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Jan Krugier

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Jan Krugier (geboren als Jakov Krygier am 12. Mai 1928 in Radom; gestorben am 15. November 2008 in Genf) war ein polnisch-schweizerischer Galerist und Kunstsammler.

Leben

Krugier wurde 1928 als Kind gutbürgerlicher Eltern geboren. Als Jude auf der Flucht vor der nationalsozialistischen Verfolgung lebte er im Untergrund, bis er verhaftet und ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert wurde. Dort musste er für die IG Farben Zwangsarbeit leisten und wurde gezwungen, Porträts von Nazis zu zeichnen.<ref>Ronald Hirte, Fritz von Klinggräff: Israel, Fragen nach / Europa. Gespräche über einen fernen, nahen Kontinent. Weimaer Verlagsgesellschaft Verlagshaus Römerweg 2020, ISBN 978-3-7374-0275-0, S. 151</ref> Er überlebte einen der Todesmärsche und wurde im KZ Bergen-Belsen durch Angehörige der alliierten englischen Truppen befreit. Im Sommer 1945 gelangte er im Rahmen einer Kinderhilfsaktion („Buchenwald-Aktion“) des Roten Kreuzes in die Schweiz. Dort wurde er als Pflegesohn aufgenommen von Margaretha Bleuler, welche im Schweizer Hilfswerk für Emigrantenkinder tätig war. Entscheidende Bedeutung für seine Haltung gegenüber dem Judentum hatte 1947 seine Begegnung mit dem Religionsphilosophen Martin Buber anlässlich der Eranos-Tagung in Ascona.

Von 1946 bis 1950 besuchte er nach Vermittlung durch den Politiker Carlo Schmid die Kunstgewerbeschule Zürich und erhielt dort Unterricht von Johannes Itten, Ernst Gubler und Otto Morach. Durch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – mit welchem er sich freundschaftlich verband – wurde er zunächst davon überzeugt, sich in Paris weiterzubilden, später auch, dass er zwar werdender Künstler, vielmehr aber dialogbegabter Pädagoge sei. 1953 liess er sich in Genf nieder, malte zunächst noch weiter und wurde im Kunsthandel tätig. Dies lernte er in der Galerie von David Bernador.

1962 eröffnete Krugier seine eigene Genfer Galerie. Von Beginn an stellte er dort junge internationale Malerei aus, zudem Werke der bereits arrivierten {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Alexej Jawlensky, Wifredo Lam, Alberto Giacometti, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Oskar Schlemmer, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Ab 1963 gewann er die nachmalige Roswitha Haftmann als Mitarbeiterin. 1966 eröffnete er in Zusammenarbeit mit Albert Loeb eine Galerie in New York. Auch hier bemühte er sich um den Dialog zwischen europäischer und amerikanischer Kunst.

In den 1970er Jahren gewann Krugier weiteren Einfluss als Vertreter der Sammlung von Marina Picasso. Zu diesem Teil des Nachlasses von Pablo Picasso zählten Hunderte Bilder, Tausende Zeichnungen und Grafiken sowie zahlreiche Skulpturen. So verantwortete er die Picasso-Ausstellung 1982 im Kunsthaus Zürich mit und vermittelte bedeutende Werke an Peter Ludwig und an die Staatsgalerie Stuttgart.

Zu den von Krugier geförderten Künstlern zählen solche wie {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Wifredo Lam, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).

Seit Anfang der 1970er Jahre baute Krugier zusammen mit seiner zweiten Frau, der Malerin und Zeichnerin Marie-Anne Poniatowska (* 1931) eine bedeutende Kunstsammlung auf. Diese umfasst rund 500 Werke von der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bis zur Gegenwart, darunter viele Zeichnungen, zum Beispiel von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Peter Paul Rubens, aber auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) oder Paul Klee. Sie wurden bislang in Berlin, Paris, Madrid, Venedig und Wien ausgestellt.

Würdigung (Zitate)

  • „Im Haus von Jan und Marie-Anne Krugier-Poniatowski ist {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Realität geworden. Die Sammlung von Meisterzeichnungen, die das Paar in den letzten vierzig Jahren aufgebaut hat und die von der Frührenaissance bis zu Alfred Hofkunst, Thomkins und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) reicht, ist da eingebettet in einen Kosmos, in dem Epochen und Kontinente, Hoch- und Volkskulturen verschmelzen, wo Archaisches auf Klassisches, Primitives auf Avantgardistisches trifft.“<ref name="Kesser 060502" />
  • „Die derzeitige Kunstszene interessiert Krugier, der wohl immer mit Zeitgenossen zusammengearbeitet hat, nur bedingt. All diese Selbstbefragungen des Kunstsystems lassen ihn kalt. Er ist davon überzeugt, dass man Kunst nicht «machen» kann, sie vielmehr aus einer inneren Notwendigkeit heraus entsteht, einer Reibung mit der Realität. Dass sie authentisch sein muss und unmittelbar spricht. Krugier scheut sich nicht, den Künstler mit einem Schamanen zu vergleichen, der etwas Verborgenes weitergeben muss [...].“<ref name="Kesser 060502" />

Ausstellungen (Auswahl)

Eigene Werke
  • 1951: Galerie Palette, Zürich
{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Genf
  • 1969: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Werke von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Galerie Krugier, New York
  • 2006: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Werke von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pablo Picasso, Max Ernst, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Sammlung Krugier-Poniatowska
  • 1999: Linie, Licht und Schatten – Meisterzeichnungen und Skulpturen der Sammlung Jan und Marie-Anne Krugier-Poniatowski. Kupferstichkabinett Berlin.<ref>Alexander Dückers (Hrsg.): Linie, Licht und Schatten – Meisterzeichnungen und Skulpturen der Sammlung Jan und Marie-Anne Krugier-Poniatowski. Ausstellungskatalog und Gesamtverzeichnis der Zeichnungen. G-und-H-Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-931768-27-9.</ref>
  • 2002: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Paris.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Hrsg.): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Ausstellungskatalog. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Paris 2002, ISBN 2-9518182-0-3</ref>
  • 2005: Von Goya bis Picasso. Albertina, Wien.<ref>Paul Jandl: Das Helldunkel der Welt – Die Wiener Albertina zeigt Werke aus der Sammlung Krugier. Besprechung in der NZZ vom 16. August 2005, abgerufen am 25. April 2019.</ref>
  • 2006: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Paris.
  • 2007: Das ewige Auge. Von Rembrandt bis Picasso. Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München.<ref>Christiane Lange, Roger Diederen: Das ewige Auge – Von Rembrandt bis Picasso: Meisterwerke der Sammlung Jan Krugier und Marie-Anne Krugier-Poniatowski. Ausstellungskatalog. Hirmer, München 2007, ISBN 978-3-7774-3695-1.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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