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Loimanns

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Loimanns (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Loimanns
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gmünd (GD), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Gmünd in Niederösterreich
Pol. Gemeinde Litschau
Koordinaten 48° 56′ 5″ N, 15° 4′ 9″ OKoordinaten: 48° 56′ 5″ N, 15° 4′ 9″ O
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Höhe 586 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft (k. A. Hilfef3f0)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03672
Katastralgemeindenummer 07118
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen WikidataBW

Datei:A chapel for the deaf in Austria - Gehörlosenkapelle in Loimanns, Österreich.jpg
Gehörlosenkapelle in Loimanns, erbaut 1979

Loimanns ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Litschau im Bezirk Gmünd in Niederösterreich mit Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohnern (Stand ).<ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>

Geografie

Das Dorf liegt südöstlich von Litschau an der Landesstraße L63 und wird vom Föhrenbach entwässert. Zur Ortschaft zählt auch die Streusiedlung Kibitzhäuser im Südwesten. Am Vorlage:HWD umfasste die Ortschaft Vorlage:HWZ Adressen.Vorlage:HWR

Geschichte

Loimanns zählte über viele Jahrhunderte zur Herrschaft Litschau.<ref>Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Kuefstein’schen Herrschaft Litschau im Spiegel der Verlassenschaftsabhandlungen der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts (Dissertation an der Universität Wien, 2020, 4 Bände).</ref> Die ansässigen Bauern ernteten Korn, Hafer, Kraut, Rüben und Flachs, berichtete Schweickhardt. Das Vieh wurde bis nach Heidenreichstein verkauft und auch die Weberei war nicht unbedeutend. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 22 Häusern genannt, das nach Litschau eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Litschau besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.<ref>Vorlage:Austria Topographie Steinius 1822</ref>

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Loimanns ein Fischhändler, zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler und mehrere Landwirte ansässig.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 343 (PDF).</ref> Im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung trat die damalige Ortsgemeinde Loimanns per 1. Jänner 1969 der Stadtgemeinde Litschau bei.<ref>Vorlage:StatistikAustria Gemeindeänderungen</ref>

Siedlungsentwicklung

1590/91 zählte Loimanns 15 untertänige Häuser; im Jahr 1751 gab es 18 untertänige Häuser.<ref>Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Kuefstein’schen Herrschaft Litschau im Spiegel der Verlassenschaftsabhandlungen der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts (Dissertation an der Universität Wien, 2020, 4 Bände). S. 22.</ref>

Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Loimanns insgesamt 95 Bauflächen mit 32.143 m² und 48 Gärten auf 8.753 m², 1989/1990 waren es 120 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 341 angewachsen und 2009/2010 waren es 148 Gebäude auf 327 Bauflächen.<ref name="bev">BEV: Regionalinformation 31.12.2018 auf bev.gv.at (online)</ref>

Landwirtschaft

Die Katastralgemeinde ist landwirtschaftlich geprägt. 327 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 203 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 3,01 Hektar Landwirtschaft betrieben und 2,15 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 2,95 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 2,17 Hektar betrieben.<ref name="bev"></ref> Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Loimanns beträgt 19,1 (Stand 2010).

Literatur

  • Vorlage:Austria Topographie Schweickhardt Niederösterreich
  • Karl Bertel und Heinrich Rauscher: Zins- und Dienstbuch der Grafschaft Litschau aus dem Jahre 1369. In: Das Waldviertel. Nr. 11, 1938, S. 17–20, 31–35.
  • Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Kuefstein’schen Herrschaft Litschau im Spiegel der Verlassenschaftsabhandlungen der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Dissertation an der Universität Wien, 2020, 4 Bände.
  • Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Herrschaft Litschau in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Eine sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Fallstudie auf Basis von Verlassenschaftsabhandlungen. Mit 66 Abbildungen und 3 Grafiken (= Doris Gretzel und Marlene Müllner (Hrsg.): Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes. Band 60). Horn 2020.
  • Hermine Grabenhofer: Ortschronik Loimanns. Loimanns 1996.
  • Walter Pongratz und Paula Tomaschek: Heimatkunde des Bezirkes Gmünd. Begründet von Rupert Hauer. 3. Auflage, Gmünd 1986.
  • Helma Reiß: Die Flurnamen im Gerichtsbezirk Litschau. Maschingeschriebene Dissertation an der Universität Wien, 1959.
  • Sepp Zwölfer: Die Katastralgemeinden der Großgemeinde Litschau. In: Stadtgemeinde Litschau (Hrsg.): 600 Jahre Stadt Litschau 1386–1986. Litschau 1986, S. 79–83.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Litschau Vorlage:Hinweisbaustein