Felsen-Seidelbast
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| Felsen-Seidelbast | ||||||||||||
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| Datei:Botanischer Garten München-Nymphenburg 2017 49.jpg
Felsen-Seidelbast (Daphne petraea), Habitus und Laubblätter | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Daphne petraea | ||||||||||||
| Leyb. |
Der Felsen-Seidelbast (Daphne petraea) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seidelbast (Daphne) innerhalb der Familie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae). Dieser Endemit der Südalpen kommt nur im Gardaseegebiet und dessen Umgebung vor.<ref name="Finkenzeller"/>
Beschreibung
Habitus
Der Felsen-Seidelbast ist ein polsterbildender immergrüner Zwergstrauch mit zahlreichen kurzen, kräftigen, gewundenen, aufsteigenden, gabelig verzweigten Stämmen. Er erreicht Wuchshöhen von 8 bis 15 Zentimetern. Die Rinde junger Zweige ist grünlich-braun und spärlich flaumig behaart. Ältere Stämme sind mit zahlreichen hervorstehenden Blattnarben bedeckt und besitzen eine braune bis graubraune Borke.<ref name="Finkenzeller"/><ref name="Hegi5-2"/><ref name="FE2"/>
Blatt
Die immergrünen<ref name="FE2"/>, derb lederigen Laubblätter des Felsen-Seidelbasts sitzen an den Enden der Zweige gehäuft. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 8 bis 12 Millimetern sowie einer Breite von 2 bis 3 Millimetern breit lineal-spatelförmig<ref name="Pignatti1-3"/><ref name = "ActaPlantarum"/> mit stumpfem oberen Ende. Die Blattoberseite zeigt eine glänzend grüne Färbung, die Blattunterseite ist weiß punktiert und durch einen annähernd dreikantigen Mittelnerv stark gekielt<ref name="Finkenzeller"/>.<ref name="FE2"/>
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli<ref name="Finkenzeller"/>. In den endständigen, büscheligen Blütenständen sind drei bis fünf, selten bis zu zehn sitzende Blüten zusammengefasst. Am Grund der Blütenstände befinden sich 4 Millimeter lange, spatelförmig gestaltete, trockenhäutige, behaarte Hochblätter<ref name="Finkenzeller"/>.
Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier kräftig rosafarbenen, kronblattähnlichen Kelchblätter bilden an ihrer Außenseite eine flaumige Behaarung aus<ref name="Finkenzeller"/> und sind zu einer etwa 1,5 Zentimeter langen Röhre verwachsen die in vier kurze Kelchzipfeln endet.<ref name="Finkenzeller"/>
Frucht
Die giftigen, spärlich behaarten, korallroten, beerenartigen Früchte ähneln mit ihrem schwarzen Steinkern einsamigen Steinfrüchten<ref name="Finkenzeller"/>. Da an ihrer Bildung sowohl die Fruchtblätter als auch die Blütenachse beteiligt sind, werden sie neben Steinfrucht auch als Scheinfrüchte bezeichnet.
Vorkommen und Schutz
Der Felsen-Seidelbast ist ein Endemit der beiden italienischen Provinzen Trentino und Brescia. Er besiedelt die Gebirge vom Ledro- und Idrosee ostwärts bis zum Nordende des Gardasees<ref name="Hegi5-2"/>.
Der Felsen-Seidelbast kommt relativ selten vor und wurde deshalb unter nationalen<ref name="Finkenzeller"/> und internationale gesetzlichen Schutz gestellt. Er zählt zu den in den Anhängen II und IV der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) aufgeführten Arten und steht als Art von gemeinschaftlichem Interesse unter besonderem Schutz.<ref name="ActaPlantarum"/>
Der Felsen-Seidelbast wächst in Höhenlagen von etwa 700 bis 2000 Metern. Er besiedelt Felsritzen in steilen Dolomitwänden sowie vorübergehend<ref name="Hegi5-2"/> ruhenden Steinschutt.<ref name="Finkenzeller"/>
Systematik
Daphne petraea wurde 1852 von Friedrich Leybold entdeckt und im Folgejahr erstbeschrieben.<ref name="Leybold"/> Francesco Facchini hatte diese Art schon 1846 gefunden, der von ihm gebrauchte Name Daphne rupestris <templatestyles src="Person/styles.css" />Facch. ex Ambrosi ist jedoch ein nicht gültig veröffentlichtes Synonym<ref name="Hegi5-2"/><ref name="Tropicos"/>.
Mit Daphne alpina bildet Daphne petraea die Hybride Daphne ×reichsteinii <templatestyles src="Person/styles.css" />Landolt & E.Hauser (1981).<ref name="Steckbrief" />
Nutzung
Als Zierpflanze findet der Felsen-Seidelbast vor allem in Stein- und Alpengärten Verwendung.<ref name="Blumen-Garten-Pflanzen.de" />
Quellen
Einzelreferenzen
<references> <ref name="Leybold"> Friedrich Leybold: Daphne petraea, eine neue Pflanze der Tyroler Alpen. In: Flora Band 36, Nr. 6, 1853, S. 81–82, (online). </ref> <ref name="FE2"> D. A. Webb, I. K. Ferguson: Daphne. In </ref> <ref name="Hegi5-2"></ref> <ref name="ActaPlantarum">Marinella Zepigi: Daphne petraea Leyb. In: Forum Acta Plantarum, 2010, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />(online, mit Fotos) ( des Vorlage:IconExternal vom 13. Mai 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis..</ref> <ref name="Tropicos"> Daphne petraea bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Pignatti1-3">Sandro Pignatti (Hrsg.): Flora d'Italia. Band 2. Edagricole, Bologna 2003, ISBN 88-506-2449-2, S. 99 (Dritter unveränderter Nachdruck der 1. Auflage von 1982).</ref> <ref name="Finkenzeller"></ref> <ref name="Steckbrief"> (it.) Steckbrief mit Fotos</ref> <ref name="Blumen-Garten-Pflanzen.de"> u. a. Liste von Pflanzenarten, die sich besonders für einen Steingarten eignen.</ref> </references>
Weblinks
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.1. Eingestellt von: A. Bertolli, F. Prosser, 2011. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Datenblatt mit Verbreitung in Italien.
- Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeer- und Alpenflora. [1]