Zum Inhalt springen

Camille Claudel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. Oktober 2025 um 13:02 Uhr durch imported>Ticksonne (Filme: einen ergänzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Camille Claudel, 1886.jpg
Camille Claudel, Foto: César, 1884Datei:Signature of Camille Claudel.png

Camille Claudel <templatestyles src="IPA/styles.css" />[kamij klodɛl] <phonos file="Fr-Camille Claudel.oga"></phonos> (* 8. Dezember 1864 in Fère-en-Tardenois; † 19. Oktober 1943 in Montdevergues, Département Vaucluse) war eine französische Bildhauerin und Malerin, bekannt für ihre figurativen Werke in Bronze und Marmor. Sie war die Schülerin und Geliebte von Auguste Rodin und stand Zeit ihres Lebens in dessen Schatten. Die kunsthistorische Würdigung von Claudels Werk und ihre Bedeutung als eine der wichtigsten Bildhauerinnen des 19. Jahrhunderts beginnt spät. Grund ist die enge Verknüpfung von künstlerischem Werk und Autobiografie. Ihre Skulpturen sind weltweit in mehreren großen Museen ausgestellt. 2017 wurde das Museum "Camille Claudel" in Nogent-Sur-Seine eröffnet, in dem ihr Lebenswerk gewürdigt wird. Zwei Biopics, Dokumentarfilme und Biografien befassen sich mit ihrem Werdegang.

Leben

Kindheit und Jugend

Datei:Maison natale de Paul Claudel.JPG
Geburtshaus von Camille und Paul Claudel in Villeneuve-sur-Fère
Datei:Famille Claudel vers 1870.jpg
Vater Louis-Prosper Claudel mit Camille, rechts, Louise links und Paul auf seinem Schoß, circa 1870

Camille Claudel war die Tochter des Finanzbeamten Louis-Prosper Claudel und der Mutter Louise-Athenaïse Cervaux-Claudel.<ref name="fembio">Andrea Schweers: Camille Claudel. In: fembio e. V. FemBio Biographien-Datenbank von Luise F. Pusch. Institut für Frauen-Biographieforschung Hannover/Boston, abgerufen am 8. Dezember 2019.</ref> Nach der Geburt der zweitgeborenen Camille (der erstgeborene Charles Henri war im Alter von zwei Wochen gestorben) weinte die Mutter, die sich so sehr einen Jungen wünschte, und sagte dann kein Wort mehr. Es wird vermutet, dass die Tatsache, dass Camilles Mutter im Alter von vier Jahren ihre eigene Mutter verloren und selbst keine Mutterliebe gekannt hatte, das weitere Verhältnis von Mutter zur Tochter prägte.

Datei:Camille Claudel par Etienne Carjat 1886.jpg
Camille Claudel,
Foto: Etienne Carjat, 1886

1866 wurde Camilles Schwester Louise Jeanne geboren, zwei Jahre später der Bruder Paul Louis. Sowohl der Vater, Louis-Prosper Claudel, als auch der jüngere Bruder, der Dichter Paul Claudel, hatten ein inniges Verhältnis zu Camille. Noch vor dem Fall des zweiten Kaiserreichs wurde Louis-Prosper Claudel nach Bar-le-Duc versetzt. Camille wurde dort als Sechsjährige eingeschult. Später bekamen die Kinder einen Hauslehrer. Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr lebte Camille in Bar-le-Duc. Das von Ligier Richier geschaffene Monument au cœur de René de Chalon – meist Le Transi oder Le Squelette genannt – in der Kirche St-Étienne von Bar-le-Duc dürfte Camille schon früh fasziniert haben. Auf das heranwachsende Mädchen übten Steine und Felsen eine besondere Faszination aus, sie galt als vom Modellieren besessen. Der Vater förderte die Begabung seiner Tochter. 1876 wurde er nach Nogent-sur-Seine versetzt, wo die Bildhauer Paul Dubois, seit 1878 Direktor der Pariser Kunstakademie (École nationale supérieure des beaux-arts de Paris), und sein Schüler Alfred Boucher tätig waren. Um 1879 bat Camilles Vater Boucher um seine Meinung zu den Jugendarbeiten der fünfzehnjährigen Camille. Dieser bestärkte Camille, die Bildhauerei ernsthaft fortzusetzen. Da Frauen zu der Zeit an der Akademie zum Studium nicht zugelassen wurden, empfahl er den Besuch der privaten Académie Colarossi, einer der wenigen Kunstschulen, an denen auch weibliche Studenten zugelassen waren. An dieser Institution studierten u. a. Paul Gauguin, Amedeo Modigliani, Wilhelm Lehmbruck oder Paula Modersohn-Becker.

Datei:Camille Claudel atelier.jpg
Camille Claudel im Atelier N° 117, Rue Notre-Dame-des-Champs, im Hintergrund Jessie Lipscomb,
Foto: William Elborne, 1887

Als der Vater 1879/80 aus beruflichen Gründen nach Wassy-sur-Blaise gehen musste, richtete er der Familie zur besseren Unterrichtung der Kinder und auf Wunsch Camilles 1881 eine Wohnung in Paris am Montparnasse ein. Im selben Jahr trat die sechzehnjährige Camille in die Académie Colarossi ein. Bald fand sie einen Kreis von jungen Bildhauerinnen, mit denen sie sich ein Atelier in der Rue Notre-Dame-des-Champs teilte. Sie wurde zur Wortführerin der Gruppe. Zu diesem Zirkel gehörten auch drei Engländerinnen, darunter Jessie Lipscomb, die eine enge Freundin wurde. Jede Woche besuchte Boucher das Atelier, um zu lehren und zu korrigieren. 1883 bekam Boucher ein Italien-Stipendium. Sein Vertreter wurde sein Freund Auguste Rodin.

Camille Claudel und Rodin

1883 trafen Camille Claudel und der 43-jährige und damit fast 24 Jahre ältere Bildhauer Auguste Rodin im losen Schülerinnen-Lehrer-Verhältnis zusammen. Rodin modellierte 1884 eine erste Porträtbüste von Camille Claudel, eine Fassung in Bronze befindet sich im Musée Rodin in Paris. Im Jahr 1885 stellte Claudel zum ersten Mal aus. Ende 1885 machte Camille Claudel zusammen mit Jessie Lipscomb von dem Angebot Gebrauch, im Atelier Rodins zu arbeiten.

1886 reisten Claudel und Lipscomb für einen längeren Sommeraufenthalt nach Peterborough zu Jessie Lipscombs Familie. Rodin reiste ihnen nach. Nach vielen Fehlversuchen, Claudel zu treffen, überredete Jessie Lipscomb ihre Eltern, Rodin zum Essen einzuladen. Die Begegnung verlief jedoch unglücklich für beide und Rodin reiste deprimiert wieder ab. In einem Brief an Rodin lenkte Claudel ein und gab sich versöhnlich.

Datei:CamilleClaudel sculptant Vertunme et Pomone 1903.jpg
Camille Claudel arbeitet an Vertumne et Pomone, auch bekannt als Sakuntala, 1903
Datei:Rodin p1070087.jpg
Rodin: Camille mit phrygischer Haube; 1886

Am 12. Oktober 1886 setzte Rodin einen Vertragsbrief<ref>Monika Buschey: 12. Oktober 1886: Auguste Rodin und Camille Claudel schließen einen Vertrag. In: NDR Info / ZeitZeichen, 12. Oktober 2011, (zuvor in WDR 3 → <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Inhalt (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive)), Audio-Datei, 14:45 Min., Zitat: „Rodin ist hilflos. Fassungslos.“</ref> auf,<ref>Der Vertrag wurde im Nachlass Rodins erst 1989 wieder aufgefunden.</ref> der vermutlich von Paul Claudel diktiert wurde und in dem Rodin sich verpflichtete, Camille Claudel als einzige Schülerin zu unterrichten und mit allen Mitteln zu unterstützen. Dies schloss mit ein, auch Einfluss zu nehmen, dass ihre Arbeiten bei Ausstellungen gut platziert und in der Presse positiv besprochen würden. In dem Vertragsbrief verpflichtete er sich weiterhin, sich bis Mai 1887 mit keiner anderen Frau einzulassen, weder mit einem der früheren weiblichen Modelle noch mit Schülerinnen. Ferner verlangte Camille Claudel, vom renommierten Fotografen Étienne Carjat fotografiert zu werden, eine sechsmonatige Italienreise, ein Reiterdenkmal – falls Rodin diesen Auftrag bekommen sollte – auszuführen und schließlich sie zu heiraten. Als Gegenleistung sagte sie zu, Rodin viermal im Monat, bis Mai 1887, in ihrem Atelier zu empfangen. Keine der Abmachungen wurde gänzlich erfüllt, einige lediglich zum Teil. Ab Frühjahr 1887 waren Jessie Lipscomb und eine englische Freundin wieder im Atelier Rodin.

Die Beziehungen zwischen Claudel und Rodin waren in der ganzen Zeit schwierig. Es gab Streitereien, Gefühlsschwankungen und Gefühlsausbrüche. Im Sommer reisten beide zum Château l’Islette. 1888 verließ Camille Claudel die elterliche Wohnung, weil sie dort nicht arbeiten konnte und die Mutter sowohl die Beziehung zu dem viel älteren Rodin als auch grundsätzlich ihre Arbeit als Bildhauerin missbilligte.

Sie mietete sich eine kleine Wohnung im Haus 113 am Boulevard d’Italie. In der Nähe hatte Rodin ein geheimes, nicht offizielles Atelier im Schlösschen Palais Folie-Neufbourg<ref>1886 - 1893 : Rodin and Camille Claudel: a tumultuous love affair and an impassioned, intense artistic dialogue. | Musée Camille Claudel. Abgerufen am 8. Dezember 2024.</ref>, das schon Alfred de Musset und George Sand bewohnt hatten. Hier trafen sich Rodin und Claudel. Um 1888/89 hatte Claudel eine kurze Affäre mit Claude Debussy, die aber schon 1891 beendet war. Aber auch Rodin traf sie in der Zeit und arbeitete in seinem Atelier.

1892 verließ sie das gemeinsame Atelier. Von 1893 an trennte Claudel Beruf und Alltag und beendete das Verhältnis mit Rodin. Nach der Trennung geriet sie finanziell und emotional in eine tiefe Krise. 1898 verließ Claudel den Boulevard d’Italie und ließ sich für ein Jahr in der Rue de Turenne 63 nieder. 1899 übersiedelte sie an den Quai Bourbon 19, wo sie bis 1913 in einer düsteren, unordentlichen und vollgestopften Zwei-Zimmer-Wohnung wohnte. Um 1905 waren die Symptome einer psychischen Erkrankung, die zu ihrer Zeit als Paranoia bezeichnet wurde, offensichtlich. Diese schlug sich auch in ihrer physischen Verfassung nieder. Von 1905 an zerstörte sie systematisch jeden Sommer einen Großteil ihrer Werke. In ihrem Verfolgungswahn beschuldigte sie Rodin des Plagiats und einer Verschwörung. Außerdem hatte sie einen Vergiftungswahn. Im Lauf der Jahre verschlechterte sich ihr Zustand weiter.

Krankheit und Tod

Vom Tod des Vaters am 2. März 1913 erhielt Claudel keine Nachricht. Deswegen erschien sie auch nicht auf der Beerdigung. Da Camille Claudels Vater, ihr letzter heimlicher Unterstützer und Verteidiger, nun tot war, beschlossen Claudels Mutter und ihr Bruder, Camille in eine psychiatrische Anstalt einweisen zu lassen. Einen Tag nach der Beerdigung ließ sich der Bruder von einem Dr. Michaux das Einweisungsattest ausstellen. Am 7. März riet der Direktor der Anstalt, das Attest, das er nicht für ausreichend hielt, zu ergänzen, wodurch die Einweisung verzögert wurde. Am Montag, dem 10. März 1913, wurde Claudels Wohnung aufgebrochen und sie gegen ihren Willen in die Anstalt Ville-Évrard gebracht. Der für das Heim Ville-Évrard zuständige Arzt Dr. Truelle stellte ein zweites Attest aus, auf dem die gleichen Symptome wie auf dem vorherigen Attest beschrieben waren. Im September 1914 verlegte man Claudel nach Montdevergues (Département Vaucluse) in Südfrankreich.

Camille Claudel verbrachte die letzten 30 Jahre ihres Lebens nahezu vergessen in psychiatrischen Anstalten, ohne ein weiteres Werk geschaffen und ohne je wieder Erfolg gehabt zu haben. Claudel hätte die Anstalt laut Anstaltsleitung in den frühen 1920er Jahren verlassen können, doch lehnte die Mutter, die sie ebenso wie die Schwester in den Anstalten nie besucht hatte, die Entlassung entschieden ab.

Ihr Bruder Paul Claudel besuchte sie nur ein einziges Mal, etwa einen Monat vor ihrem Tod. Auch wenn er von einer Angehörigen brieflich von ihrer Versorgungslage erfahren hatte, brachte er ihr keine Lebensmittel mit. In den ersten Jahren des Vichy-Regimes hungerten alle Insassen der Anstalt.<ref>Claude Quétel: Vichy (= Emmanuel Hecht [Hrsg.]: Collection Vérités et légendes (VL)). Éditions Perrin, Paris 2024, ISBN 978-2-262-10104-6, S. 175 f.</ref> Claudel starb am 19. Oktober 1943 in Montdevergues an einem Schlaganfall, der ursächlich durch Unterernährung entstanden war. Sie wurde dort auch beerdigt.

Werk

Claudel stellt 1893 im Pariser Salon (Salon Nationale Des Beaux Arts/SNBA) "La Valse" aus, eines ihrer Hauptwerke. Die Kritik lobt die Gruppe als gelungene Umsetzung der schwierigen Aufgabe von Bewegung in Skulptur.<ref>Lucien Bourdeau: La Valse. In: Georges Moreau (Hrsg.): Revue encyclopédique. 1. Auflage. Nr. 65. Paris 1893, S. 823–824.</ref> Die Büste mit dem Bildnis von Rodin wird im französischen Pavillon auf der Weltausstellung in Chicago (1893) gezeigt.<ref>Camille Claudel: Correspendance. Hrsg.: Anne Rivière und Bruno Gaudichon. 4. Auflage. Paris 2014, ISBN 978-2-07-014325-2, S. 90.</ref> 1895 erhält die Bildhauerin den staatlichen Auftrag für die Vergrößerung ihrer Gruppe "L'âge mûr ou la destinée"<ref>Camille Claudel: Correspondance. Hrsg.: Anne Rivière und Bruno Gaudichon. 3. Auflage. Paris 2014, ISBN 978-2-07-014325-2, S. 127.</ref>, im gleichen Jahr stellt sie die Gruppe "Les causeuses" im Salon aus<ref>Camille Claudel: Correspondance. Hrsg.: Anne Rivière und Bruno Gaudichon. 3. Auflage. Paris 2014, S. 113–115.</ref>. Die 1897 m Salon präsentierte Arbeit "La vague"<ref>Collections portal - La vague. Musée Rodin, abgerufen am 27. Januar 2025.</ref> wird als künstlerische Auseinandersetzung mit dem in dieser Zeit so populären japanischen Farbholzschnitt (Ukiyo-e) betrachtet. Als Vorlage gilt hier aus den 36 Ansichten des Fuji von Hokusai, das 1. Blatt: "Die große Welle vor Kanagawa".<ref>Exposition internationale, Palais des Arts Libéraux. Paris 1892, S. 127.</ref> 1898 erscheint im Mercure de France eine fast 30-seitige Würdigung ihrer Arbeit als Bildhauerin.<ref>Mathias Morhardt: Mlle Camille Claudel. In: Mercure de France. Nr. 3. Paris 1898, S. 709–735.</ref> 1905 stellt Claudel im Herbstsalon die Bronzefassung von "Sakountala"<ref>Camille Claudel: Correspondance. Hrsg.: Anne Rivière und Bruno Gaudichon. 3. Auflage. 2014, ISBN 978-2-07-014325-2, S. 245.</ref> (auch als "L'abandon" betitelt) aus.

Datei:Le Musée Camille Claudel (Nogent-sur-Seine) (43980921631).jpg
Museum Camille-Claudel

Museum Camille-Claudel

Das Lebenswerk von Claudel wurde am 26. März 2017<ref>Musée Camille Claudel, ouverture le 26 mars 2017 auf YouTube, abgerufen am 25. April 2018.</ref> mit der Eröffnung des Musée Camille Claudel, eines staatlichen Museums in Nogent-sur-Seine gewürdigt.<ref>Musée Camille Claudel (engl., frz.)</ref> Es befindet sich 100 km südöstlich von Paris und ist in einer Stunde von Paris aus mit dem Zug erreichbar.<ref name="Maïlys_C." /> Claudel verbrachte hier mit ihrer Familie einen Teil ihrer Mädchenjahre. Es beherbergt die „größte Camille-Claudel-Sammlung der Welt“<ref>Eröffnung des Museums Camille Claudel. In: France.fr. 29. März 2017, abgerufen am 18. September 2018 (deutsch).</ref> mit 39 Skulpturen aus Claudels Hand.<ref name="Maïlys_C.">Maïlys C.: Musée Camille Claudel: ouverture en mars 2017 à Nogent-sur-Seine. In: Sortira Paris, 29. Dezember 2016.</ref>

Werke

Datei:Lâge mur (Musée Rodin) (4921654776).jpg
L'Âge mûr, zweite Version 1899, Musée Rodin, Paris
Datei:Vertumnus and Pomona by Camille Claudel.jpg
Vertumne et Pomone oder Sakuntala, Marmorskulptur, 1905, Musée Rodin, Paris
Datei:L62 - Musée Rodin - Camile Claudel - La Vague.JPG
La Vague, deutsch: Die Welle, 1897

Ihre Werke befinden sich unter anderem im Musée d’Orsay<ref>Exposition « L'Age mûr » de Camille Claudel | Musée d'Orsay. Abgerufen am 8. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und im Musée Rodin in Paris.

um 1880 Diana (Gips)
1882 Alte Helene (Fassungen in Gips, Terracotta und Bronze)
1884 Torso einer hockenden Frau (in koloriertem Gips und als Bronzeabguss)
1884 Junger Römer (mehrere Gipsfassungen, mehrere Bronzefassungen)
1884 Porträt von Louise-Athanaise Claudel (Ölgemälde, zerstört)
1885 Büste von Louise Claudel (Fassungen in Terracotta, Gips und Bronze)
ca. 1885 Studie einer Hand (in Gips, verschollen und Bronze)
ca. 1885 Studie eines Kopfes (in Gips, Ebenbild von Auguste Rodins Plastik „Geiz“)
ca. 1885 Studie eines Kopfes (in Gips)
1885 Giganti (in Gips verschollen und mehrere Bronzeabgüsse)
1885 Jessie Lipscomb (Terracotta)
1885–1888   zwei Serien Kohlezeichnungen aus Gérardmer und der Isle Wight
1886 Jessie Lipscomb (Kohlezeichnung)
1887 Porträt von Auguste Rodin (Ölgemälde)
1887 Porträt von Auguste Rodin (Kohlezeichnung)
1888 Büste von Rodin (Terracotta, verschollen, mehrere Gipsfassungen, mehrere Bronzefassungen)
1888 Sakuntala (kolorierter Gips, mehrere Terracottafassungen, ca. 75 Bronzeabgüsse, 1905 in Marmor als Vertumnus und Pomona bekannt)
1888 Paul Claudel (Buntstiftzeichnung)
1889 Charles Lhermitte als Kind (in Gips, verschollen und Bronze)
1889 Junges Mädchen mit Kapuze. Das Gebet (in Gips, verschollen und Bronze)
1889–1905 La Valse ihr Hauptwerk, Bronzeskulptur, 25 Abgüsse
ca. 1890 Sich streckende Katze (Bronze)
ca. 1890 Mädchen mit der Garbe (Terracotta und diverse Bronzen)
1897 La Vague (Die Welle) (Bronze)
1893–1899 L'Âge mûr (Das reife Alter) (Versionen in Gips und Bronze)
1905 Sakuntala (Vertumne et Pomone) (Marmor)

Würdigungen

Datei:Montfavet - Mémorial Camille Claudel.JPG
Denkmal für Camille Claudel in Montfavet

Literatur

  • Anne Delbeé: Der Kuss. Kunst und Leben der Camille Claudel. (Roman.) Goldmann, München 2003, ISBN 3-442-73054-6.
  • Thomas Ettl: Camille Claudel. Die Flehende vom Quai de Bourbon. Eine fiktionale Psychoanalyse. Psychosozial-Verlag, Gießen 2014, ISBN 978-3-8379-2436-7.
  • Renate Flagmeier: Studien zum Werk der Camille Claudel und anderer Künstler aus dem Umkreis des Auguste Rodin. Magisterarbeit an der Freien Universität Berlin 1984.
  • Georg Franzen: Camille Claudel. In: ders.: Symbolisches Verstehen. Beiträge zur angewandten Kunstpsychologie. Dissertation an der Universität Bremen 1992. Lang, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-631-32111-2, S. 60–76.
  • Barbara Krause: Camille Claudel. Ein Leben in Stein. Neues Leben, Berlin 1990, ISBN 3-355-01042-1.
  • Hans-Dieter Mück (Hrsg.): Camille Claudel 1864–1943. Das Lehrwerk der ersten großen europäischen Bildhauerin. Skulpturen und Zeichnungen. Zur Ausstellung in der Kunsthalle Rostock, 20. Januar bis 1. April 2007, Kunsthalle Rostock 2007, ISBN 3-935144-16-4.
  • Reine-Marie Paris: Camille Claudel 1864–1943. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-059003-9.
  • Josef A. Schmoll: Rodin und Camille Claudel. Prestel, München u. a. 2000, ISBN 3-7913-2450-0.

Filme

Weblinks

Commons: Camille Claudel – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein