Pia Schellhammer
Pia Schellhammer (* 7. Februar 1985 in Mainz) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), verheiratet und Kandidatin auf Listenplatz 2 der Grünen für die Landtagswahl 2026<ref>Starke Aufstellung für Rheinland-Pfalz: GRÜNE wählen ihre Liste für die Landtagswahl 2026. 11. Mai 2025, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref>. Sie ist seit 2023 Vorsitzende der Grünen-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag.<ref>GRÜNE Landtagsfraktion wählt neuen Fraktionsvorstand | Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 12. Januar 2023.</ref>
Leben und Ausbildung
Pia Schellhammer wuchs in Oppenheim unweit des damals aktiven Kernkraftwerks Biblis auf. Die Nähe zu dieser kerntechnischen Anlage weckte früh ihr Interesse an der Politik. Zur Zeit der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2011, nach der sie in den Landtag gewählt wurde, war sie Studentin der Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit den Schwerpunkten Mittlere und Neuere Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft. Ihr Magisterstudium schloss sie im Sommer 2011 ab.
Politik
Anfänge
Pia Schellhammer ist seit 2005 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Von 2008 bis 2009 war sie Sprecherin des Landesvorstandes der Grünen Jugend in Rheinland-Pfalz. 2011 rückte sie als Nachfolgerin von Astrid Becker in den Ortsbeirat Mainz-Neustadt nach.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Presseberichte zu den Ortsbeiratssitzungen (2010 / 2011) ( vom 26. Februar 2014 im Internet Archive)</ref> Dieses Mandat legte sie Anfang 2012 nieder, als sie den Erstwohnsitz zurück an ihren Heimatort Oppenheim verlegte. Von der Kommunalwahl 2014 bis 2022 war Schellhammer Mitglied des Verbandsgemeinderates der Verbandsgemeinde Rhein-Selz sowie des Kreistages Mainz-Bingen. Seit den Kommunalwahlen 2019 bis 2022 saß Schellhammer für die überparteiliche Wählergruppe Wir für Oppenheim im Oppenheimer Stadtrat.<ref>Informationen zum Stadtrat auf der Seite der Stadt Oppenheim</ref><ref>Landtag Rheinland-Pfalz: Abgeordnetensuche. Abgerufen am 6. Oktober 2022.</ref>
Von 2005 bis 2008 war sie Vorstandsmitglied im Ortsverband Nierstein-Oppenheim. Bis 2011 war sie Kreisvorstandssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen Mainz-Bingen. Sie kandidierte erstmals für Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl 2009 auf einem nicht aussichtsreichen Listenplatz für den Wahlkreis Worms. Von 2009 bis 2011 war Schellhammer im Landesvorstand der Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz aktiv.
Landtagsabgeordnete
Am 27. März 2011 kandidierte sie bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz im Wahlkreis Nierstein/Oppenheim und wurde über die Landesliste in den 16. Landtag von Rheinland-Pfalz gewählt. Schellhammer war das zweitjüngste Mitglied des 16. Landtags von Rheinland-Pfalz.
Schellhammer war in der 16. Legislaturperiode Vorsitzende der Enquete-Kommission des Landtags Aktive Bürgerbeteiligung für eine starke Demokratie<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitglieder der Enquete-Kommission Bürgerbeteiligung ( vom 26. Februar 2014 im Internet Archive)</ref> und Mitglied im Ausschuss für Innen- und Infrastruktur und im Ausschuss für Medien- und Netzpolitik. In der 16. Wahlperiode war sie ihrer Fraktion zuständig für die Themen Demokratie, Netzpolitik, Datenschutz, Strategien gegen Rechtsextremismus, Queer und Jugend. Zudem leitete sie den „Arbeitskreis Demokratie & Infrastruktur“ der Landtagsfraktion der Grünen. In dieser Funktion hat sie vor allem Gesetzesänderungen für mehr Bürgerbeteiligung sowie den Beschluss des rheinland-pfälzischen Landestransparenzgesetzes vorangebracht.
Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2016 und Kabinettsbildung zog sie als Nachrückerin für Anne Spiegel über die Liste von Bündnis 90/Die Grünen erneut in den Landtag Rheinland-Pfalz ein. Zwischen 2016 und 2023 war sie Parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Fraktion und gehört damit dem Ältestenrat des Landtages an. In der 17. Wahlperiode war sie Mitglied im Ausschusses für Inneres, Sport und Landesplanung, des Rechtsausschusses und des Wahlprüfungsausschusses und in ihrer Fraktion zuständig für die Themen Innenpolitik, Justiz, Demokratie, Netzpolitik, Datenschutz, Strategien gegen Rechtsextremismus, Queer und Jugend. In dieser Funktion war sie unter anderem federführende Abgeordnete für die Reform des rheinland-pfälzischen Verfassungsschutzes.
Bei der Wahl zum 18. Landtag von Rheinland-Pfalz erhielt Schellhammer 2021 erneut ein Listenmandat im Landtag<ref>Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Einzelergebnisse nach Verwaltungsgebieten. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. März 2021; abgerufen am 20. Mai 2021.</ref> und zog damit zum dritten Mal in den Landtag ein. Zu Beginn der Wahlperiode wurde Schellhammer erneut und einstimmig zur Parlamentarischen Geschäftsführerin ihrer Fraktion gewählt.<ref>Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: Fraktionsvorstand einstimmig gewählt | Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 4. August 2021.</ref> In dieser Wahlperiode übernimmt sie zuständig in ihrer Fraktion für die Themen Bildung, Digitalisierung, Kommunen, Demokratie- und Queerpolitik.<ref>GRÜNE Fraktion legt Sprecher:innen für die Legislaturperiode fest | Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 4. August 2021.</ref>
Im Januar 2023 wurde sie einstimmig zur Fraktionsvorsitzenden ihrer Fraktion gewählt und übernimmt seitdem die Themenfelder Haushalt, Digitalpolitik und Kommunen.<ref>Pia Schellhammer | Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 12. Januar 2023.</ref>
Schellhammer ist Beisitzerin des Vereins „Rheinhessen gegen Rechts“. Darüber hinaus vertritt sie die Grünen im Beirat des Landesbetriebs Daten und Information, in der Versammlung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz und in der Kommission für die Geschichte des Landes. Darüber hinaus ist Schellhammer Vorstandsmitglied des Fördervereins Projekt ehemaliges KZ Osthofen. Außerdem ist Schellhammer Vorsitzende der Grünen kommunalen Vereinigung Rheinland-Pfalz GKomV.<ref>Über uns | GARRP e.V. – Kommunalpolitische Vereinigung der Grünen und Alternativen in den Räten Rheinland-Pfalz e.V. Abgerufen am 6. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Seit 2012 ist Schellhammer Mitglied im Kuratorium der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung.<ref>Das Kuratorium der FNA. 17. Oktober 2025, abgerufen am 17. Oktober 2025.</ref> Zudem ist sie Mitglied im Kuratorium der Hochschule Worms.
Am 10. Mai 2025 wurde Schellhammer auf Listenplatz zwei der Grünen für die Landtagswahl 2026 sowie als Direktkandidatin im Wahlkreis Rhein-Selz/Wonnegau (Wahlkreis 32) gewählt.<ref>Erste Ergebnisse: Katrin Eder führt die GRÜNEN in die Landtagswahl. Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz, 10. Mai 2025, abgerufen am 19. Juni 2025.</ref><ref>LTW26</ref> Bei der Wahl am 22. März 2026 zog sie über die Landesliste der Grünen erneut in den Landtag ein.<ref>Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl 2026 beim Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 2. April 2026</ref>
Weitere Mitgliedschaften: Bündnis 90/Die Grünen, Förderverein Projekt Osthofen e.V., Rheinhessen gegen Rechts e.V., Verkehrsclub Deutschland, Rosa Käppscher e.V., Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V., Freifunk Mainz e.V., Oppenheimer Geschichtsverein, Verein der Förderer und Freunde des Deutschen Weinbaumuseums e.V., Trägerverein Bar jeder Sicht e.V., Initiative gegen Fluglärm Rheinhessen e.V., Fallschirm Mensch e.V., Kanuclub Oppenheim e.V.
Weblinks
- Biographie beim Landtag Rheinland-Pfalz
- Offizielle Website
- http://www.allgemeine-zeitung.de/politik/rheinland-pfalz/musik-nur-wenn-sie-laut-ist_17554264.htm
- https://www.gruene-fraktion-rlp.de/abgeordnete/pia-schellhammer/
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Gisela Bill (1987–1993) | Friedel Grützmacher (1993–1996) | Ise Thomas (1996–2006) | Daniel Köbler (2011–2016) | Bernhard Braun (2016–2023) | Pia Schellhammer (seit 2023)
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
Bundestag: Britta Haßelmann und Katharina Dröge
Baden-Württemberg: Andreas Schwarz | Bayern: Katharina Schulze und Ludwig Hartmann | Berlin: Werner Graf und Bettina Jarasch | Bremen: Emanuel Herold | Hamburg: Michael Gwosdz und Sina Imhof | Hessen: Mathias Wagner | Mecklenburg-Vorpommern: Constanze Oehlrich | Niedersachsen: Anne Kura und Detlev Schulz-Hendel | Nordrhein-Westfalen: Wibke Brems und Mehrdad Mostofizadeh | Rheinland-Pfalz: Pia Schellhammer | Sachsen: Franziska Schubert | Sachsen-Anhalt: Cornelia Lüddemann | Schleswig-Holstein: Lasse Petersdotter
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schellhammer, Pia |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), MdL |
| GEBURTSDATUM | 7. Februar 1985 |
| GEBURTSORT | Mainz |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- LGBT-Politiker
- Fraktionsvorsitzender (Rheinland-Pfalz)
- Politiker (Mainz)
- Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Antiatomkraftbewegung in Deutschland
- Person der Antiatomkraftbewegung
- Deutscher
- Geboren 1985
- Frau