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Aptamil

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Aptamil
Aptamil-Logo
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Besitzer/Verwender Danone

Inhaber Nutricia International B.V.<ref name="Nutricia-DPMA">Siehe die entsprechenden Angaben im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes, abgerufen am 29. Januar 2021.</ref>
Einführungsjahr 1968
Produkte Säuglingsnahrung
Märkte Global
Website Aptaclub.at
Aptaclub.ch
Aptaclub.de

Aptamil ist eine 1968 eingeführte und heute international verwendete Marke für Babynahrung des Lebensmittelunternehmens Danone.

Das Wort Aptamil soll sich laut Danone aus dem Teilwort Apta (lateinisch: passend) und der Silbe mil, die auf Milch beziehungsweise Milk verweist, zusammensetzen.

Eigentum

Die Markenrechte für Aptamil wurden für Deutschland 1966 angemeldet, internationale Rechte wurden 1971 geltend gemacht.<ref>Siehe die die entsprechenden Angaben zur Marke im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes, abgerufen am 29. Januar 2021.</ref> Heute ist die Nutricia International B.V., eine Tochtergesellschaft der Danone S.A., Inhaberin der Rechte an der aktuellen Wort-Bild-Marke.<ref name="Nutricia-DPMA" />

Historisch lagen die Rechte zuerst bei Milupa, das Aptamil 1968<ref>Milupa. In: Florian Langenscheidt (Hrsg.): Deutsche Standards. Marken des Jahrhunderts. Die Königsklasse deutscher Produkte und Dienstleistungen in Wort und Bild. Von Aspirin bis Zeiss. Gabler, Wiesbaden 2006, S. 348, ISBN 978-3-8349-0436-2.</ref> in den Markt einführte. Mit Übernahme von Milupa gingen die Rechte 1995 an das niederländische Unternehmen Nutricia.<ref>Milupa will sich von Standort Ettingshausen trennen. In: Gießener Allgemeine Zeitung. 5. Februar 2008, abgerufen am 1. Februar 2021.</ref> Zwei Jahre später benannte sich Nutricia um und firmierte nun unter Numico.<ref>Julia Djarova: Cross-Border Investing. The Case of Central and Eastern Europe, Kluwer Academics, New York, Boston (u. a.) 2004, S. 226, ISBN 978-0-7923-7474-9. </ref> Mit der Übernahme von Numico durch Danone im Jahr 2007<ref>Danone to pay €12.3 billion for Numico. In: The New York Times. 9. Juli 2007, abgerufen am 1. Februar 2021.</ref> gingen die Markenrechte zur Danone-Gruppe über.

Portfolio

Aptamil-Produkte richten sich an Säuglinge und Kleinkinder in unterschiedlichen Altersstufen. Ferner unterscheiden sich die Produkte hinsichtlich bestimmter Anforderungen. Das Portfolio umfasst:<ref>Siehe Milupa Nutricia GmbH: Produktkategorien. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. März 2021; abgerufen am 12. Februar 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aptawelt-experten.de</ref>

Forschung und Produktionsstandorte

Mit der Marke Aptamil führte das deutsche Unternehmen Milupa 1968 Milchnahrung ein, deren Milcheiweiß dem der Muttermilch nachempfunden war.<ref>Teil 5: Die Goldgräber-Ära 1961–1968. In: Rundschau für den Lebensmittelhandel, 2. Mai 2009 (80 Jahre Rundschau Special)</ref> Im „Forschungs- und Innovationszentrum“ von Danone in Utrecht befassen sich mehr als 600 Mitarbeiter<ref>Nutricia Research B.V.: Danone Nutricia Research, Utrecht. In: nutriciaresearch.com. Abgerufen am 12. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> unter anderem mit Fragen der frühkindlichen und der medizinischen Ernährung sowie der Muttermilch-Forschung. Auch für Aptamil-Produkte wird hier geforscht.<ref>Katy Askew: Danone invests EUR240m in European infant formula facility. In: just-food.com. 2. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. April 2021; abgerufen am 2. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.just-food.com</ref><ref>Muttermilchforschung: Stillen beeinflusst Gesundheit enorm. In: Salzburger Nachrichten. 6. Dezember 2015, abgerufen am 12. Februar 2021.</ref>

Aptamil-Produkte werden weltweit an verschiedenen Standorten hergestellt, im deutschsprachigen Raum ist das Fulda in Hessen.<ref>Milupa-Werk bleibt in Fulda. In: Lauterbacher Anzeiger, 29. August 2008.</ref><ref>Chinesen kaufen Babynahrung auf. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 19. März 2013.</ref><ref>Danone investiert 170 Mio.: Neuer Milupa-Standort Top Fünf weltweit. In: Osthessen News. 20. April 2016, abgerufen am 1. Februar 2021.</ref> Zu den Standorten im Ausland zählen zum Beispiel Cuijk in den Niederlanden,<ref>Danone eröffnet neue Fabrik für Baby-Nahrung. In: foodaktuell.ch. 27. März 2019, abgerufen am 1. Februar 2021.</ref> Wexford in Irland<ref>Eoin Burke-Kennedy: Danone Wexford becomes world’s first carbon neutral infant formula plant. In: The Irish Times. 1. Juli 2020, abgerufen am 12. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> oder Balclutha auf Neuseeland.<ref>Gerard Hutching: Danone to cut carbon emissions at Balclutha plant to zero. In: stuff.co.nz. 30. Juli 2019, abgerufen am 1. Februar 2021.</ref>

Märkte, Positionierung und Bekanntheit

2017 wurden Aptamil-Produkte in 45 Ländern verkauft.<ref>Millette Burgos: Danone’s Aptamil launched in India as part of nutrition and revenue growth plans. In: foodnavigator-asia.com. 17. Januar 2017, abgerufen am 1. Februar 2021.</ref> Aptamil soll innerhalb der Danone-Marken für Babynahrung als „wissenschaftliches Premium-Label“ gelten.<ref>Iris Tietze: Milupa positioniert Marke erneut um. In: Lebensmittel Zeitung, 14. September 2012.</ref>

2017 gaben 80 Prozent von 603 befragten Einkaufsberechtigten mit maximal vierjährigen Kindern in Deutschland an, Aptamil als Marke für Babynahrung zu kennen.<ref>Welche dieser Marken für Babynahrung kennen Sie, wenn auch nur dem Namen nach? In: Statista, abgerufen am 29. Januar 2021.</ref> 2020 gaben 47 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ab 14 Jahren an, Aptamil namentlich zu kennen.<ref>Ranking der bekanntesten Babynahrungsmarken in Österreich im Jahr 2020. In: Statista, abgerufen am 29. Januar 2021.</ref>

Relevanz in der Danone-Gruppe

Aptamil ist nach Eigenaussage des Unternehmens die umsatzstärkste Marke von Danone.<ref>Danone S.A.: Annual Report 2019, S. 4 und S. 26, abgerufen am 29. Januar 2021.</ref>

Grauer Markt

Zwischen 2013 und 2015 kam es insbesondere in Deutschland, aber auch in den Niederlanden, gehäuft zu Lieferengpässen, weil Aptamil-Produkte in großen Mengen und organisiert im Lebensmitteleinzelhandel von Zwischenhändlern aufgekauft wurden, um sie anschließend nach China zu exportieren und dort zu hohen Preisen zu verkaufen. Die Zwischenhändler profitierten, weil das Verbrauchervertrauen in chinesische Milchpulverprodukte durch Skandale erschüttert worden war.<ref>Chinesische Eltern kaufen massenhaft deutsche Babynahrung. In: Spiegel online. 18. Januar 2013, abgerufen am 2. Februar 2021.</ref><ref>Kirsten Ludowig, Anja Müller, Finn Mayer-Kuckuk, Christoph Kapalschinski: Warum das Milchpulver knapp wird. In: Handelsblatt, 12. März 2013.</ref><ref>Milchpulver bleibt in Hamburg Mangelware. In: Hamburger Abendblatt, 29. Dezember 2014.</ref><ref>Christian Lattmann, Christoph Murmann: Handel wehrt sich mit Filzstiften. In: Lebensmittel Zeitung, 4. September 2015.</ref> Zur Verknappung trugen auch systematische Diebstähle von Aptamil-Produkten bei, die dann ebenfalls in China verkauft wurden.<ref>Tobias Wolf, Christoph Springer: Zugriff im Morgengrauen. Die Bundespolizei zerschlägt eine internationale Bande, die ihr Diebesgut bis nach China verkaufte. In: Sächsische Zeitung 19. Januar 2017.</ref><ref>Timo Jann: Professionelle Bande stiehlt kiloweise Babynahrung. Ermittlungserfolg. Schwarzenbeker Polizei nimmt sechs Männer fest. In: Lübecker Nachrichten, 17. März 2018.</ref><ref>Astrid Geisler, Anne Kunze: Die Spur des weißen Pulvers. In: Die Zeit 2. August 2018. Siehe hierzu auch Astrid Geisler, Anne Kunze: Die Methoden der Milchpulver-Mafia. In: Zeit online. 2. August 2018, abgerufen am 2. Februar 2021 (Erklärvideo auf Facebook).</ref><ref>Andreas Kopietz: Das illegale Geschäft mit Babynahrung. In: Berliner Zeitung 9. Dezember 2019.</ref> Danone reagierte 2016 durch Kooperation mit einem Online-Händler, um in China einen kontrollierten Vertrieb sicherzustellen und dem grauen Markt entgegenzuwirken.<ref>Katy Askew: Danone teams up with Windeln.de in Germany, China. In: just-food.com. 16. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. April 2021; abgerufen am 12. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.just-food.com</ref>

Einzelnachweise

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