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Jean-Pierre Gontard

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Jean-Pierre Gontard (* 14. September 1941 in Frankreich<ref>Don Quichotte de la médiation, Le Temps, 16. Februar 2009, abgerufen am 12. November 2011.</ref>) ist ein französischer Diplomat.

Leben

Gontard war Professor am Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung (IHEID) der Universität Genf. Danach war er Abgesandter des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

2001 vermittelte er zwischen FARC und der kolumbianischen Regierung im bewaffneten Konflikt in Kolumbien. Im Sommer 2008 geriet die Vermittlerrolle von Gontard, der gemäß von kolumbianischen Nachrichtendiensten aufgefangenen E-Mails jegliche Distanz zur FARC vermissen ließ, in die Kritik.<ref>Alex Baur: Im Dienst der Menschenräuber. In: Die Weltwoche. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. März 2013; abgerufen am 20. März 2025.</ref><ref>Alex Baur: Calmy-Reys williger Helfer. In: Die Weltwoche. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. März 2013; abgerufen am 20. März 2025.</ref> Die angebliche Lösegeldzahlung an die Rebellen zur Freilassung von verschleppten Schweizer Novartis-Mitarbeitern führte zu einer Untersuchung gegen ihn durch das kolumbianische Justizministerium.<ref>Alex Baur: Politik des selektiven Schweigens. In: Die Weltwoche. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. März 2013; abgerufen am 20. März 2025.</ref> Er stand unter dem Verdacht, im Jahr 2001 bei der Übergabe von 500.000 Dollar Lösegeld an die FARC in Costa Rica beteiligt gewesen zu sein.

In einer Filmdokumentation des Westschweizer Fernsehens TSR wurden die Vorwürfe dementiert.<ref>Farc-Affäre: Dok-Film entlastet Calmy-Reys Mann in Kolumbien. In: Tages-Anzeiger, 4. Februar 2009 (Archiv).</ref><ref>Alex Baur: Im Westen nichts Neues. In: Die Weltwoche. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. März 2013; abgerufen am 20. März 2025.</ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references />

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