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Mogens Frey

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Datei:Mogens Frey 1967.jpg
Mogens Frey (1967)

Mogens Frey Jensen (* 2. Juli 1941 in Glostrup) ist ein ehemaliger dänischer Radrennfahrer, Weltmeister und Olympiasieger.

Sportliche Laufbahn

Nach dem 2. Platz in der Nordischen Meisterschaft mit dem dänischen Straßen-Vierer kam er 1961 (gerade erst 20 Jahre alt geworden) ins Team für die Straßenweltmeisterschaft, wo er Rang 59 belegte. Er spezialisierte sich jedoch nach dem Gewinn der Landesmeisterschaft in der Mannschaftsverfolgungsfahren 1963 auf Bahnrennen und konnte 1964 sowohl den Titel im Einzel- als auch im Mannschafts-Verfolgungsfahren erringen. 1967 erzielte Frey bei der Weltmeisterschaft die Silbermedaille im Einzel-Verfolgungsfahren.

1968 errang Mogens Frey bei den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt die Goldmedaille in der Mannschaftsverfolgung, gemeinsam mit Per Lyngemark, Reno Olsen, Peder Pedersen und Gunnar Asmussen. Im Finale war der dänische Bahn-Vierer gegen das deutsche Team von Gustav Kilian angetreten, der deutsche Vierer jedoch wegen „unerlaubten Anschiebens“ in der letzten Runde disqualifiziert worden. Bei denselben Spielen errang Frey die Silbermedaille in der Einerverfolgung und wurde wenige Wochen später bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1968 in Montevideo Weltmeister in dieser Disziplin.

Insgesamt wurde Frey achtmal Nationaler Meister in den Verfolgungsdisziplinen auf der Bahn. Aber auch bei Straßenrennen war er erfolgreich, als er 1965 mit dem Straßen-Vierer bei der Nordischen Meisterschaft siegte. 1967 konnte er Dänischer Meister im Einzelstraßenfahren und 1968 Fünfter der Straßen-Weltmeisterschaft werden. 1969 wurde er in Brünn Vize-Weltmeister im Mannschaftszeitfahren, gemeinsam mit Leif Mortensen, Jørn Lund und Jørgen Emil Hansen. Das Eintagesrennen GP ZTS Dubnica nad Váhom in der Tschechoslowakei gewann er 1969.

Anschließend trat Mogens Frey zu den Profis über, startete mit dem Frimatic-De-Gribaldy-Team bei der Tour de France 1970 und gewann die neunte Etappe von Saarlouis nach Mülhausen. Dabei kam es zu einem denkwürdigen Duell zwischen ihm und seinem Team-Kapitän Joaquim Agostinho, die beide 20 Kilometer zuvor dem Peloton ausgerissen waren. Agostinho rechnete offensichtlich nicht damit, dass Frey wirklich sprinten würde, um ihn zu überholen. Als Frey ihn dann doch überholte, hielt Agostinho ihn an seinem Lenker fest, um als Erster die Ziellinie zu überqueren. Das Wettkampfgericht jedoch setzte Agostinho auf Platz zwei zurück.<ref>Bill and Carol McGann: The Story of the Tour de France, Indianapolis 2008, Volume 2 1965-2007, S. 50</ref>

Nachdem er 1970 in Frankreich zwei Siege als Berufsfahrer errungen hatte und 1971 im Team HOOVER-De Gribaldy völlig erfolglos geblieben war, kehrte er nach Dänemark zurück, bestritt mehrere Sechstagerennen und versuchte sich als Steher. 1974 beendete er seine sportliche Karriere im Alter von 33 Jahren.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Mogens Frey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Vorlage:Klappleiste/Anfang 1908 Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Jones / Kingsbury / Meredith / Payne | 1920 Italien 1861Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Magnani / Carli / Ferrario / Giorgetti | 1924 Italien 1861Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg De Martini / Dinale / Menegazzi / Zucchetti | 1928 Italien 1861Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Facciani / Gaioni / Lusiani / Tasselli | 1932 Italien 1861Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Pedretti / Borsari / Cimatti / Ghilardi | 1936 Dritte Französische RepublikDatei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Le Nizerhy / Charpentier / Goujon / Lapébie | 1948 Dritte Französische RepublikDatei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Decanali / Adam / Blusson / Coste | 1952 Vorlage:ITA-1946 Morettini / Campana / De Rossi / Messina | 1956 Vorlage:ITA-1946 Gasparella / Domenicali / Faggin / Gandini / Pizzali | 1960 Vorlage:ITA-1946 Vigna / Arienti / Testa / Vallotto | 1964 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Streng / Claesges / Henrichs / Link | 1968 DanemarkDänemark Lyngemark / Olsen / Asmussen / Frey / Pedersen | 1972 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Schumacher / Colombo / Haritz / Hempel / Vonhof | 1976 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Vonhof / Braun / Lutz / Schumacher | 1980 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Manakow / Mowtschan / Ossokin / Petrakow / Krasnow | 1984 AustralienAustralien Grenda / Turtur / Nichols / Woods | 1988 SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Jekimow / Kasputis / Neljubin / G. Umaras / M. Umaras | 1992 DeutschlandDeutschland Fulst / Glöckner / Lehmann / Steinweg / Walzer | 1996 FrankreichFrankreich Capelle / Ermenault / Monin / Moreau | 2000 DeutschlandDeutschland Fulst / Bartko / Becke / Lehmann / Pollack | 2004 AustralienAustralien Brown / Dawson / Lancaster / McGee / Roberts / Wooldridge | 2008 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Clancy / Manning / Thomas / Wiggins | 2012 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Burke / Clancy / Kennaugh / Thomas | 2016 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Burke / Clancy / Doull / Wiggins | 2020 ItalienItalien Consonni / Ganna / Lamon / Milan | 2024 AustralienAustralien Bleddyn / Leahy / O’Brien / Welsford Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

1946 Roger Rioland | 1947 Arnaldo Benfenati | 1948, 1953 Guido Messina | 1949 Knud E. Andersen | 1950 Sydney Patterson | 1951 Mino De Rossi | 1952 Piet van Heusden | 1954 Leandro Faggin | 1955, 1958 Norman Sheil | 1957 Carlo Simonigh | 1959 Rudi Altig | 1960 Marcel Delattre | 1961 Henk Nijdam | 1962 Kaj E. Jensen | 1963 Jean Walschaerts | 1964–66 Tiemen Groen | 1967 Gert Bongers | 1968 Mogens Frey | 1969, 1970 Xaver Kurmann | 1971 Martín Emilio Rodríguez | 1973 Knut Knudsen | 1974 Hans Lutz | 1975 Thomas Huschke | 1977 Norbert Dürpisch | 1978, 1981, 1982 Detlef Macha | 1979 Nikolai Makarow | 1983 Wiktor Kupowez | 1985, 1986, 1989 Wjatscheslaw Jekimow | 1987 Gintautas Umaras | 1990 Jewgeni Bersin | 1991 Jens Lehmann

Anschließend wurde die Trennung zwischen Profis und Amateuren aufgehoben, weitere Resultate s. Weltmeister in der Einer-Verfolgung. Ab 1976 fand in Olympia-Jahren der Wettbewerb nicht statt.

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Dänische Meister im Straßenrennen (Amateure)Vorlage:Navigationsleiste Dänische Meister in der Einerverfolgung