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Obergrenzebach

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Obergrenzebach
Gemeinde Frielendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(789)&title=Obergrenzebach 50° 55′ N, 9° 18′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(789) 50° 55′ 13″ N, 9° 18′ 12″ O
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Höhe: 306 (293–323) m
Fläche: 13,52 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 789 (31. Dez. 2018)<ref name="DF">Zahlen und Fakten. In: Internetauftritt. Gemeinde Frielendorf, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. März 2021;.</ref>
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Eingemeindet nach: Grenzebach
Postleitzahl: 34621
Vorwahl: 06691

Obergrenzebach ist ein Ortsteil der Gemeinde Frielendorf im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Geographische Lage

Obergrenzebach liegt knapp 6,5 km südsüdwestlich des Frielendorfer Kernorts in den Westausläufern des Knüllgebirges am östlichen Schwalm-Zufluss Grenzebach. Durch das Dorf verläuft die Landesstraße 3155 (Niedergrenzebach–Obergrenzebach–Seigertshausen). Mitten im Dorf steht die Kirche.

Geschichte

Datei:Am Wasser 6, 1, Obergrenzebach, Frielendorf, Schwalm-Eder-Kreis.jpg
Gehöft Am Wasser 6

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Obergrenzebach erfolgte unter dem Namen Grincenbach um das Jahr 1015. Eine Unterscheidung zwischen Ober- und Nieder-Grenzebach ist hier noch nicht möglich.<ref name="lagis" />

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen bildeten am 31. Dezember 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Leimsfeld, Obergrenzebach und Schönborn die neue Gemeinde Grenzebach.<ref name="DEZ71">Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 48. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> Da die Gemeinde Grenzebach nach Ansicht der hessischen Landesregierung noch immer zu klein war, wurde sie am 1. Januar 1974 kraft Landesgesetz mit der zuvor gebildeten Großgemeinde Frielendorf und sechs weiteren Gemeinden zur neuen Großgemeinde Frielendorf zusammengeschlossen. Diese wechselte in den neu geschaffenen Schwalm-Eder-Kreis.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, §§ 8 und 27 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref><ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" /> Als Verwaltungssitz wurde Frielendorf bestimmt. Für die ehemals eigenständigen Gemeinden von Frielendorf wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 91 kB) § 4. In: Webauftritt. Gemeinde Frielendorf, abgerufen im März 2023.</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Obergrenzebach 828 Einwohner. Darunter waren 3 (0,4 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 132 Einwohner unter 18 Jahren, 339 zwischen 18 und 49, 192 zwischen 50 und 64 und 168 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 336 Haushalten. Davon waren 75 Singlehaushalte, 99 Paare ohne Kinder und 126 Paare mit Kindern, sowie 36 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 60 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 219 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• um 1510: 14 wehrhafte Männer
• 1585: 61 Hausgesesse
• 1639: 36 Hausgesesse, eine Witwe
• 1681: 38 Hausgesesse, 6 Ausschuss, zwei Junggesellen
• 1750: 60 Wohnhäuser einschließlich 3 Mühlen, 305 Einwohner
Obergrenzebach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2017
Jahr  Einwohner
1834
  
546
1840
  
590
1846
  
611
1852
  
626
1858
  
605
1864
  
630
1871
  
576
1875
  
562
1885
  
579
1895
  
584
1905
  
608
1910
  
638
1925
  
664
1939
  
699
1946
  
1.065
1950
  
1.024
1956
  
898
1961
  
915
1967
  
914
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
828
2017
  
810
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Frielendorf<ref name="DF" />, Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1861: 617 evangelisch-reformierte Einwohner.
• 1885: 579 evangelische (= 100 %) Einwohner
• 1961: 860 evangelische (= 93,99 %), 54 katholische (= 5,90 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

• 1750: 5 Wagner, ein Zimmermann, drei Schneider, drei Schmiede, vier Leineweber, ein Faßbinder, zwei Maurer, drei Tagelöhner, drei Müller, ein Branntweinbrenner, zwei Branntweinschenken, welche dem Schneider und Branntweinbrenner zugerechnet werden, ein Handelsjude
• 1838 Familien: 33 Ackerbau, 31 Gewerbe, 32 Tagelöhner
• 1961 Erwerbspersonen: 197 Land - und Forstwirtschaft, 176 produzierendes Gewerbe, 26 Handel und Verkehr, 37 Dienstleistungen und Sonstiges

Politik

Für Obergrenzebach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Obergrenzebach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Obergrenzebach 55,9 %. Es erhielten die SPD mit 84,4 % der Stimmen 8 Sitze und die „Freie Wählergemeinschaft Frielendorf“ mit 15,2 % einen Sitz.<ref>Ortsbeiratswahl Obergrenzebach. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im März 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Markus Mühling (SPD) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Obergrenzebach. In: Webauftritt. SPD Frielendorf, abgerufen im Mai 2023.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Obergrenzebach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Obergrenzebach, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 3. Juli 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 32 und 88, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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