Stiftung Russki Mir
Die Stiftung Russki Mir ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine russische Organisation, deren Ziel es ist, die russische Sprache im Ausland zu popularisieren.
Gründung und Organisation
Die Stiftung wurde durch einen Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin am 21. Juni 2007 gegründet.<ref>О создании фонда «Русский мир»: Указ Президента Российской Федерации. In: rg.ru. 21. Juni 2007, abgerufen am 29. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er bezog sich damit auf das Konzept der Russki Mir, eines diffusen Bereichs russischen Einflusses. Zeitlich war das erste Dekret bis 2015 beschränkt, es wurde aber eine Fortsetzung vorgeschlagen und der jährliche Finanzbedarf auf 750 Millionen Rubel veranschlagt.<ref>Wiktor Chamrajew (Виктор Хамраев): Минобрнауки нужны деньги на «Русский мир». In: kommersant.ru . 24. Juni 2015, abgerufen am 29. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Stiftung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Außenministeriums der Russischen Föderation sowie des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft Russlands. Finanziert wird Russki Mir durch Mittel des Staatshaushaltes und Spenden. Leiter ist der russische Politologe Wjatscheslaw Nikonow. Im Kuratorium von Russki Mir sitzen bekannte russische Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur, wie etwa der Metropolit Hilarion Alfejew, die Präsidentin der Russischen Akademie für Bildung Ljudmila Alexejewna Werbizkaja († 2019) oder der Leiter der Eremitage Michail Piotrowski.<ref>Russkiy Mir Foundation: Kuratorium. In: russkiymir.ru. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Januar 2021; abgerufen am 29. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Состав попечительского совета фонда «Русский мир». In: rg.ru. 21. Juni 2007, abgerufen am 29. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Gründungskuratorium).</ref>
Ausrichtung
Der Vorsitzende der Stiftung Russki Mir, Wjatscheslaw Nikonow, vertrat um 2016 eine patriotische Staatsideologie inklusive der propagandistischen Überzeugung, die Ukraine einen failed state zu nennen, der über „keine Demokratie“ verfüge. Im Falle Russlands betonte er die „starke Nation“ und „bedeutende historische Errungenschaften“.<ref>Ulrich Schmid: Gnose Russki Mir. In: Dekoder.org. 20. Mai 2016, abgerufen am 29. August 2022.</ref> 2022 nannte er den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine einen „heiligen Krieg von Gut gegen Böse“.<ref>Corsin Manser: „Es wird keine Gnade geben“ – russische TV-Stars senden düstere Drohung in Richtung Europa. In: Bz – Zeitung für die Region Basel. 22. April 2022, abgerufen am 29. August 2022.</ref>
Tätigkeit
Die Stiftung betreibt ein Netz von weltweit 217<ref name="Traxler">Tanja Traxler: Putin-Stiftung: Grüne kritisieren Russlandzentren der Unis Innsbruck und Salzburg. In: DerStandard.at. 11. Mai 2017, abgerufen am 23. Februar 2022.</ref> (2017) russischen Zentren in zahlreichen europäischen und asiatischen Städten. In diesen besteht Zugang zu russischer Literatur, Zeitschriften, Lernprogrammen sowie Audio- und Videomaterial. Weiterhin werden in den Zentren verschiedene Veranstaltungen wie Themenwochen, Konferenzen, Seminare oder Ausstellungen abgehalten.
In Deutschland gibt es zwei russische Zentren in Nürnberg und Dresden.<ref>Russische Zentren der Stiftung „Russkij Mir“. In: russkiymir.ru. Abgerufen am 30. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Darüber hinaus fördert der Verein in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften unter anderem das RussoMobil. Dabei handelt es sich um ein mit russischen Spielen, Büchern und Zeitschriften ausgestattetes Auto, das auf Anfrage in Schulen durch begleitende russische Lektoren in die Welt der russischen Sprache und Kultur einführt.<ref>Was ist das RussoMobil? In: RussoMobil.de. 2019, abgerufen am 30. August 2022.</ref>
In Österreich gab es je ein russisches Zentrum an der Universität Salzburg (seit 2015) und an der Universität Innsbruck (seit 2011).<ref name="Traxler" /> Als Konsequenz auf den russischen Überfall auf die Ukraine 2022 wurden die Sponsorenverträge von der Universität Salzburg<ref>Universität stellt Russland-Zentrum neu auf. In: salzburg.ORF.at. 5. März 2022, abgerufen am 4. April 2022.</ref> und von der Universität Innsbruck<ref>Agnes Tauscher: Geschichte. In: uibk.ac.at. Abgerufen am 4. April 2022.</ref> für die Zentren gekündigt.
Bis 2018 wurde jährlich der Russki-Mir-Kongress abgehalten.<ref>The 12th Assembly of the Russian World</ref>
Weblinks
Literatur
- Alexander Meienberger: Die Stiftung „Russkij mir“. Ideologie, Ziele und Netzwerk. Böhlau, Wien / Köln 2024, ISBN 978-3-412-52974-1.
Einzelnachweise
<references />