Nessma TV
Vorlage:Infobox Rundfunksender Nessma TV (arabisch قناة نسمة, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein kommerzieller tunesischer Fernsehsender, der in erster Linie im Maghreb (Tunesien, Marokko, Algerien, Libyen und Mauretanien) empfangen wird. Das italienische Medienunternehmen Mediaset besitzt einen Anteil von 25 %. Alle ausgestrahlten Programme besitzen Untertitel in Französisch oder Maghreb-Arabisch. Nessma TV strahlt unter anderem die arabische Variante von Who Wants to Be a Millionaire? ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / من سيربح المليون) aus sowie Star Academy Maghreb, die arabische Version des Endemol-Formats Star Academy (in Deutschland unter dem Namen Fame Academy produziert).
Persepolis-Affäre
Im Oktober 2011, kurz vor den ersten demokratischen Wahlen des Landes, wurde in ganz Tunesien<ref name=zeit>Mit Facebook und Scharia Die Zeit, 21. Oktober 2011</ref> gegen Nessma TV protestiert, nachdem der Sender den französisch-iranischen Animationsfilm Persepolis ausgestrahlt hatte; in dem Film erscheint Gott in dem Traum eines Mädchens als älterer bärtiger Mann. Nach den Protesten griffen ca. 50 Männer das Haus des TV-Unternehmers und Senderchef Nabil Karoui mit Molotowcocktails an, zudem sollen 300 Demonstranten nach Angaben des Innenministeriums die Absicht gehabt haben, den Sitz des Senders zu attackieren; bei den Angreifern soll es sich um Salafisten gehandelt haben. Der Leiter von Nessma TV berichtete von Beschimpfungen und Aufrufen zum Mord an Journalisten des Senders über Facebook.<ref>Zeichentrickfilm erbost Salafisten Heise online, 10. Oktober 2011</ref> Nessma TV kündigte daraufhin eine Wiederholung des Films an und realisierte dies auch, was zu erneuten Protesten führte.<ref>Salafisten gegen Persepolis, Teil 2 Heise online, 15. Oktober 2011</ref>
Die gemäßigt-islamistische Partei Ennahda distanzierte sich zwar offiziell von den gewaltsamen Protesten.<ref>Tunesische Islamisten verurteilen Randale Süddeutsche.de, 16. Oktober 2011</ref> Inoffiziell lassen sie die Salafisten aber immer wieder ungestraft gewähren um Journalisten oder politische Gegner einzuschüchtern.<ref>„Die individuellen Freiheiten in Tunesien sind bedroht.“ Audiatur online, 5. Februar 2013</ref>
Die Mehrheit der Tunesier soll sich allerdings für eine Schließung des Senders aussprechen.<ref name=zeit></ref>
Sendungen
- Bab al-Hara
- Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen
- Desperate Housewives
- Dr. House
- Gilmore Girls
- Grey’s Anatomy
- Die Husseins: Im Zentrum der Macht
Weblinks
Einzelnachweise
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