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Erbfeind

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Datei:Wahre Abbildung der Herrlichen Victoria so von den Christen wider den Erbfeind vor Gran erhalten worden den 16. August. Ao. 1685 - M. Wening sculp. LCCN2016646758.tif
Michael Wening: Wahre Abbildung der Herrlichen Victoria so von den Christen wider den Erbfeind. Kupferstich zur Illustration der Schlacht bei Gran (1685)

Erbfeind ist ein deutscher Begriff, der seit dem 16. Jahrhundert verwendet wird. Erstmals taucht er 1587 im Theatrum Diabolorum als Benennung für den Teufel auf.<ref name="Kluge" /> Bis heute gilt er unter anderem als eine verhüllende Benennung für den Teufel.<ref name="Duden" >Erbfeind, der. In: www.duden.de. Abgerufen am 21. Juli 2020.</ref> In der Zeit der Türkenkriege im 16. und 17. Jahrhundert wurden die Türken als „Feinde der Christen“ damit bezeichnet. Seit den napoleonischen Kriegen wurde der Begriff auf Frankreich übertragen (→ Deutsch-französische Erbfeindschaft).<ref name="Kluge" >Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2019, ISBN 978-3-11-154376-5 (google.de [abgerufen am 18. Juli 2020]).</ref><ref>Wirsching, Hélène Miard-Delacroix: Von Erbfeinden zu guten Nachbarn: Ein deutsch-französischer Dialog. Reclam Verlag, 2019, ISBN 978-3-15-961514-1 (google.de [abgerufen am 18. Juli 2020]).</ref>

Verallgemeinert bedeutet der Begriff heute „Volk, das seit Generationen als ständiger Feind bekämpft wird“ oder „seit Langem verhasster Gegner“.<ref name="Duden" />

Einzelnachweise

<references />