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Judith Schalansky

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Judith Schalansky (2026)

Judith Schalansky (* 20. September 1980 in Greifswald) ist eine deutsche Schriftstellerin, Buchgestalterin und Herausgeberin.

Leben und Werk

Judith Schalansky entstammt einer Lehrerfamilie und wuchs zeitweise in Behrenhoff bei Greifswald auf.<ref>Das Schloss der von Behr - Asymptote. Abgerufen am 17. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie studierte Kunstgeschichte an der FU Berlin und Kommunikationsdesign an der FH Potsdam. Nach dem Abschluss ihres Studiums 2007 unterrichtete sie bis 2009 Typografische Grundlagen an der Fachhochschule Potsdam.

Schalansky begann ihre publizistische Tätigkeit 2006 mit dem typografischen Kompendium Fraktur mon Amour, ehe sie zwei Jahre später ihr literarisches Debüt Blau steht dir nicht vorlegte. Sie hat mehrere ihrer Bücher selbst gestaltet und dafür Designpreise erhalten. So wurde sowohl ihr Atlas der abgelegenen Inseln als auch ihr zwei Jahre später erschienener Bildungsroman Der Hals der Giraffe mit dem 1. Preis der Stiftung Buchkunst bedacht. Schalanskys Bücher sind in mehr als 25 Sprachen übersetzt. 2021 stand ihr Buch Verzeichnis einiger Verluste (An Inventory of Losses) auf der Longlist für den International Booker Prize sowie auf der Longlist für den National Book Award.

Seit dem Frühjahr 2013 gibt sie bei Matthes & Seitz Berlin die Buchreihe Naturkunden heraus.<ref>Naturkunden. Abgerufen am 11. Oktober 2025.</ref>

Schalansky war zusammen mit Karl Ove Knausgård 2019 Poetik-Dozentin an der Universität Tübingen im Rahmen der Tübinger Poetik-Dozentur<ref>Karl Ove Knausgård und Judith Schalansky bei der Tübinger Poetik-Dozentur 2019 | Universität Tübingen. Abgerufen am 7. September 2024.</ref>. Sie wurde im selben Jahr in die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz gewählt und in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen.

2023 wurde sie für ihren Essay „Schwankende Kanarien“ mit dem Wortmeldungen-Literaturpreis ausgezeichnet.<ref>Preisverleihung | Wortmeldungen. Abgerufen am 12. Januar 2024.</ref> Der Essay erschien auch als Buch und in englischer Übersetzung in der Paris Review.<ref>Judith Schalansky: Teetering Canaries. In: The Paris Review. 9. November 2023, abgerufen am 12. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Schalansky ist Mitgründerin des PEN Berlin.<ref>Mitgründer:innen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Juli 2022; abgerufen am 17. Juli 2022.</ref>

Im Juni 2023 übergab sie als neunte Autorin ein neu geschaffenes Werk an die Future Library der Deichmanske bibliotek in Oslo.<ref>Leah Hautermans: „Future Library“ - Die schlafenden Bücher von Oslo. Rheinische Post, 16. Januar 2023</ref> Am 11. Oktober 2025 moderierte sie die Sendung Klassik-Pop-et cetera im Deutschlandfunk.

Schalansky ist mit der Schauspielerin Bettina Hoppe liiert. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter.<ref>Julia Prosinger, Susanne Kippenberger: Schriftstellerin Judith Schalansky: „Mein Herz schlägt für die Zukurzgekommenen“. In: Der Tagesspiegel Online. 24. März 2019, abgerufen am 10. November 2022.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mainz: Stadtschreiberin Schalansky geschockt über Lewitscharoffs Äußerung (Memento vom 31. Juli 2017 im Internet Archive) von Alexandra Eisen; in Allgemeine Zeitung vom 9. März 2014</ref>

Werke

Bücher

  • Fraktur mon Amour. Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2006, ISBN 978-3-87439-696-7.
  • Blau steht dir nicht. Matrosenroman. Mare, Hamburg 2008, ISBN 978-3-86648-078-0.<ref>Saarbrücker Zeitung: Eisenstein, Koeppen und Usedom fügen sichbei Judith Schalansky. 24. April 2008, abgerufen am 9. November 2022.</ref>
  • Atlas der abgelegenen Inseln. Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde. Mare, Hamburg 2009, ISBN 978-3-86648-117-6.
  • Taschenatlas der abgelegenen Inseln. Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde. Fischer, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-596-19012-6.
  • Der Hals der Giraffe. Bildungsroman. Suhrkamp, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-42177-2.
  • Verzeichnis einiger Verluste. Suhrkamp, Berlin 2018, ISBN 978-3-518-42824-5.
  • Erfahrung und Erforschung. Literatur und ihre Welten: Tübinger Poetik Dozentur 2019. Zusammen mit Karl Ove Knausgård, hg. v. Dorothee Kimmich und Philipp A. Ostrowicz. Swiridoff, Künzelsau 2020, ISBN 978-3-89929-409-5.
  • Schwankende Kanarien. (Wortmeldungen-Reihe) Verbrecher Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-95732-564-8.
  • Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist. Suhrkamp, Berlin 2026, ISBN 978-3-518-43201-3

Hörbücher

  • Der Hals der Giraffe. Gelesen von Dagmar Manzel. Der Audio Verlag (DAV), Berlin, 2011, ISBN 978-3-86231-129-3 (Lesung, 4 CDs, 297 Min.).
  • Atlas der abgelegenen Inseln. Ein musikalisches Hörstück. Regie Thom Luz. Christoph Merian Verlag, Basel 2016 (1 CD, 53 Min.).<ref>Fußnoten am Festland. In: FAZ vom 20. Februar 2017, Seite 10</ref>
  • Verzeichnis einiger Verluste. Gelesen von Bettina Hoppe und Wolfram Koch. Der Audio Verlag (DAV), Berlin, 2018, ISBN 978-3-7424-0722-1 (Lesung, 6 CDs, 7 h 38 Min.).

Theateradaptionen

Der Hals der Giraffe
  • Schauspiel Frankfurt, Uraufführung am 8. Dezember 2012, Regie: Florian Fiedler.
  • Maxim-Gorki-Theater Berlin, 2013, Regie: Armin Petras.
  • Schauspiel Hannover, 2013, Regie: Helen Danner.
  • Theater am Alten Markt, Bielefeld, 2013, Regie: Ronny Jakubaschk.
  • Junges Theater Göttingen, 2014, Regie: Götz Lautenbach.
  • Theater Münster, 2014, Regie: Oliver D. Endress.
  • Schauspielhaus Graz, 2014, Regie: Judith Wille.
  • Nationaltheater Weimar, 2016, Regie: Hasko Weber.
  • Deutsches Theater, 2019, Regie: Philipp Arnold.
Atlas der abgelegenen Inseln

Auszeichnungen (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

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