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Fritz Tschannen

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Fritz Tschannen Vorlage:SportPicto
Nation SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz
Geburtstag 13. Mai 1920
Geburtsort Saint-ImierSchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz
Beruf Musiker
Sterbedatum 23. März 2011
Sterbeort Val-de-TraversSchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz
Karriere
Verein SC Adelboden
Nationalkader seit 1945
Medaillenspiegel
Nationale Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Schweizer Meisterschaften
Gold 1948 St. Moritz Einzel
 

Fritz Tschannen (* 13. Mai 1920 in Saint-Imier; † 23. März 2011 in Val-de-Travers) war ein Schweizer Musiker und Skispringer.

Leben

Tschannen wurde 1945 Mitglied der Schweizer Skisprungnationalmannschaft, errang 1948 den Titel des Schweizer Meisters in dieser Disziplin und nahm 1948 an den Olympischen Winterspielen in St. Moritz teil, wo er den neunten Rang belegte und sich knapp vor seinem Landsmann Hans Zurbriggen als bester Mitteleuropäer platzierte (vor ihm waren ausschliesslich Finnen und Norweger sowie der US-Amerikaner Gordon Wren klassiert). Im gleichen Jahr verbesserte Tschannen die Weltbestweite des Deutschen Rudi Gering auf der Bloudkova velikanka in Planica um zwei Meter, als er auf der 120-Meter-Marke landete. Dieser Skiflugrekord hielt zwei Jahre, bis der Österreicher Willi Gantschnigg auf der neu errichteten Oberstdorfer Skiflugschanze 124 Meter weit sprang. Eine Podiumsplatzierung, nämlich Rang 3, gab es für ihn am 7. Januar 1951 auf der Bergiselschanze in Innsbruck (hinter Josef Bradl und Kjell Knarvik).<ref>«Ein Rekordrennen wird erwartet»; zweite Spalte, ab Zeile 3. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 6. Jänner 1951, S. 16.</ref><ref>«Mit dem ersten Sprung muss es gelingen». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 9. Jänner 1951, S. 8.</ref>
Nach seiner aktiven Skisprungkarriere sollte der Schweizer das Training der US-amerikanischen Nationalmannschaft übernehmen, in den Vereinigten Staaten erhielt er jedoch aufgrund des Koreakriegs keine Arbeitserlaubnis.

Stattdessen zog Tschannen nach Kanada, wo er als Musiker arbeitete, unter anderem das Akkordeonspiel unterrichtete und zudem die Fernsehsendung La Suisse qui chante (deutsch: Die singende Schweiz) moderierte. Auch nach der Rückkehr in sein Heimatland im Jahr 1964 betätigte sich Tschannen weiterhin als Musiker; unter anderem gründete er in Bex eine Musikschule und leitete das dortige Blasorchester. Daneben arbeitete er für kurze Zeit als Sportsekretär in Arosa, wo er mit der Unterstützung von Hans Danuser ein Skisprungzentrum ins Leben rief. Im Alter von knapp 80 Jahren zog er sich 1999 nach Fleurier zurück, wo er weiterhin gelegentlich Musik unterrichtete. Am 23. März 2011 starb Tschannen in Val-de-Travers.

Erfolge

Weltrekord

# Schanze Ort Land Weite aufgestellt am Rekord bis
46 Bloudkova velikanka (K120) Planica Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikDatei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg Jugoslawien 120,0 m 15. März 1948   28. Februar 1950  

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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