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Psalm 11

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Psalm 11 in einer wissenschaftlichen Bibelausgabe des 17. Jahrhunderts

Der 11. Psalm (nach griechischer Zählung der 10.) ist ein Psalm Davids. Die Gattung des Psalmes lässt sich nicht klar bestimmen.

Form

Die Form des Psalms weicht vom gewöhnlichen Schema ab,<ref name="Gunkel 40">Hermann Gunkel: Die Psalmen. 6. Auflage. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1986, S. 40.</ref> wodurch die Gattung unklar und umstritten ist. Der Alttestamentler Hermann Gunkel ordnet ihn schließlich als „Vertrauenspsalm in der Form des Gesprächs“ ein.<ref name="Gunkel 40" /> Erhard S. Gerstenberger nennt ihn ein „disputierendes Gebet“ innerhalb der Gattung der Klagelieder eines Einzelnen.<ref>Erhard S. Gerstenberger: Psalms. Part 1 (Ps 1–60) with an Introduction to Cultic Poetry. Eerdmans, Grand Rapids 1988, S. 78 f.</ref> Hans-Joachim Kraus weist den Psalm der Formgruppe der Gebetslieder zu.<ref>Hans-Joachim Kraus: Psalmen 1–59. 7. Auflage. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2003, S. 228.</ref>

Üblicherweise wird der Psalm folgendermaßen gegliedert:<ref>Vgl. Hans-Joachim Kraus: Psalmen 1–59. 7. Auflage. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2003, S. 229.</ref>

  • Vers 1a: Vertrauen auf JHWH
  • Vers 1b–3: Zurückweisen des Ratschlags wohlmeinender Freunde
  • Vers 4–7: JHWH als gerechter Richter und Rechtshelfer der Verfolgten

Eine Aufteilung in Strophen wird für gewöhnlich nicht vorgenommen.<ref name="Loretz 106f">Oswald Loretz: Psalmstudien. Kolometrie, Strophik und Theologie ausgewählter Psalmen. De Gruyter, Berlin 2002, S. 106 f.</ref>

Auslegung

Der Psalm ist stark individuell geprägt. Nach Klaus Seybold ist es das persönliche Zeugnis eines Verfolgten, der sich für den Rechtsweg entschieden habe, am Tempel Asyl nachsuche und ein Strafverfahren beantrage.<ref>Klaus Seybold: Die Psalmen Mohr Siebeck, Tübingen 1996, S. 60.</ref> Ähnlich urteilt Hermann Gunkel: Er sei die subjektive Reaktion eines einzelnen Dichters auf eine unverschuldete Notlage.

Eine andere, von Oswald Loretz angestrebte Richtung versucht den Psalm als ein Produkt nachexilischer Schriftgelehrsamkeit, die die Texte der Tradition modernisieren will, zu deuten.<ref name="Loretz 106f" />

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Psalm 11 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Rahmen: 1 • 2

1. Buch: 3 • 4 • 5 • 6 • 7 • 8 • 9 • 10 • 11 • 12 • 13 • 14 • 15 • 16 • 17 • 18 • 19 • 20 • 21 • 22 • 23 • 24 • 25 • 26 • 27 • 28 • 29 • 30 • 31 • 32 • 33 • 34 • 35 • 36 • 37 • 38 • 39 • 40 • 41

2. Buch: 42 • 43 • 44 • 45 • 46 • 47 • 48 • 49 • 50 • 51 • 52 • 53 • 54 • 55 • 56 • 57 • 58 • 59 • 60 • 61 • 62 • 63 • 64 • 65 • 66 • 67 • 68 • 69 • 70 • 71 • 72

3. Buch: 73 • 74 • 75 • 76 • 77 • 78 • 79 • 80 • 81 • 82 • 83 • 84 • 85 • 86 • 87 • 88 • 89

4. Buch: 90 • 91 • 92 • 93 • 94 • 95 • 96 • 97 • 98 • 99 • 100 • 101 • 102 • 103 • 104 • 105 • 106

5. Buch: 107 • 108 • 109 • 110 • 111 • 112 • 113 • 114 • 115 • 116 • 117 • 118 • 119 • 120 • 121 • 122 • 123 • 124 • 125 • 126 • 127 • 128 • 129 • 130 • 131 • 132 • 133 • 134 • 135 • 136 • 137 • 138 • 139 • 140 • 141 • 142 • 143 • 144 • 145

Schluss: 146 • 147 • 148 • 149 • 150

Außerhalb der Zählung: 151 • 152 • 153  • 154 • 155

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