalengrößen bzw. Anrichtung in speziellen Gläsern, der Zugabe oder Weglassens von Zucker, Obers, Schlagobers, Milch, Milchschaum, Milchhaut, Spirituosen und der Reihenfolge oder Schichtung der Zugaben variiert waren. Eine der ältesten, und bis heute meistgeorderten, Wiener Kaffeespezialitäten ist die Wiener Melange.
Liste der Cafés in Wien, die die Wiener Kaffeehaustradition pflegen
In Wien gibt es nahezu 1000 Cafés aller Art (Stand 2021: 958),<ref>Kaffeehäuser Wien 2024. Abgerufen am 13. März 2026.</ref> fast 1000 Espresso-Bars und über 200 Café-Konditoreien. Die bekanntesten Kaffeehäuser, zum Teil noch mit Originaleinrichtungen, sind:
| Name | Bild | Bezirk und Standort |
Weitere Informationen | |
|---|---|---|---|---|
| Café Mozart | Datei:CafeMozart z02.JPG | 1., Albertinaplatz Standort{{#coordinates:48.204164|16.369412 |
name=Café Mozart (Wien)|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Kaffee Alt Wien | Datei:Kaffee Alt Wien Frontalansicht.jpg | 1., Bäckerstraße Standort{{#coordinates:48.209167|16.376111 |
name=Kaffee Alt Wien|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Bellaria | 1., Bellariastraße Standort{{#coordinates:48.206079|16.359214 |
name=Café Bellaria|region=AT-9|type=landmark}} | ||
| Café Korb | Datei:Wien Café Korb 2009.jpg | 1., Brandstätte Standort{{#coordinates:48.210083|16.370583 |
name=Café Korb|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Hawelka | Datei:Hawelka01.jpg | 1., Dorotheergasse Standort{{#coordinates:48.207889|16.369372 |
name=Café Hawelka|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Kleines Café | Datei:Wien-Franziskanerplatz-08-2007-gje.jpg | 1., Franziskanerplatz Standort{{#coordinates:48.20658|16.37436 |
name=Kleines Café|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Tirolerhof | Datei:Wien Café Tirolerhof.jpg | 1., Führichgasse Standort{{#coordinates:48.205046|16.369398 |
name=Café Tirolerhof|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Central | Datei:Palais Ferstel Cafe Central.jpg | 1., Herrengasse, im Palais Ferstel Standort{{#coordinates:48.210278|16.365278 |
name=Café Central|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Frauenhuber | Datei:Cafe Frauenhuber.jpg | 1., Himmelpfortgasse Standort{{#coordinates:48.205639|16.372556 |
name=Café Frauenhuber|region=AT-9|type=landmark}} | Eines der ältesten Kaffeehäuser Wiens (seit 1824) |
| Café Imperial | Datei:Wien 01 Hotel Imperial a.jpg | 1., Kärntner Ring, im Hotel Imperial Standort{{#coordinates:48.20122|16.373351 |
name=Café Imperial|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Schwarzenberg | Datei:Cafe schwarzenberg.jpg | 1., Kärntner Ring (Schwarzenbergplatz) Standort{{#coordinates:48.201944|16.373333 |
name=Café Schwarzenberg|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Demel | Datei:Demel aussen.jpg | 1., Kohlmarkt Standort{{#coordinates:48.208611|16.367222 |
name=Demel|region=AT-9|type=landmark}} | k.u.k. Hofzuckerbäcker seit 1786 |
| Café Museum | Datei:Cafe Museum Strasse.jpg | 1., Operngasse Standort{{#coordinates:48.201111|16.367222 |
name=Café Museum|region=AT-9|type=landmark}} | Die ursprüngliche Innenausstattung stammte von Adolf Loos |
| Café Sacher | Datei:Casino Wien.jpg | 1., Philharmonikerstraße, im Hotel Sacher hinter der Oper Standort{{#coordinates:48.203826|16.370136 |
name=Café Sacher|region=AT-9|type=landmark}} | Berühmt auch wegen der Sachertorte |
| Café Reichsrat | Datei:Sluka 002.JPG | 1., Rathausplatz 8 Standort{{#coordinates:48.209389|16.35775 |
name=Wilhelm J. Sluka|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Bräunerhof | Datei:Wien 01 Café Bräunerhof a.jpg | 1., Stallburggasse Standort{{#coordinates:48.207144|16.368765 |
name=Café Bräunerhof|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Ministerium | Datei:Café Ministerium.jpg | 1., Stubenring Standort{{#coordinates:48.205639|16.372556 |
name=Café Ministerium|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Prückel | Datei:Café Prückel 01.jpg | 1., Stubenring (Ecke Dr.-Karl-Lueger-Platz) Standort{{#coordinates:48.207583|16.380389 |
name=Café Prückel|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Landtmann | Datei:Palais Lieben-Auspitz Vienna Sept. 2006 001.jpg | 1., Universitätsring Standort{{#coordinates:48.211461|16.361389 |
name=Café Landtmann|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Diglas | Datei:CafeDiglas Front.JPG | 1., Wollzeile Standort{{#coordinates:48.208611|16.375278 |
name=Café Diglas|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Heiner | Datei:Cafe Heiner Vienna 2006.jpg | 1., Wollzeile Standort{{#coordinates:48.208972|16.375083 |
name=L. Heiner|region=AT-9|type=landmark}} | K.u.k. Hofzuckerbäcker |
| Café Zartl | Datei:Café Zartl Wien.jpg | 3., Rasumofskygasse Standort{{#coordinates:48.205556|16.394444 |
name=Café Zartl|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Frey | 4. Favoritenstraße 44 | Eines der ältesten Kaffeehäuser Wiens (seit 1895)<ref>Über uns | Cafe Frey. Abgerufen am 6. Oktober 2022.</ref> | ||
| Café Goldegg | Datei:Wien, Cafe Goldegg.jpg | 4., Argentinierstraße Standort{{#coordinates:48.207144|16.37613 |
name=Café Goldegg|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Wortner | Datei:2020 06 01 Wien 171759 (50114823201).jpg | 4., Wiedner Hauptstraße Standort{{#coordinates:48.191585|16.367069 |
name=Café Wortner|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Rüdigerhof | Datei:Rüdigerhof 01.jpg | 5., Hamburgerstraße Standort{{#coordinates:48.19534|16.35511 |
name=Café Rüdigerhof|region=AT-9|type=landmark}} | 1903 eröffnetes Jugendstilcafé |
| Café Sperl | Datei:Café Sperl Wien.jpg | 6., Gumpendorfer Straße Standort{{#coordinates:48.199722|16.360833 |
name=Café Sperl|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Cafe Drechsler | Datei:Cafe Drechsler aussen.jpg | 6., Linke Wienzeile 22/Girardigasse 1 Standort{{#coordinates:48.207144|16.368765 |
name=Cafe Drechsler|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Savoy | Datei:Linke Wienzeile 36 Cafe Savoy.JPG | 6., Linke Wienzeile Standort{{#coordinates:48.197615|16.360102 |
name=Café Savoy|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Ritter | Datei:Wien Cafe Ritter.jpg | 6., Mariahilfer Straße Standort{{#coordinates:48.197944|16.350639 |
name=Café Ritter|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Jelinek | Datei:Cafe Jelinek.jpg | 6., Otto-Bauer-Gasse Standort{{#coordinates:48.197615|16.360102 |
name=Café Jelinek|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Westend | Datei:GuentherZ 2008-12-15 0531 Cafe Westend.jpg | 7., Mariahilfer Straße | ||
| Café Eiles | Datei:Wien 08 Café Eiles b.jpg | 8., Josefstädter Straße Standort{{#coordinates:48.209328|16.354879 |
name=Café Eiles|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Florianihof | 8., Florianigasse 45 | |||
| Café Hummel | Datei:Wien 08 Cafe Hummel a.jpg | 8., Josefstädter Straße Standort{{#coordinates:48.207889|16.369372 |
name=Café Hummel|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Rathaus | 8., Landesgerichtsstraße Standort{{#coordinates:48.209845|16.354989 |
name=Café Rathaus|region=AT-9|type=landmark}} | ||
| Café Weimar | Datei:Wien - Cafe Weimar (Währingerstraße 68).JPG | 9., Währinger Straße Standort{{#coordinates:48.205639|16.35177 |
name=Café Weimar|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Dommayer | Datei:Hietzing (Wien) - Café Dommayer.JPG | 13., Dommayergasse/Johann-Strauß-Platz Standort{{#coordinates:48.187063|16.298879 |
name=Café Dommayer|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Residenz | Datei:Cafe Restaurant Residenz von aussen.JPG | 13., Schloss Schönbrunn Standort{{#coordinates:48.185639|16.31375 |
name=Café Restaurant Residenz|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Weingartner | Datei:Café Weingartner - Eingang.jpg | 15., Goldschlagstraße Standort{{#coordinates:48.199358|16.336692 |
name=Café Weingartner|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Weidinger | Datei:Cafe Weidinger Vienna.JPG | 16., Gablenzgasse/Gürtel Standort{{#coordinates:48.204297|16.336563 |
name=Café Weidinger|region=AT-9|type=landmark}} | |
| Café Ritter Ottakring | 16., Ottakringer Straße Standort{{#coordinates:48.213396|16.319545 |
name=Café Ritter Ottakring|region=AT-9|type=landmark}} | ||
| Café Schopenhauer | 18., Staudgasse Standort{{#coordinates:48.223627|16.346684 |
name=Café Schopenhauer|region=AT-9|type=landmark}} | ||
| Café Falk | Datei:137R03130985 Bereich Wagramerstrasse – Kagraner Platz, Cafe Falk nach Renovierung 13.09.1985.jpg | 22., Wagramer Straße Standort{{#coordinates:48.249626|16.442885 |
name=Café Falk|region=AT-9|type=landmark}} |
Ehemalige Kaffeehäuser
| Name | Bild | Bezirk und Standort |
Weitere Informationen |
|---|---|---|---|
| Café Herrenhof | Datei:Wien-Café-Herrenhof-(1914).jpg | 1., Herrengasse | Verewigt im Werk Die Tante Jolesch von Kaffeehausliterat Friedrich Torberg, ab 1967 Nachfolgerlokal, Schließung 2006 |
| Café Hofburg | Datei:Hofburg 10.JPG | 1., Hofburg, Innerer Burghof | 2022 geschlossen |
| Café Fenstergucker | Datei:Gruss aus dem Café zum "Fenstergucker" MET DP850421.jpg | 1., Kärntner Straße / Walfischgasse | Ca. 1945 zerstört |
| Café Griensteidl | Datei:Café Griensteidl Wien.jpg | 1., Michaelerplatz | 2019 geschlossen |
| Silbernes Kaffeehaus | 1., Plankengasse 4 | 1855 geschlossen | |
| Café Adami | 1., Rotenturmstraße | 1866 geschlossen | |
| Café Schottenring | 1., Schottenring | 2012 geschlossen | |
| Café Kramer | 1., Stock-im-Eisen-Platz | Befand sich an der heute nicht mehr existierenden Schlossergasse, an der Stelle befindet sich heute ein Häuserblock zwischen dem Trattnerhof und dem Stock-im-Eisen-Platz; 1866 abgerissen | |
| Kaffee Urania | Datei:Kaffee Urania aussen Nacht.jpg | 3., Radetzkystraße | 2016 geschlossen |
| Café Dobner | Datei:CafeDobner 1900.jpg | 6., Linke Wienzeile | Heimat von Literatur am Naschmarkt, 1950 geschlossen |
| Café Alserhof | Datei:Cafe Alserhof innen.jpeg | 8., Ecke Alser Straße 23 und Lange Gasse 69 | 1963 zu einer Bankfiliale umgebaut |
| Café Josephinum | 9., Währinger Straße | Treffpunkt des Wiener Kreises, ca. 1960er-Jahre geschlossen | |
| Café Wunderer | Datei:Café Wunderer 01.jpg | 14., Hadikgasse | 2013 geschlossen |
Kaffeehäuser außerhalb Wiens
Die Wiener Kaffeehaustradition wird naturgemäß auch außerhalb der Stadt Wien gepflegt. Prominente Beispiele wären etwa das Café Tomaselli in Salzburg oder das Café Ramsauer in Bad Ischl.
Während der Blütezeit des Wiener Kaffeehauses im 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden in vielen Städten der gesamten Habsburgermonarchie zahlreiche Kaffeehäuser nach Wiener Vorbild mit einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Funktion. Dazu zählten bzw. zählen etwa das Café New York in Budapest, die Cafés Arco und Slavia in Prag, das Café Mayer in Bratislava, die Kavana Corso in Zagreb, das Caffè San Marco in Triest und das Café Habsburg in Czernowitz.
Trivia
Der Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer veranstaltete 2017 einen Flohmarkt im und mit dem Burgtheater, mit Gegenständen aus dem Theater und Cafés. Ein Teil des Erlöses kam den Klavierspielern in den Kaffeehäusern zugute.<ref>Cafes und Burgtheater leeren Lager. 22. September 2017, abgerufen am 13. März 2026.</ref>
Auf der Lokalbahnstrecke Wien–Baden verkehrten von 1927 bis 1938 Schnellzüge mit einem Buffetwagen, der vom Café Pöchhacker betrieben wurde. Das Angebot wurde als so umfassend wie in einem echten Wiener Kaffeehaus beworben.<ref>ANNO, Salzburger Volksblatt: unabh. Tageszeitung f. Stadt u. Land Salzburg, 1927-05-20, S. 4. Abgerufen am 5. November 2020.</ref>
Vom Kaffee kochen leitet sich die Bezeichnung „Kaffeesieder“ ab, wie die Betreiber von Kaffeehäusern genannt wurden. Der seit 1956 abgehaltene Traditionsball der zugehörigen Innung in Wien ist der „Kaffeesiederball“,<ref>Der 67. Wiener Kaffeesiederball. 1. Februar 2026, abgerufen am 13. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mittlerweile einer der größten Bälle der Wiener Ballsaison.<ref>? Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. März 2026. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Literatur
- Christian Brandstätter (Hrsg.): Das Wiener Kaffeehaus. Christian Brandstätter, Wien/München 2020, ISBN 978-3-7106-0453-9.
- Helmuth Burgert: Das Wiener Kaffeehaus. Heimat Verlag, Brixlegg o. J. [1937], Österreichische Bücherei 2
- Milan Dubrović: Veruntreute Geschichte. Die Wiener Salons und Literaturcafés. Zsolnay, Wien/Hamburg 1985, ISBN 3-552-03705-5.
- Kurt-Jürgen Heering (Hrsg.): Das Wiener Kaffeehaus. Insel, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-458-33018-6.
- Gerhard H. Oberzill: Ins Kaffeehaus! Geschichte einer Wiener Institution. Verlag Jugend und Volk, Reihe: Wiener Themen, Wien 1983
- Michael Rössner (Hrsg.): Literarische Kaffeehäuser, Kaffeehausliteraten. Böhlau, Wien 1999, ISBN 3-205-98630-X.
- Wolfram Siebeck: Die Kaffeehäuser von Wien. Eine Melange aus Mythos und Schmäh. Heyne, München 1996, ISBN 3-453-11530-9 / Edition Wien, Wien 1996, ISBN 3-85058-125-X (versucht Atmosphäre, Qualität und Zeitungsangebot zu bewerten, mit vielen Fotos).
- Hans Veigl (Hrsg.): Lokale Legenden. Wiener Kaffeehausliteratur. Kremayr und Scheriau, Wien 1991, ISBN 3-218-00530-2, zugleich Hanser, München 1991, ISBN 3-446-16429-4, erweiterte und kommentierte Neuauflage: oekom verlag, München 2006, ISBN 978-3-86581-023-6 (Viel Historisches zu den Kaffeehäusern).
- Christopher Wurmdobler: Kaffeehäuser in Wien. Ein Führer durch eine Wiener Institution. Klassiker, moderne Cafés, Konditoreien, Coffeeshops. 2. Auflage. Falter Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-85439-439-6.
Weblinks
- Das Wiener Kaffeehaus (Website der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser)
- Eintrag zu Literatencafés – ein Spaziergang durch das Wien der Jahrhundertwende im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
- Katja Sindemann: Nicht daheim und doch nicht an der frischen Luft – Die Geschichte einer ewigen Leidenschaft. Eine Erinnerung an die jüdische Kultur im Wiener Kaffeehaus zwischen Fin de Siècle und 1938. Nu, 3/2008
- Christopher Wurmdobler: Die Sieder. Kaffeehaussterben ist fürs Erste abgesagt – viele Wiener Kaffeehäuser sind nämlich besser geworden. Falter 48/2008
- Kaffeehaus im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
Einzelnachweise
<references> <ref name="Billard">Billard im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien</ref> <ref name="Cafe Adami">Cafe Adami (1. Bezirk, Rotenturmstraße 25) im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien</ref> <ref name="Silbernes Kaffeehaus">Silbernes Kaffeehaus (1. Bezirk, Seilergasse 18, identisch mit Spiegelgasse 17 und Plankengasse 4) im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien</ref> <ref name="Cafe Stierböck">Café Stierböck (2. Bezirk, Kraterstraße 4, bei der damaligen Schlagbrücke, heute Schwedenbrücke) im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien</ref> </references>
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Internationale Verzeichnisse:
Repräsentative Liste: Bewässerung (2023) | Blaudruck (2018) | Falknerei (2016/2021) | Flößerei (2022) | Imster Schemenlaufen (2012) | Klassische Reitkunst und die Hohe Schule der Spanischen Hofreitschule (2015) | Lawinenrisikomanagement (2018) | Lipizzanerzucht (2022) | Transhumanz (2019/2023) | Trockenmauerwerk (2024)
Register guter Praxisbeispiele: Bauhüttenwesen (2020) Regionale Handwerkszentren (2015) |
Mündliche Traditionen: Erzählen im Montafon | Klassische Reitkunst und die Hohe Schule der Spanischen Hofreitschule | Lieder der Lovara | Märchenerzählen | Österr. Gebärdensprache | Ötztaler Mundart | Ratschen in der Karwoche | Roman | Slowenische Flur- und Hofnamen in Kärnten | Vorarlberger Flurnamen
Darstellende Künste: Aberseer Schleuniger | Dürrnberger Schwerttanz | Heiligenbluter Sternsingen | Innviertler Landler | Kripperlspiel des „Steyrer Kripperl“ | Laßnitzer Volksschauspiele | Metnitzer Kinisingen | Maultrommelspiel | Öblarner Krampusspiel | Österr. Volkstanzbewegung | Passionsspiele Erl | Pinzgauer Tresterertanz | Reither Nikolausspiel | Rudentanz in Sierning | Sternsingen im Villgratental | Traunkirchner Mordsgschicht | Wiener Dudler
Gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste: Anklöpfeln in Stans | Aperschnalzen im historischen Rupertiwinkel | Aufstellen und Besuch der Landschaftskrippen im Salzkammergut | Bergfeuer Ehrwald | Bleiberger Knappenkultur | Blochziehen in Fiss | Ebenseer Fetzenzug | Ebenseer Glöcklerlauf | Fasnacht Imst–Schemenlauf | Fasnacht Nassereith–Schellerlaufen | Festbrauch der Bürger- und Schützengarden des Bezirkes Murau | Funkensonntag | Freiungsaustragen beim Maxlaun in Niederwölz | Gasteiner Perchten | Gauderfest in Zell am Ziller | Heiliggrab-Bruderschaft Pfunds | Hundstoaranggeln | Kranzelreiten zu Weitensfeld | Lichtbratlmontag in Bad Ischl | Liebstattsonntag in Gmunden | Mullen und Matschgern | Murauer Faschingrennen | Neustifter Kirtag | Perchtoldsdorfer Hütereinzug | Perlåggen im Tiroler Oberland und im Raum Innsbruck | Ratschen in der Karwoche | Sakramentsgarden in Tirol | Salzburger Festschützenwesen | Samsontragen | Scheibenschlagen | Stille Nacht | Telfer Schleicherlaufen | Verein „Nebenleistung“ | Vereinigte zu Tamsweg | Widderprozession nach Obermauern | Wiener Kaffeehauskultur | Windischgarstner Niglo-Umzug | Wirlinger Böllerschützen | Wissen um die Lipizzanerzucht | Zachäussingen in Zirl
Umgang mit der Natur: Dreistufenlandwirtschaft im Bregenzerwald | Falknerei | Heilwissen der Pinzgauer*innen | Transhumanz – Schaftriebe in den Ötztaler Alpen | Salzkammergut Vogelfang | Wissen um die Flößerei auf der Oberen Drau | Wissen um die Haselfichte als Klangholz | Wissen um die Lipizzanerzucht | Wissen um Standorte, Ernten und Verarbeiten des punktierten Enzians | Wissen um traditionellen Samenbau und Saatgutgewinnung
Traditionelle Handwerkstechniken: Apothekeneigene Hausspezialitäten | Bauhüttenwesen | Bodensee-Radhaube in Laméspitze | Burgenländischer Indigo-Handblaudruck | Die Erzeugung der Mollner Maultrommel | Ferlacher Büchsenmacher | Hinterglasmalerei in Sandl | Klöppelei in Salzburg | Köhlerei | Korbmachen | Lesachtaler Brotherstellung | Mühlviertler Handblaudruck | Ofen- und Kaminmaurerei im Burgenland | Österr. Sensenschmieden | Pecherei in Niederösterreich | Pechölbrennen im östlichen Mühlviertel | Ratschen in der Karwoche | Schmieden in Ybbsitz | Trattenbacher Taschenfeitel-Erzeugung
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Welterbestätten: Historisches Zentrum von Wien | Schloss Schönbrunn und Garten
Biosphärenreservate: Wienerwald
Immaterielles Kulturerbe: Apothekeneigene Hausspezialitäten | Falknerei | Klassische Reitkunst und die Hohe Schule der Spanischen Hofreitschule | Köhlerei | Lieder der Lovara | Märchenerzählen | Maultrommelspiel in Österreich | Österr. Gebärdensprache | Österr. Volkstanzbewegung | Österr. Sensenschmieden | Ratschen in der Karwoche | Stille Nacht – das Lied zur Weihnacht | Wiener Dudler | Wiener Kaffeehauskultur | Wissen um traditionellen Samenbau und Saatgutgewinnung
Weltdokumentenerbe: Atlas Blaeu–Van der Hem | Brahms-Sammlung | Bibliotheca Corviniana | Goldene Bulle | Gotische Baurisse | Mainzer Psalter | Nachlass von Arnold Schönberg | Historische Sammlungen des Phonogrammarchivs | Papyrussammlung Erzherzog Rainer | Schlussdokument des Wiener Kongresses | Schubert-Sammlung | Tabula Peutingeriana | Wiener Dioskurides-Manuskript