Oberfelden
Oberfelden Markt Colmberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(55)&title=Oberfelden 49° 22′ N, 10° 23′ O
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dim=10000 | globe= | name=Oberfelden | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 434 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 55 (31. Dez. 2021)<ref name="Einwohner">Zahlen & Daten > Bevölkerung. In: colmberg.de. Abgerufen am 25. Juni 2023.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91598 | |||||
| Vorwahl: | 09803 | |||||
Oberfelden ist ein Gemeindeteil des Marktes Colmberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Oberfelden hat eine Fläche von 4,554 km². Sie ist in 260 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 17.514,19 m² haben.<ref>Gemarkung Oberfelden (093201). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 19. September 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Unterfelden.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt an der Altmühl, südöstlich davon mündet der Fischbach als linker Zufluss in die Altmühl. Im Norden liegt das Flurgebiet Brühl, 0,5 km westlich die Wellhofhöhe, 0,75 km östlich das Buchfeld, 1,5 km westlich im Heiligenholz erhebt sich der Eichelberg (514 m ü. NHN). Zwei Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Staatsstraße 2245 (0,5 km nordöstlich bzw. 0,6 km südöstlich), eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2250 (0,7 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg von 1608 wurden für Oberfelden 16 Mannschaften verzeichnet: 2 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg, 2 Anwesen dem Bürgermeister und Rat zu Ansbach, 2 Anwesen der Pfarrei Binzwangen, 1 Anwesen den Herren von Seckendorff zu Bechhofen, 1 Anwesen einem Heßberg zu Brunn und 7 Anwesen einem Balthasar von Seckendorff. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 9v. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 704.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg von 1681 wurden für Oberfelden weiterhin 15 Mannschaften verzeichnet: 2 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg, 2 Anwesen dem Bürgermeister und Rat Ansbach, 2 Anwesen der Pfarrei Binzwangen und 9 Anwesen dem Juliusspital Würzburg. Außerdem gab es eine Schmiede, ein Hirtenhaus und den Hutwasen, die allesamt kommunal genutzt wurden.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 28. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 709.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oberfelden 16 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Vogtamt Colmberg aus. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Kastenamt Colmberg: 2 Halbhöfe, 1 Köblergut; Ansbacher Rat: 1 Halbhof, 1 Köblergut), das Verwalteramt Burgbernheim des Juliusspitals Würzburg (1 Dreiviertelhof, 3 Halbhöfe, 5 Köblergüter, 1 Zehntscheune) und das eichstättische Vogtamt Aurach (2 Köblergüter). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Schmiede, Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J895">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 895 f.</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 170 f.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J1004"/>
Im Jahre 1806 kam Oberfelden an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberfelden dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Colmberg und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Colmberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Oberfelden, zu der Unterfelden gehörte. Die Gemeinde war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Leutershausen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Colmberg. Von 1862 bis 1879 gehörte Oberfelden zum Bezirksamt Ansbach, ab 1880 zum Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Leutershausen, von 1880 bis 1973 war das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber zuständig, das 1973 zu einer Zweigstelle des Amtsgerichts Ansbach wurde. Die Finanzverwaltung wurde 1880 vom Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt) übernommen, das seit 1973 zu einer Zweigstelle des Finanzamts Ansbach wurde.<ref name="J1004">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1004 f.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,641 km².<ref name="OV 1961"/>
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Juli 1972 in den Markt Colmberg eingegliedert.<ref> </ref><ref>Colmberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. März 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Flachsbrechhaus, 19. Jahrhundert an der Straße nach Unterfelden<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Colmberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 6: eingeschossiges Fachwerkhaus, teilweise massiv unterfangen, 1699<ref name="Denkmalliste"/>
- Haus Nr. 15: eingeschossiges Fachwerkhaus, rückwärts abgewalmt, um 1700<ref name="Denkmalliste"/>
- an der Ortsstraße noch zahlreiche Fachwerkscheunen und Fachwerkhäuser aus der Mitte und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.<ref>H. K. Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber, S. 75. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
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Einwohnerentwicklung
Gemeinde Oberfelden
Ort Oberfelden
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2007 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 95 | 104 | 101 | 85 | 85 | 77 | 92 | 117 | 67 | 62 | 72 | 57 | 53 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 19 | 21 | 19 | 19 | 19 | 16 | 13 | 14 | |||||
| Quelle | <ref name="OV 1818"/> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950"/> | <ref name="OV 1961"/> | <ref name="OV 1970"/> | <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 325 (Digitalisat).</ref> | <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.colmberg.de ( des Vorlage:IconExternal vom 11. November 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Abgerufen am 24. September 2011). Die Einwohnerzahlen berufen sich im Abgleich mit der amtlichen Statistik vermutlich auf einen Einwohnerstand zwischen 2007 und 2008.</ref> | <ref name="Einwohner"/> |
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ursula (Colmberg) gepfarrt.<ref name="J895"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Oberfelden. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 170–171 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 75.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Oberfelden in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Oberfelden im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Auerbach | Bieg | Binzwangen | Colmberg | Häslabronn | Kurzendorf | Meuchlein | Oberfelden | Oberhegenau | Poppenbach | Unterfelden | Unterhegenau
Sonstiger Wohnplatz: Fohlenhof
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- Geographie (Colmberg)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach)
- Gemeindegründung 1818
- Gemeindeauflösung 1972
- Ort an der Altmühl
- Gemarkung im Landkreis Ansbach