Stockheim (Glauburg)
Stockheim Gemeinde Glauburg
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1841)&title=Stockheim 50° 19′ N, 9° 1′ O
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| Höhe: | 133 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 7,2 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 1841 (2022)<ref name="EW2022">Wetteraukreis: Bevölkerung: Einwohner/-innen nach Ortschaften. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2023; abgerufen am 11. September 2023.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 256 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 63695 | |||||
| Vorwahl: | 06041 | |||||
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Stockheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Glauburg im südhessischen Wetteraukreis und Sitz der Gemeindeverwaltung.
Geographische Lage
Stockheim liegt in der östlichen Wetterau westlich des Büdinger Waldes und nördlich des Ronneburger Hügellandes beiderseits des Bleichenbachs, kurz oberhalb seiner Mündung in die Nidder bei Glauberg.
Die Gemarkungsfläche wurde für 1961 mit 720 Hektar angegeben, davon waren 151 Hektar Wald. Die Gemarkung erstreckt sich in den Talauen von Bleichenbach und Nidder und schließt westlich der Nidder das Hofgut Leustadt mit ein. Die Waldungen von Stockheim liegen auf den Anhöhen westlich von Leustadt und im Süden am Nordhang des Glaubergs. Dort liegt kurz unterhalb des Gipfels die mit etwa 275 Meter höchste Erhebung von Stockheim.
Stockheim liegt nordöstlich des zweiten Glauburger Ortsteils Glauberg. Die Ortskerne sind rund einen Kilometer voneinander entfernt. Daneben ist Stockheim umgeben von den Orten Nieder-Mockstadt im Westen, Effolderbach im Norden, Selters im Nordosten, Bleichenbach im Osten, Rohrbach im Südosten und Düdelsheim im Süden.
Geschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Stockheim erfolgte im Jahr 1198 mit dem Namen „Stokheim“ in einer Urkunde des Klosters Arnsburg.<ref name="lagis" /><ref>Ludwig Baur: Urkundenbuch des Klosters Arnsburg in der Wetterau. 1. In: Digitalisat | MDZ. Ludwig Baur, 1849, abgerufen am 19. September 2025.</ref> Dort wird ein „Cunradus de Stokheim“ genannt. 1787 gehörte Stockheim zur Grafschaft Isenburg-Büdingen. Stockheim wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Zufluchtsort vieler Vertriebener.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten die Gemeinde Stockheim mit der Nachbargemeinde Glauberg zum 1. Juli 1971 freiwillig zur neuen Gemeinde Glauburg.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Juni 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 28, S. 1117, Punkt 988; Abs. 13. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 5,0 MB]).</ref><ref></ref> Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung wurden nicht errichtet.
Bevölkerung
Einwohnerentwicklung
| Stockheim: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 431 | |||
| 1840 | 455 | |||
| 1846 | 472 | |||
| 1852 | 486 | |||
| 1858 | 422 | |||
| 1864 | 462 | |||
| 1871 | 466 | |||
| 1875 | 469 | |||
| 1885 | 586 | |||
| 1895 | 646 | |||
| 1905 | 912 | |||
| 1910 | 856 | |||
| 1925 | 942 | |||
| 1939 | 937 | |||
| 1946 | 1.611 | |||
| 1950 | 1.686 | |||
| 1956 | 1.672 | |||
| 1961 | 1.678 | |||
| 1967 | 1.768 | |||
| 1970 | 1.839 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | 2.000 | |||
| 2005 | 2.035 | |||
| 2011 | 1.800 | |||
| 2019 | 1.814 | |||
| 2022 | 1.841 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Glauberg:<ref name="EW" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021.</ref>; 2022<ref name="EW2022" /> | ||||
Religionszugehörigkeit
| • 1961: | 1245 evangelische (74,20 %), 388 katholische (23,12 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Kulturdenkmäler
Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Stockheim
Verkehr und Infrastruktur
Der am nordwestlichen Ortsrand liegende Bahnhof Glauburg-Stockheim an der Bahnstrecke Gießen–Gelnhausen ist Endpunkt der Niddertalbahn von Bad Vilbel. Auf beiden Bahnstrecken verkehren annähernd stündlich Regionalbahnen. Es werden umsteigefreie Verbindungen nach Frankfurt (Main) Hauptbahnhof angeboten.
Weiterhin wurde das in Privatbesitz befindliche Bahnhofsgebäude zu einem wirtschaftlichen Modelleisenbahnmuseum, dem sogenannten Modellbahnhof Stockheim umgebaut und 2008 eröffnet.<ref name="Der Modellbahnhof in Stockheim">www.oberhessen.de – Der Modellbahnhof in Stockheim. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Februar 2015; abgerufen am 19. Juli 2014.</ref> Die Bahnhofsgaststätte ist schon längere Zeit offen.
Persönlichkeiten
- Wilhelm Georg Reichert (1928–2012, geboren in Stockheim), Gewerkschafter und Politiker, Abgeordneter zum Hessischen Landtag
Literatur
- Jürgen Röhrig: Das oberhessische Eisenbahnerdorf Stockheim. In: Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (OVAG) (Hrsg.): Anschluss an die weite Welt: Zur wechselvollen Entwicklung der Eisenbahn in Oberhessen, Friedberg 2014 (2015), ISBN 978-3-9815015-5-1, S. 182–185.
- Vorlage:HessBib
- Vorlage:HessBib
Weblinks
- Internetauftritt der Gemeinde Glauburg
- Stockheim, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
<references> <ref name="lagis">Stockheim, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="EW">Einwohnerzahlen Gemeinde Glauburg aus Wevarchiv: 2000, 2005 </ref> <ref name="DF">Zahlen, Daten, Fakten. In: Webauftritt. Gemeinde Glauburg, abgerufen im Dezember 2020. </ref> </references>