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Bupranolol

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Strukturformel
Strukturformel von Bupranolol
(R)-Bupranolol (oben) und (S)-Bupranolol (unten), 1:1-Stereoisomerengemisch
Allgemeines
Freiname Betadrenol
Andere Namen

(RS)-1-(tert-Butylamino)-3-(2-chlor-5-methylphenoxy)propan-2-ol

Summenformel C14H22ClNO2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 2475
ChemSpider 2381
DrugBank DB08808
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Arzneistoffangaben
ATC-Code

C07AA19

Eigenschaften
Molare Masse 271,78 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

220–222 °C (Hydrochlorid, Racemat)<ref name="Römpp"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Bupranolol (Handelsname: Betadrenol) ist ein unselektiver Betablocker ohne intrinsische Aktivität (ISA), aber mit stark membranstabilisierender Wirkung. Die Wirksamkeit ist der des Propranolols vergleichbar.

Stereochemie

Bupranolol ist eine chirale Verbindung, die ein asymmetrisch substituiertes Kohlenstoffatom enthält. Die Verbindung liegt daher in der Regel als 1:1-Gemisch (Racemat) von zwei spiegelbildlichen Molekülen (Enantiomeren) vor, die sich in physiologischen Wirkungen und im Drehwert unterscheiden können. Als Arzneistoff wird als das Racemat eingesetzt.<ref name="ROTE LISTE">ROTE LISTE 2008, Verlag Rote Liste Service GmbH, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-939192-20-6.</ref>

Durch geeignete Synthesestrategien (siehe auch: enantiomerenreine Arzneistoffsynthese) oder Trennverfahren (Racematspaltung) lassen sich gezielt die einzelnen Stereoisomere isolieren.

Dosierung

Wie andere Betablocker wird Bupranolol verwendet, um den Bluthochdruck und die Tachykardie zu behandeln. Die Initialdosis beträgt 50 mg zweimal täglich. Dies kann auf bis zu viermal täglich 100 mg gesteigert werden. Bupranolol-Augentropfen (0,05–0,5 %) werden zur Behandlung des Glaukoms eingesetzt.

Pharmakologie

Bupranolol wird aus dem Darm schnell und fast komplett resorbiert. Über 90 % der aufgenommenen Menge unterliegen dem First-Pass-Effekt. Bupranolol hat eine Plasmahalbwertszeit von 2 bis 4 Stunden und erreicht bei therapeutischer Dosierung selten Spiegel über 1 µg/l im Plasma. Der Hauptmetabolit des Bupranonols ist Carboxybupranolol (4-Chlor-3-[3-(1,1-dimethylethylamino)-2-hydroxy-propyloxy]benzoylsäure), das zu 88 % innerhalb von 24 Stunden über die Nieren ausgeschieden wird.

Kontraindikationen und Interaktionen

Kontraindikationen und Wechselwirkungen sind im Wesentlichen dieselben, wie bei Propranolol und anderen unselektiven Betablockern.

Literatur

Einzelnachweise

<references />