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Halbe

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DE-BB 12-0-61-216 Halbe COA.svg
Halbe
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Halbe hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 6′ N, 13° 42′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|12061216}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 6′ N, 13° 42′ O
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Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Schenkenländchen
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|12061216}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 15757
Vorwahl: 033765
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 216
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile und 4 Gemeindeteile
Adresse der Amtsverwaltung: Markt 9
15755 Teupitz
Website: www.amt-schenkenlaendchen.de
Bürgermeister: Sandro Kracht (BVB/Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Halbe im Landkreis Dahme-Spreewald
<imagemap>

Bild:Halbe in LDS.png|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte

poly 197 227 199 224 196 219 195 205 191 202 183 206 173 210 174 221 Alt Zauche-Wußwerk poly 110 222 120 219 128 210 126 201 113 193 108 185 100 191 103 204 107 203 114 201 116 205 Bersteland poly 78 91 71 77 75 64 81 72 94 66 94 82 93 88 93 90 Bestensee poly 225 237 237 229 239 218 236 204 223 203 221 213 212 222 206 232 Byhleguhre-Byhlen poly 61 222 58 212 50 211 51 205 68 198 72 202 77 219 Drahnsdorf poly 76 19 86 18 80 13 71 14 Eichwalde poly 81 208 78 207 73 199 50 193 45 193 65 180 83 169 93 190 104 199 Golßen poly 85 122 90 116 82 109 68 110 69 105 69 95 86 91 96 96 104 94 117 99 116 119 110 125 104 116 98 130 Groß Köris poly 99 166 89 153 85 155 83 146 77 144 80 132 81 131 87 120 99 125 103 122 103 139 121 145 118 163 108 168 Halbe poly 101 288 107 275 115 266 112 259 105 257 105 246 89 252 89 238 65 248 65 240 71 240 71 227 61 222 57 242 57 250 63 260 47 269 58 285 89 286 95 296 Heideblick poly 122 100 103 92 99 98 91 92 100 81 90 65 102 59 112 52 110 40 138 43 134 53 140 66 133 75 137 79 139 93 131 94 Heidesee poly 276 183 276 169 289 168 296 163 290 159 281 159 281 149 265 141 268 157 265 163 258 159 256 176 Jamlitz poly 110 214 113 207 114 200 105 205 92 203 81 210 74 212 74 220 Kasel-Golzig poly 84 68 102 59 107 56 110 39 116 28 105 18 108 12 100 8 94 26 83 32 83 47 78 47 69 42 63 54 73 56 Königs Wusterhausen poly 135 185 140 163 143 161 144 154 135 150 120 153 117 159 104 168 106 174 122 172 Krausnick-Groß Wasserburg poly 262 201 259 185 252 190 241 174 233 171 235 161 242 159 251 154 264 141 268 153 262 162 259 157 254 179 264 176 277 186 284 203 Lieberose poly 173 220 181 205 171 201 165 189 159 189 140 185 130 183 124 193 127 210 139 227 162 220 Lübben poly 137 288 144 276 132 275 132 266 139 242 136 238 142 226 131 211 117 221 109 221 109 216 98 215 67 222 75 239 65 239 66 246 84 238 92 247 106 245 110 259 117 270 107 277 119 289 Luckau poly 132 138 118 115 114 120 107 117 105 141 121 145 124 153 141 147 Märkisch Buchholz poly 172 197 165 187 161 185 162 157 157 148 149 141 151 134 160 122 163 117 178 125 201 130 216 147 206 159 206 172 208 180 204 182 203 195 194 189 179 185 Märkische Heide poly 59 116 66 115 72 104 69 98 77 91 71 71 75 65 80 65 76 56 64 51 68 42 51 45 56 37 44 29 38 52 44 48 40 53 52 57 36 64 38 74 56 77 66 83 67 92 61 93 Mittenwalde poly 137 143 142 137 147 128 137 122 143 116 142 103 148 103 148 99 134 93 123 98 117 103 119 120 Münchehofe poly 197 226 207 209 213 204 202 191 180 186 167 199 176 206 188 202 198 206 Neu Zauche poly 88 180 81 168 83 157 86 155 103 165 109 173 95 172 Rietzneuendorf-Staakow poly 156 186 159 165 163 155 149 164 139 163 137 173 137 184 Schlepzig poly 67 43 62 29 74 12 56 11 49 6 33 8 37 0 28 3 26 21 39 30 Schönefeld poly 124 196 124 190 132 182 121 171 93 180 84 186 98 197 99 184 107 185 115 197 Schönwald poly 68 33 74 27 74 22 78 15 75 11 64 16 59 30 Schulzendorf poly 83 125 90 113 86 108 68 107 67 113 Schwerin poly 238 214 261 206 267 203 260 188 250 190 239 174 231 168 244 160 232 154 226 146 214 149 214 141 206 156 205 175 211 183 Schwielochsee poly 224 206 209 205 206 196 201 190 203 183 210 181 220 193 229 203 Spreewaldheide poly 48 207 37 207 22 205 24 198 24 186 42 192 60 195 65 198 Steinreich poly 209 229 212 220 222 207 212 207 197 227 Straupitz (Spreewald) poly 77 143 82 130 84 122 72 112 60 114 58 134 Teupitz poly 147 167 163 154 162 145 148 141 154 134 162 120 145 125 142 137 136 151 Unterspreewald poly 82 45 85 42 83 35 72 36 68 43 Wildau poly 82 35 84 28 85 15 73 23 75 31 58 33 68 41 Zeuthen poly 195 99 196 0 297 0 297 97 297 99 Brandenburg

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Datei:Halbe Teupitzer Straße Blick nach Südosten.jpg
Teupitzer Straße in Halbe

Halbe ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Sie wird vom Amt Schenkenländchen verwaltet.

Geografie

Der Ort liegt im weiteren Einzugsbereich der Dahme.

Nachbargemeinden

Halbe grenzt an die Städte Teupitz, Märkisch Buchholz und Baruth/Mark sowie die Gemeinden Groß Köris, Krausnick-Groß Wasserburg und Rietzneuendorf-Staakow.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Halbe gliedert sich in die folgenden Ortsteile, bewohnten Gemeindeteile und Wohnplätze:<ref>Gemeinde Halbe. Kommunalverzeichnis des Landes Brandenburg, abgerufen am 1. September 2023.</ref>

Zum ortsteilfreien Kerngebiet von Halbe gehört der Gemeindeteil Teurow. Des Weiteren liegen die Wüstungen Kleine Mühle und Replinchen im Gemeindegebiet.

Geschichte

16. und 17. Jahrhundert

Halbe wurde erstmals am 22. Juli 1546 in einem Lehnsbrief des Kurfürsten an derer von Landsberg erwähnt. Diese märkische und Lausitzer Adelsfamilie hatte ihren Sitz in einer Burg im benachbarten Teupitz und betrieb von dort aus die Christianisierung des Umlandes.<ref>Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Halbe und Förderverein Dankeskirche Halbe e. V. 100 Jahre Dankeskirche Halbe – Festschrift, 1914–2014, S. 58</ref> Im Jahr 1624 gab es im Ort 16 Hufnerhöfe, fünf Kötterhöfe sowie einen Hirten und einen Pachtschäfer. Die Gemarkung war 16 Hufen groß. Der Dreißigjährige Krieg forderte auch in Halbe erhebliche Opfer. 1652 lebten lediglich noch zwei Bauern und zwei Kötter im Dorf.

18. Jahrhundert

Im Jahr 1700 hatte sich Halbe erholt. Die Statistik berichtete vom Dorf und einem neu entstandenen Vorwerk Halbe, in der es auch eine Schäferei gab. Dem Besitzer des Vorwerk war es von der Herrschaft Buchholz gestattet worden, bis zu 30 Kühe, 18 Ochsen und Jungvieh zu halten. Die Acker und Wiesen waren dabei offenbar ehemalige Bauerngüter, die „noch meistens bewachsen“ gewesen waren. Außerdem gab es im Vorwerk eine Ziegelscheune sowie einen Weinberg. Im Dorf waren drei Stellen wieder mit „Untertanen“ besetzt, dazu kam ein Hirte. 1711 gab es im Dorf drei Giebel (=Wohnhäuser), die möglicherweise auch Kötterhöfe waren. Dazu kamen ein Hirte, ein Schäfer, ein Knecht und drei Paar Hausleute. Sie zahlten den Schenken von Landsberg für die 16 Hufen jeweils vier Groschen Abgaben. 1716 berichtete die Statistik lediglich vom Dorf mit Vorwerk, dazu die Ziegelscheune und der Weinberg. 1745 gab es wieder zwei Bauernhöfe. Dazu kamen fünf Kötter, die bereits erwähnte Ziegelscheune sowie außerhalb des Dorfes ein Familienhaus. 1749 wurde der Ortsteil Briesen, der sich bis dahin im Besitz derer von Stutterheim befand, an Joachim Seyfried von Schlieben aus dem Adelsgeschlecht derer von Schlieben auf Oderin verkauft. Um 1750 errichtete Hans Ernst von Schlieben in Briesen ein Herrenhaus. Im Jahr 1771 hatte sich die Gebäudezahl auf sechs Giebel erhöht. Es gab einen Hirten, während die Abgaben mit vier Groschen für 16 Hufen gleich geblieben waren.

19. Jahrhundert

Datei:Kaiserbahnhof Halbe Königliches Empfangsgebäude.jpg
Kaiserbahnhof Halbe

Im Jahr 1801 gab es sechs Bauernhöfe, vier Büdner, acht Einlieger, einen Krug und eine Ziegelei; es gab 19 Feuerstellen (=Haushalte). 1822 wurde in Briesen eine Freischule eingerichtet, die sich aus einer 1817 erfolgten Stiftung der Dichterin Wilhelmine von Schlieben finanzierte. Halbe gehörte seit 1836 zum Kreis Teltow in der Provinz Brandenburg. 1840 bestanden in Halbe 26 Wohnhäuser. Um 1850 wurde in Brand eine unvollständig erhaltene Bronzefibel aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. gefunden. Halbe entwickelte sich weiter. 1858 gab es 17 Hofeigentümer mit 20 Knechten und Mägden. Hinzu kamen zehn nebengewerbliche Landwirte und 28 Arbeiter. Es gab 38 Besitzungen. Elf von ihnen kamen zusammen auf 755 Morgen und waren zwischen 30 und 300 Morgen groß. 13 weitere waren zwischen fünf und 30 Morgen groß (zusammen 209), 14 waren kleiner als fünf Morgen (zusammen 89 Morgen). Mittlerweile hatten sich in Halbe zahlreiche Gewerke angesiedelt. Es gab einen Schneidermeister, einen Stellmachermeister, zwei Schuhmachermeister, einen Maurergesellen, einen Großschmiedemeister und einen Viktualienhändler – allerdings auch zwölf Arme. 1860 gab es in Halbe zwei öffentliche, 28 Wohn- und 49 Wirtschaftsgebäude. 1866 erhielt Brand eine Bahnstation an der Berlin-Görlitzer Bahn, in den Folgejahren auch die Orte Halbe und Oderin. In der Region entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts mehrere Ziegeleien und Holz verarbeitende Betriebe, die Baumaterial unter anderem über die neue Bahnstrecke ins stark wachsende Berlin lieferten.

20. Jahrhundert

Im Jahr 1900 gab es in Halbe 85 Häuser. Innerhalb von 35 Jahren verdreifachte sich die Bevölkerung in Halbe: Wohnten 1875 nur 426 Einwohner in dem Ort, waren es 1910 bereits 1221. Hinzu kamen bis zu 800 Saisonarbeiter. In dieser Zeit errichteten die Einwohner eine Vielzahl neuer Gebäude, darunter auch Geschäfte in der Lindenstraße, beispielsweise das Kaufhaus von Moritz Paul und Karl Richter, die Bier-Großhandlung und Mineralwasserfabrik von Gustav Bährens oder die Möbel-Manufaktor Fritz Breitenbach. 1910 übernahm Fritz Paul Jentz, Inhaber des Metropol-Theaters in Berlin, das Rittergut Briesen. 1910 bis 1913 wurde in Briesen das neue Schloss errichtet und der Park von der Gartenbaufirma Späth aus Berlin angelegt. Mit Hilfe von russischen Kriegsgefangenen aus dem Ersten Weltkrieg entstand eine befestigte Straße von Halbe nach Teurow, die zu einem späteren Zeitpunkt in Kirchstraße umbenannt wurde. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges florierte der Ausflugsverkehr auch nach Halbe; es entstanden Kleingärten und Siedlungsgrundstücke.

1919 erwarb eine israelitische Gartenbauschule aus der Konkursmasse der Halber Dampfziegel AG 75 Morgen Ziegeleigelände nebst einem Verwaltungsgebäude. Gelände und Gebäude bildeten den Grundstock für die Gründung einer von der Idee der Berufsumschichtung getragenen jüdischen Siedlungsgenossenschaft. Das Projekt, zu dem neben dem landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betrieb auch ein Waisenhaus gehörte, scheiterte Mitte der 1920er Jahre und wurde 1926 eingestellt. Das große Gelände wurde an den ortsansässigen jüdischen Ziegeleiunternehmer Martin Rothmann verkauft, das Mobiliar an die Ortsbevölkerung.<ref>Hachschara-Stätte Halbe. Webseite „Teupitz am See / Stadtgeschichte / Amt Schenkenländchen“. Hans-Dieter Schmid: Jüdische Mustersiedlung und Landerziehungsheim Halbe (1919–1926) und Hachscharah-Lager Landwerk Halbe (1934–1938). In: Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität Hannover (CGL) (Hrsg.): Tätigkeitsbericht für die Jahre 2012 bis 2016. Hannover 2017; uni-hannover.de (PDF; 20 MB) </ref>

1924 wurde in Briesen die große Remise mit einer den dorischen Tempeln nachempfundenen Fassade erbaut. Die Anzahl der Gebäude stieg auf 140 Wohnhäuser im Jahr 1931. Im Jahr 1939 gab es in Halbe lediglich noch zwei große landwirtschaftliche Betriebe, die zwischen 20 und 100 Hektar groß waren. Hinzu kamen vier Betriebe mit einer Größe zwischen zehn und 20 Hektar sowie neun Betriebe zwischen fünf und zehn Hektar. Weiteren 68 Betrieben standen lediglich 0,5 bis fünf Hektar zur Verfügung. Einer der größeren Betriebe war das 1934/35 von Friedrich Perlstein gegründete Landwerk Halbe, ein Hachschara-Zentrum, in dem um die 60 Menschen eine landwirtschaftliche, gärtnerische oder hauswirtschaftliche Ausbildung erhielten. Während der Novemberpogrome 1938 wurden die Gebäude des Landwerks von SS-Truppen gestürmt und verwüstet. Die Bewohner mussten Halbe sofort verlassen. Friedrich Perlstein, der eingetragene Besitzer des Landwerks wurde gezwungen, das Anwesen zu verkaufen – es ging an den regimetreuen Chemiefabrikanten Friedrich O. Loch. Das einstige Ausbildungswerk fiel 1945 den russischen Panzern zum Opfer.<ref>Josefine Sack: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deutschlands Erstes Hachschara-Landwerk (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. September 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.maz-online.de In: Märkische Allgemeine. 17. November 2016, abgerufen am 21. September 2021</ref>

1945 im letzten Kriegsjahr des Zweiten Weltkrieges erlitt die Wehrmacht im Raum von Halbe und Märkisch-Buchholz eine ihrer letzten großen Niederlagen. Bei der unter Kessel von Halbe bekanntgewordenen Schlacht kamen gegen Kriegsende geschätzte 60.000 Menschen ums Leben. Ein großer Teil davon wurde auf dem Waldfriedhof Halbe begraben.

1945 wurden 47 Hektar Staatsforst enteignet und aufgeteilt. Vier kleine Bauern erhielten in Summe vier Hektar, 18 Betriebe erhielten 35 Hektar und ein Betrieb acht Hektar. Von 1945 bis 1948 war das Schloss Sitz der sowjetischen Kommandantur, von 1948 bis 1951 Kreisparteischule der SED und dann bis 1991 Schule. Nach Jahren des Leerstands begann 1996 die Rekonstruktion von Schloss und Schlossparkanlage. Halbe kam ab 1952 zum Kreis Königs Wusterhausen im DDR-Bezirk Potsdam. 1953 gründete sich eine LPG vom Typ I, die 1957 neu gegründet wurde und 1959 in einen Typ III umgewandelt wurde. Sie hatte sechs Mitglieder und bewirtschaftete 19 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Im Jahr 1955 entstand das VEB Holzbearbeitungswerk mit 101 Beschäftigten als größter Arbeitgeber im Ort. Die LPG vergrößerte sich und hatte 1960 bereits 22 Mitglieder bei 79 Hektar Fläche. Es gab weiterhin eine LPG Typ I mit 18 Mitgliedern und 79 Hektar Fläche, die sich 1968 mit der LPG in Löpten und der LPG Groß Köris zur LPG Löpten-Halbe-Groß Köris zusammenschlossen. 1973 entstand das VEB Holzkombinat des Kreises Königs Wusterhausen mit dem Werk Halbe. Daneben gab es den Betriebsteil Halbe Möbel und das Schnittholzwerk Halbe des VEB Möbelkombinats neuzera, Betrieb Zernsdorf. Es entstanden die PGH Aufbau, Friseurhandwerk und die LPG Löpten mit dem Betriebsteil Halbe sowie die Oberförsterei Dahmetal Halbe. Am 1. Januar 1974 wurde Teurow eingemeindet.<ref>Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt</ref>

Seit 1993 liegt die Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald. Bei der brandenburgischen Gemeindereform 2003 wurden Briesen, Freidorf und Oderin am 26. Oktober 2003 eingemeindet.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 0 426
1890 0 596
1910 1.221
1925 1.105
1933 1.122
1939 1.229
Jahr Einwohner
1946 1.202
1950 1.273
1964 1.208
1971 1.207
1981 1.350
1985 1.348
Jahr Einwohner
1990 1.291
1995 1.309
2000 1.508
2005 2.232
2010 2.141
2015 2.615
Jahr Einwohner
2020 2.415
2021 2.440
2022 2.508
2023 2.549
2024 2.504

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald (PDF) S. 14–17</ref><ref>Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7</ref><ref>Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)</ref>, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Halbe besteht aus 12 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 70,4 % zu folgendem Ergebnis:

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil
2019<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019</ref>
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024</ref>
Sitze
2024
AfD 26,1 % 3
Bürgerbündnis Halbe 20,6 % 2 17,2 % 2
Initiative Zukunft Gemeinde 16,9 % 2
Wir für hier 21,6 % 3 13,8 % 2
BVB/Freie Wähler-Schenkenländchen 11,4 % 1
Gemeinsam für Halbe 10,1 % 1
Einzelbewerber Holger Schulz 04,4 % 1
Die Linke 16,2 % 2
Feuerwehr Halbe 13,7 % 2
Einzelbewerber Norbert Wedekind 08,5 % 1
Bündnis 90/Die Grünen 07,9 % 1
Einzelbewerber Raimar Wedekind 07,1 % 1
FDP 04,4 %
Insgesamt 100 % 12 100 % 12

Bürgermeister

Kracht wurde bei der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 mit 52,1 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren<ref>Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)</ref> gewählt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024</ref>

Wappen

Das Wappen wurde am 26. August 2003 genehmigt.

Blasonierung: „In Gold ein schräglinker blauer Wellenbalken, begleitet oben von einem schwarz-bordierten silbernen Kreuz und unten von fünf grünen Lindenblättern (3:2).“<ref>Wappenangaben. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Waldfriedhof Halbe Glockenplastik.jpg
Glockenplastik auf dem Waldfriedhof
Datei:Dankeskirche in Halbe.jpg
Dankeskirche

Siehe: Liste der Baudenkmale in Halbe und Liste der Bodendenkmale in Halbe mit den in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmalen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit 1989 finden am Volkstrauertag und seit geraumer Zeit auch am Jahresanfang neonazistische Trauermärsche zum „Heldengedenken“ in Halbe statt. Als Gegendemonstration hat ein von der Landesregierung unterstütztes Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit 2006 einen „Tag der Demokraten“ ins Leben gerufen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Tag der Demokraten“ (Memento vom 21. April 2016 im Internet Archive)</ref>

Verkehr

Halbe liegt an der Landesstraße L 74 zwischen Teupitz und Märkisch Buchholz. Die Anschlussstelle Teupitz der A 13 ist etwa 4 km entfernt.

Die Stationen Halbe, Oderin und Brand Tropical Islands an der Bahnstrecke Berlin–Görlitz werden durch die Regional-Expresslinie RE 7 (Dessau–Berlin–Senftenberg) bedient, Brand Tropical Islands zusätzlich durch die Regional-Expresslinie RE 2 (Nauen–Berlin–Cottbus).

Persönlichkeiten

Literatur

  • Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg: Teltow (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Band 4). Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1976.

Weblinks

Commons: Halbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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