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Neu- und Neershof

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Neu- und Neershof
kreisfreie Stadt Coburg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(254)&title=Neu-+und+Neershof 50° 16′ N, 11° 2′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(254) 50° 16′ 2″ N, 11° 2′ 19″ O
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Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 2,51 km²
Einwohner: 254 (1. Jan. 2011)<ref>Für die Einwohnerzahlen vom 1. Januar 2011 siehe <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wirtschaftsraum Coburg. Daten und Fakten. Ausgabe 2011/2012. (Memento vom 17. Juni 2012 im Internet Archive; PDF; 500 kB) In: coburg.de, 18. November 2011, Abschnitt 2.4.2 Einwohnerstatistik der Stadtteile Coburgs.</ref>
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1976
Postleitzahl: 96450
Vorwahl: 09563
Datei:Coburg Stadtteil Neu- und Neershof.png
Karte
Lage von Neu- und Neershof in Coburg
Datei:Co-Neershof-Schule.jpg
Ehemaliges Schulhaus

Neu- und Neershof ist eine ehemalige Gemeinde, die 1867 durch den Zusammenschluss von Neuhof und Neershof entstanden und 1976 in der oberfränkischen Stadt Coburg aufgegangen ist.

Geografie

Neu- und Neershof hat den Siedlungscharakter eines Dorfes. Es liegt rund sechs Kilometer östlich vom Stadtzentrum und grenzt an den Coburger Stadtteil Rögen sowie an die Gemeinden Ebersdorf und Rödental. Der Ort besteht aus Neuhof, der Ansiedlung um das Schloss Neuhof, und aus Neershof mit dem oberen und unteren Dorf, die im Laufe der Zeit zusammengewachsen sind. Am 30. Juni 2010 zählte Neu- und Neershof 251 Einwohner, was eine Bevölkerungsdichte von 100 Einwohnern pro Quadratkilometer ergibt.

Größere Teichanlagen, unter anderem der 4,5 Hektar große Mühlteich, liegen im Westen von Neershof, das im Süden vom bis zu 410 Meter hohen Bergrücken des Lahm begrenzt wird. Die höchste Erhebung befindet sich mit 407 Metern im Flurteil Alexenschrotfeld.

Geschichte

Die erste Erwähnung Neershof als „Neseldorf“ stammt aus dem Jahr 1225. Neershof gehörte bis 1861 als Lehen dem Eigentümer des Schlosses Neuhof, das erstmals 1371 als „Newenhoff“ (neuer Hof der älteren Siedlung Neershof) genannt wird.

1867 wurde Neershof mit dem Gutsbezirk Neuhof zu einer politischen Gemeinde mit 104 Einwohnern vereinigt.<ref name="Thurn146" /> Die beiden Orte hatten schon zuvor einen gemeinsamen Schultheißen. Nach dem Bau der Schule in Einberg (etwa 1590) war die zuständig für die Schüler aus Neu- und Neershof. Aufgrund wachsender Schülerzahlen errichtete die Gemeinde 1902 in Neershof eine Schule, die 1903 eingeweiht und von 28 Schülern besucht wurde. 1914 waren von 30 Wahlberechtigten zu Gemeindewahlen 14 in der Industrie beschäftigt.<ref name="Thurn150" />

Im Ersten Weltkrieg zählte die Gemeinde 12 und im Zweiten Weltkrieg 18 Gefallene. In einer Volksbefragung am 30. November 1919 stimmten vier Einwohner für den Beitritt des Freistaates Coburg zum thüringischen Staat und 45 dagegen. Somit gehörte ab dem 1. Juli 1920 auch Neu- und Neershof zum Freistaat Bayern.<ref>Coburger Zeitung, Ausgabe Nr. 281 vom 2. Dezember 1919</ref> 1967 wurde die Gemeinde an das Wassernetz des Wasserzweckverbands Spittelsteiner Gruppe angeschlossen.

Neu- und Neershof gehörte zum Kirchspiel der evangelischen Pfarrei Einberg. Nachdem sich die Neu- und Neershofer Bürger bei einer Abstimmung mit 88,6 Prozent für die Zugehörigkeit nach Coburg, statt nach Rödental, entschieden hatten, fand am 1. Juli 1976 die Eingemeindung nach Coburg mit 251 ha Gemeindefläche und 212 Einwohnern statt.<ref name="Sandner" />

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Coburg/Neu- und Neershof

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohnerzahl
1867 104<ref name="Thurn155" />
1890 135<ref name="Thurn155" />
1910 155<ref name="Thurn155" />
1933 198<ref name="Thurn155" />
1946 276<ref name="Thurn155" />
1958 315<ref name="Thurn155" />
1961 300<ref name="Thurn155" />
1976 211<ref name="Thurn155" />
1987 207<ref name="Vz1987" />
2010 251<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stadt Coburg: Stand 30. Juni 2010 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.coburg.de</ref>

Die Einwohnerzahlen beinhalten die Bewohner des Altenheimes auf Schloss Neuhof das von 1952 bis 1972 existierte.

Literatur

  • Peter Morsbach, Otto Titz: Stadt Coburg. Ensembles-Baudenkmäler-Archäologische Denkmäler. Denkmäler in Bayern. Band IV.48. Karl M. Lipp Verlag, München 2006, ISBN 3-87490-590-X
  • Otto Thurn: Neu- und Neershof. Geschichte eines Dorfes vom Ursprung bis zur Gegenwart. Coburg 1980.

Weblinks

Commons: Neu- und Neershof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Sandner"></ref> <ref name="Thurn146">Otto Thurn: Neu- und Neershof. S. 146.</ref> <ref name="Thurn150">Otto Thurn: Neu- und Neershof. S. 150.</ref> <ref name="Thurn155">Otto Thurn: Neu- und Neershof. S. 155.</ref> <ref name="Vz1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 287 (Digitalisat).</ref> </references>

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