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Georgsanstalt

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Georgsanstalt – Berufsbildende Schulen II des Landkreises Uelzen
Gebäude der Georgsanstalt in Ebstorf
Schulform Berufsbildende Schule
Gründung 1855
Ort Uelzen, Ebstorf
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Träger Landkreis Uelzen
Leitung Andreas Grunert
Website www.georgsanstalt.de

Die Georgsanstalt ist eine von zwei berufsbildenden Schulen des Landkreises Uelzen und zugleich eine der ältesten Landbauschulen in Norddeutschland. Sie wurde 1855 in Ebstorf gegründet und nach dem damaligen König Georg V. von Hannover benannt. Nach der Fusion mit zwei weiteren landwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen bietet die Georgsanstalt heute an vier Standorten in Uelzen und Ebstorf berufliche Ausbildungsgänge in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau/Floristik, Hauswirtschaft/Ernährung, Sozialpädagogik und Pflege.<ref name=standorte>Georgsanstalt: Standorte und Ausbildungsgänge (abgerufen am 6. März 2013).</ref> Daneben können auch allgemeinbildende Abschlüsse (Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, erweiterter Sekundarabschluss, Fachhochschulreife) erworben werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Georgsanstalt: Allgemeinbildende Abschlüsse (Memento vom 8. Juli 2016 im Internet Archive) (abgerufen am 3. Februar 2016).</ref>

Geschichte

Datei:Georgsanstalt ebstorf kollegium 1863.jpg
Kollegium der Georgsanstalt im Jahre 1863, mit Gründungsdirektor Fischer (3. v. r.)
Datei:Georgsanstalt ebstorf postkarte 1905.jpg
Kolorierte Postkarte zum 50-jährigen Bestehen der Georgsanstalt 1905, rechts der Gründer Eduard Fischer
Datei:Georgsanstalt ebstorf jubiläumsjahrgang 1905.JPG
Schüler des Jubiläumsjahrgangs 1905
Datei:GeorgeVHannover.jpg
Namenspatron: König Georg V. von Hannover

Die heutige Georgsanstalt geht auf drei Vorgängereinrichtungen zurück, deren Geschichte jeweils bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht:

Die Provinzial-Ackerbauschule (Georgsanstalt) in Ebstorf wurde 1855 durch den damaligen Pächter der Königlichen Domäne Ebstorf, Eduard Fischer, gegründet und 1861 nach König Georg V. von Hannover benannt. Als „höhere Lehranstalt“ richtete sie sich nicht nur an Landwirte, sondern auch an „Söhne gebildeter Stände“. Ziel war eine grundlegende Modernisierung der landwirtschaftlichen Verhältnisse im ehemaligen Fürstentum Lüneburg. Zu diesem Zweck unterhielt die Schule zeitweise einen eigenen Lehrbauernhof sowie eine landwirtschaftliche Versuchsanstalt. 1929 erhielt die Schule die staatliche Anerkennung sowie das Recht zur Erteilung der Mittleren Reife. 1936 musste der Lehrbetrieb in Ebstorf jedoch wegen sinkender Schülerzahlen eingestellt werden. Die Gebäude wurden vorübergehend durch die Landwirtschaftsschule Uelzen sowie die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) Braunschweig genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Georgsanstalt am 1. April 1948 wiedereröffnet.<ref name=grottian>Tilman Grottian: Die Geschichte der Georgsanstalt 1855 bis 1986, In: 150 Jahre Georgsanstalt, S. 119–153.</ref>

Die 1919 gegründete Landwirtschaftsschule Uelzen ging aus einer früheren Wiesenbauschule hervor und residierte nach mehreren Umzügen (u. a. von 1936 bis 1947 in Ebstorf) seit 1949 in der Veerßer Straße in Uelzen.<ref>Geschichte in Bildern: Die Landwirtschaftsschule Uelzen, In: 150 Jahre Georgsanstalt, S. 158 f.</ref> 1966 wurde sie mit der Ebstorfer Georgsanstalt fusioniert und in der Folgezeit deren Bildungsangebot weiter ausgebaut, u. a. durch Einrichtung einer Fachoberschule (seit 1971) und zeitweilig sogar eines „Landwirtschaftsgymnasiums“ (ab 1974).<ref name=grottian />

Die Wurzeln der späteren Landwirtschaftlichen Kreisberufsschule Uelzen liegen in sogenannten ländlichen Fortbildungsschulen, die seit Ende des 19. Jahrhunderts in Preußen eingerichtet wurden. In den 1920er und 1930er Jahren wurde schrittweise die Berufsschulpflicht für Landwirte eingeführt. 1957 wurde die bis dahin auf 28 Orte im Kreisgebiet verteilte Berufsschule am Standort Esterholzer Straße in Uelzen konzentriert. Aufgrund des anhaltenden Strukturwandels in der Landwirtschaft und des daraus resultierenden Rückgangs der Schülerzahlen erfolgte 1986 der Zusammenschluss mit der Georgsanstalt; dabei wurde der traditionsreiche Name übernommen.<ref>Gundula Luniak: Einige Anmerkungen zur Vorgeschichte der landwirtschaftlichen Kreisberufsschule Uelzen, In: 150 Jahre Georgsanstalt, S. 160 f. Vgl. auch Georgsanstalt: Geschichte (abgerufen am 6. März 2013).</ref>

Standorte und Ausbildungsgänge

Derzeit bietet die Georgsanstalt an drei Standorten folgende Ausbildungsgänge an:<ref name=standorte />

Standort Esterholzer Straße 71, Uelzen (Hauptsitz, Lage
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   |name=Georgsanstalt, Standort Esterholzer Straße
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Standort Hermann-Löns-Schule, Uelzen (Lage
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Standort Fischerstraße 1, Ebstorf (Lage
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   |globe=
   |name=Georgsanstalt, Standort Ebstorf
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   |type=landmark
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  • Fachoberschule Landwirtschaft
  • Fachoberschule Forstwirtschaft
  • Fachoberschule Ernährung und Hauswirtschaft
  • Berufsschule Landwirtschaft
  • Einjährige Fachschule Agrarwirtschaft

Standort Pestalozzi Schule, Embsberg 3, Uelzen

  • Fachschule Sozialpädagogik
  • Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistentin / Sozialpädagogischer Assistent<ref>Homepage Georgsanstalt Uelzen. 17. Juni 2022, abgerufen am 11. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Schulpartnerschaft

Seit 1988 besteht eine Schulpartnerschaft zwischen der Georgsanstalt und der Vocational School in Chiatung/Taiwan. Unterstützt von einem eigenen Förderverein, finden im Rahmen dieser Partnerschaft regelmäßig gegenseitige Austauschreisen und Berufspraktika im jeweiligen Gastland statt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Georgsanstalt: Schulpartnerschaften (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. März 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.georgsanstalt.de (abgerufen am 6. März 2013).</ref>

Ehemaligenverein

Der Verein der Ehemaligen und Freunde der Georgsanstalt (VEdG) wurde 1888 gegründet und trägt seit 2012 seinen heutigen Namen.<ref>VEdG: Die Geschichte des Vereins (abgerufen am 17. Februar 2014).</ref> Der Verein zählt derzeit über 1000 Mitglieder und will die Verbindung der Ehemaligen untereinander sowie mit der Georgsanstalt pflegen. Er organisiert Vorträge, Arbeitsgemeinschaften, Lehrfahrten, Besichtigungen und Beratungen für die aktive Schülergeneration, wirbt für den Besuch der Georgsanstalt und vertritt ihre Belange in der Öffentlichkeit. Außerdem gibt er eine jährliche Schulzeitschrift „Die Stimmen“ heraus.<ref>Georgsanstalt: Verein Ehemaliger der Georgsanstalt (VEdG) (abgerufen am 6. März 2013).</ref>

Sonstiges

Datei:Ebstorfer-stich2.jpg
Nachbildung der Ebstorfer Weltkarte

Der Traditionsstandort in Ebstorf beherbergt die Historische Bibliothek des früheren Landwirtschaftlichen Provinzialvereins für das Fürstentum Lüneburg (gegründet 1830).<ref>Marten Pelzer: Vereintes Lesen. Die Entstehungsgeschichte der Bibliothek des Provinzialvereins für das Fürstentum Lüneburg, In: 150 Jahre Georgsanstalt, S. 81–92.</ref> Ebenfalls in Ebstorf besitzt die Georgsanstalt die älteste erhaltene Kopie der Ebstorfer Weltkarte, die 1929/30 zum 75-jährigen Jubiläum der Schule angefertigt wurde. Nachdem das aus dem Mittelalter stammende Original 1943 bei einem Bombenangriff auf Hannover zerstört worden war, diente die Ebstorfer Kopie in den 1950er Jahren als Vorlage für alle weiteren noch heute existierenden Nachbildungen.<ref>Eckhard Michael: Die Ebstorfer Weltkarte. In: 150 Jahre Georgsanstalt, S. 44–50.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Hans-Ludwig Greve (Hrsg.): 150 Jahre Georgsanstalt 1855–2005. Beiträge zur Entwicklung landwirtschaftlicher Bildung in der Region Uelzen. Ebstorf 2005, ISBN 3-00-016043-4
  • Hans-Ludwig Greve u. a. (Hrsg.): 125 Jahre Ehemaligenverein der Georgsanstalt. Eine Jubiläumsschrift. Ebstorf 2013, ISBN 978-3-00-042111-2

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten