Tupolew Tu-82
| Tupolew Tu-82 / Tu-83 | |
|---|---|
| Datei:Tu-82 01 00089118.jpg | |
| Typ | Bombenflugzeug |
| Entwurfsland | |
| Hersteller | OKB Tupolew |
| Erstflug | 24. März 1949<ref>Nikolai Jakubowitsch: Tupolew Tu-82: Experimenteller Frontbomber. In: Klassiker der Luftfahrt. Nr. 3. Motor Presse, 2026, ISSN 1860-0654, S. 29.</ref> |
| Indienststellung | Nur Prototyp |
| Produktionszeit | 1948/1949 |
| Stückzahl | 1 |
Die Tupolew Tu-82 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war ein sowjetisches Bombenflugzeug aus der zweiten Hälfte der 1940er-Jahre und in dieser Eigenschaft das erste mit Pfeilflügeln ausgerüstete strahlgetriebene Flugzeug des OKB Tupolew.
Geschichte
Das Projekt 82 entstand als Parallelentwurf zur Tu-14 und basierte wie diese auf dem Projekt 72, das wiederum aus einer Forderung der Luftstreitkräfte nach einem zweimotorigen Strahlbomber von Anfang 1946 resultierte. Der Rumpf ähnelte weitgehend der Tu-14, besaß eine verglaste Bug- und aufgesetzte Pilotenkanzel sowie einen bemannten Abwehrstand im Heck. Insgesamt war die auch als Tu-22 bezeichnete Tu-82 in ihrer Länge und Spannweite aber um etwa vier Meter kleiner gehalten. Die zweiholmigen Tragflächen wiesen eine Pfeilung von 35° auf und waren in Schulterdeckerkonfiguration am Rumpf angeordnet. Das Leitwerk wies eine Pfeilung von 40° auf. Die verwendeten RD-45F-Triebwerke waren hängend unter den Tragflächen angeordnet; deren Gondeln dienten gleichzeitig zur Aufnahme des doppelt bereiften Hauptradfahrwerks.
Am 24. März 1949 erfolgte durch Alexei D. Pereljot der erste Flug.<ref group="A">Laut Wer? Wann? Was? – Tupolew Tu-82. In Fliegerrevue 9/85, S. 287, erfolgte der Erstflug im Februar 1949.</ref> Die weitere Erprobung verlief ohne größere Zwischenfälle und wurde im Juni des Jahres abgeschlossen. Sie erbrachte einige Erkenntnisse über das Flugverhalten von mehrmotorigen Pfeilflügelflugzeugen im Unterschallbereich. Ebenfalls 1949 wurde noch eine zweite Version unter der Bezeichnung Tu-83 entwickelt. Sie besaß einen um fast zwei Meter verlängerten Rumpf mit einem zusätzlichen ferngesteuerten Abwehrstand auf dem Rücken. Die Besatzung wurde von drei auf vier Mann, die Abwehrbewaffnung von drei auf sechs Maschinenkanonen erhöht. Als Antrieb wurden zwei WK-1 vorgesehen. Das Muster wurde von den Streitkräften abgelehnt und blieb deshalb ein Projekt. Die Tu-82 ging zugunsten der Tu-14 nicht in die Serienproduktion.
Technische Daten
| Kenngröße | Daten |
|---|---|
| Konzeption | Mittleres Bombenflugzeug |
| Hersteller | OKB Tupolew |
| Besatzung | 3 (Pilot, Navigator, Heckschütze) |
| Länge | 17,57 m |
| Spannweite | 17,81 m |
| Höhe | 6,20 m |
| Flügelfläche | 46,24 m² |
| Flügelstreckung | 6,9 |
| Leermasse | 11.226 kg |
| Startmasse | normal 14.919 kg maximal 18.939 kg |
| Antrieb | zwei RD-45F |
| Leistung | je 22,7 kN (2270 kp) |
| Höchstgeschwindigkeit | 870 km/h in Bodennähe 934 km/h in 4.000 m Höhe |
| Gipfelhöhe | 11.400 m |
| Reichweite | 2.395 km |
| Startrollstrecke | 1.100 m |
| Landerollstrecke | 550 m |
| Bewaffnung | drei 23-mm-Kanonen |
Literatur
- Rainer Göpfert: Experimental-Frontbombenflugzeug Tupolew Tu-82. In: Fliegerrevue. Nr. 9. PPV Medien, 2023, ISSN 0941-889X, S. 54–57.
- Nikolai Jakubowitsch: Tupolew Tu-82: Experimenteller Frontbomber. In: Klassiker der Luftfahrt. Nr. 3. Motor Presse, 2026, ISSN 1860-0654, S. 26–32.
- Rudolf Höfling: Tupolew. Flugzeuge seit 1922. Motorbuch, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-613-03459-4, S. 82.
- Karl-Heinz Eyermann: Strahlgetriebene sowjetische Experimentalflugzeuge. In: Wolfgang Sellenthin (Hrsg.): Deutscher Fliegerkalender 1968. Deutscher Militärverlag, Berlin 1967, S. 182/183.
Weblinks
- Туполев Ту-82. Abgerufen am 28. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Anmerkungen
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Einzelnachweise
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