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Bahnhof Bordesholm

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Bordesholm
Bahnhof Bordesholm1.JPG
Bahnhof Bordesholm
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung ABRD
IBNR 8001092
Preisklasse 5<ref>Bahnhofskategorieliste 2013. (PDF; 300 kB) DB Station&Service AG, Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juli 2013; abgerufen am 30. Januar 2013.</ref>
Eröffnung 18. September 1844
Profil auf bahnhof.de Bordesholm
Lage
Stadt/Gemeinde Bordesholm
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Schleswig-Holstein
Staat Deutschland
Koordinaten 54° 10′ 28″ N, 10° 2′ 37″ OKoordinaten: 54° 10′ 28″ N, 10° 2′ 37″ O
 {{#coordinates:54,174375|10,043725|primary
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Höhe (SO) 32 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Bordesholm
Bahnhöfe in Schleswig-Holstein

Der Bahnhof Bordesholm ist ein Personenbahnhof in der Ortsmitte von Bordesholm (Kreis Rendsburg-Eckernförde) an der Bahnstrecke Hamburg-Altona–Kiel.

Geschichte

Gründung und 19. Jahrhundert

Datei:Bahnhof-Bordesholm-2011.jpg
Bahnhofskomplex im Ortszentrum

Der Bahnhof wurde September 1844 gemeinsam mit der Bahnstrecke eröffnet.<ref>Altona-Kieler-Eisenbahn. In: Eisenbahn-Zeitung. Organ der Vereine deutscher Eisenbahn-Verwaltungen und Eisenbahn-Techniker. Band 3, 1845 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Der auf dem Eidersteder Gemeindegebiet befindliche Bahnhof hieß erst „Bordesholm“ und wurde später in „Bordesholm-Bahnhof“ umbenannt. In der Anfangszeit verkehrten täglich zwei Personenzüge und ein Güterzug in beide Richtungen. Die reine Fahrzeit betrug zwischen Kiel und Bordesholm 27 Minuten, zwischen Bordesholm und Neumünster 17 Minuten. Bei der Inbetriebnahme der Eisenbahn gab es hier noch kein Bahnhofsgebäude. Man erwartete aber – wie es im Geschäftsbericht für das Jahr 1844 hieß – die Genehmigung der eingesandten Baupläne. Das erste Bahnhofsgebäude, ein kleiner eingeschossiger Backsteinbau, stand etwa dort, wo jetzt der Niedergang zum Fußgängertunnel ist. Neben dem Personenverkehr diente er dem Güterumschlag des sich schnell entwickelnden Handels und Gewerbes sowie für Viehtransporte.<ref>In der Zeitung vor hundert Jahren. In: Holsteinischer Courier. 2. Mai 1899 (geschichtsverein-bordesholm.de [PDF]).</ref>

1895 wurde der Streckenabschnitt Bordesholm – Neumünster zweigleisig ausgebaut. Dadurch entfielen die Zwangshalte der Personenzüge in Bordesholm. Bereits im Jahr 1899 wurden Pläne diskutiert, den Bahnhof zu einem Haltepunkt zurückzubauen.<ref>In der Zeitung vor hundert Jahren. In: Holsteinischer Courier. 6. Oktober 1899.</ref>

Im 20. Jahrhundert

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde der Kern des jetzigen Gebäudes errichtet. Bis in die 1920er Jahre befand sich zwischen Reesdorf und Techelsdorf ein Gleisanschluss zur Kiesgrube. Später gab es eine Lorenbahn bis zur Kiesverladeanlage nördlich des Bahnhofs. 1936 wurde das vorhandene Stellwerk der Bauform Jüdel durch ein mechanisches Stellwerk im Vorbau zur Gleisseite ersetzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stellwerk Bordesholm (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive), abgerufen am 21. Oktober 2011</ref> Die Sicherungsanlagen in Einfeld, Bordesholm, Techelsdorf und Flintbek wurden Mitte der 30er Jahre auch modifiziert. Im Zweiten Weltkrieg befand sich am Bahnhof ein Kriegsgefangenenlager der Deutschen Reichsbahn. Der Bürgermeister forderte 1942 in Anbetracht der angespannten Personaldecke am Bahnhof, die dort festgehaltenen Personen auch für den Güterumschlag einzusetzen.<ref name="zsh">Uwe Fentsahm: Der Streit um den Einsatz von Kriegsgefangenen Bordesholm im Sommer 1942. Abgerufen am 21. Oktober 2011</ref>

In den 1960er Jahren wurde der Bahnhof mit einer neuen Kopframpe ausgestattet, die auch vom Militär zur Verladung von Fahrzeugen genutzt wurde. Für den Bahnhofsbetrieb war eine Kleinlok Köf II stationiert. 1964 wurde dann der Um- und Erweiterungsbau mit Schalter- und Warteraum sowie Bahnhofsgaststätte in Betrieb genommen. Ab dem Jahr 1986 wurden die Gleisanlagen zurückgebaut und der über einen niveaugleichen Übergang vom Hausbahnsteig erreichbare Inselbahnsteig zu einem Außenbahnsteig umgebaut, der Bahnsteig ist über eine Unterführung erreichbar.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />eisenbahn-sh.de – Bordesholm (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive). Abgerufen am 21. Oktober 2011</ref> Am 3. November 1992 wurde in Bordesholm feierlich der erste Mast für die Elektrifizierung in Schleswig-Holstein gesetzt. Im Oktober 1994 wurde das Stellwerk stillgelegt,<ref>Liste deutscher Stellwerke, abgerufen am 21. Oktober 2011</ref> der Bahnhof besteht seitdem nur noch aus zwei durchgehenden Gleisen mit einer Überleitstelle.

Im 21. Jahrhundert

Im Jahr 2003 wurde das 1911 erbaute Empfangsgebäude im Rahmen einer Neugestaltung verkauft.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.bordesholm.deBahnhof Bordesholm (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche im Internet Archive ) auf bordesholm.de. Abgerufen am 21. Oktober 2011</ref> Bis zum Sommer 2008 wurde es für 600.000 Euro renoviert<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sanierung Bahnhof Bordesholm (Memento vom 6. Juni 2014 im Internet Archive), abgerufen am 21. Oktober 2011</ref> und verfügt über ein Fahrgastinformationssystem. In Bordesholm wird ein Videoreisezentrum betrieben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemitteilung der Deutschen Bahn vom 3. Februar 2016 (Memento vom 19. September 2016 im Internet Archive), abgerufen am 3. Februar 2016</ref>

Betrieb

Zuggattung Verlauf Taktangebot Fahrzeugmaterial Eisenbahnverkehrsunternehmen
RE 7 Kiel Hbf – Flintbek – Bordesholm – Einfeld–| Flensburg – Rendsburg –| Neumünster – Elmshorn – Hamburg-Dammtor – Hamburg Hbf Stundentakt Bombardier Twindexx Vario DB Regio Schleswig-Holstein
RE 70 Kiel Hbf – Bordesholm – Neumünster – Brokstedt – Wrist – Elmshorn – Hamburg Dammtor – Hamburg Hbf Stundentakt Bombardier Twindexx Vario DB Regio Schleswig-Holstein

Bordesholm wird von den beiden Regionalexpresslinien jeweils stündlich bedient. In einer guten Stunde erreicht man Hamburg Hauptbahnhof, nach Neumünster sind es sechs bis neun Minuten, nach Kiel zwölf bis dreizehn. Die Deutsche Bahn befährt die Strecke mit Wagenparks von ein bis zwei Bombardier Twindexx Vario (BR 445).

Literatur

  • Bernd Schloer: Seit 1844 – Bahnhof Bordesholm. In: Paul Steffen (Hrsg.): Amt und Kreis Bordesholm – 1566-1932. Paul Steffen KG, Bordesholm 1984.

Weblinks

Commons: Bahnhof Bordesholm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />