Zum Inhalt springen

Andreas Schwarz (Politiker, 1979)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Andreas Schwarz MdL (2017)
Andreas Schwarz (2017)

Andreas Schwarz (* 30. August 1979 in Nürtingen<ref>Auszug aus dem Abgeordnetenhandbuch des Landtags von Baden-Württemberg für die 16. Wahlperiode (PDF)</ref>) ist ein deutscher Politiker. Er ist seit April 2011 Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg<ref>Andreas Schwarz. Landtag Baden Württemberg, abgerufen am 16. März 2021.</ref> und dort seit Mai 2016 Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.<ref name="BZ">Franz Schmider: Eine Investition in die Zukunft. Der 36-jährige Andreas Schwarz sieht die Fraktion als „Hüterin des Koalitionsvertrags“. In: Badische Zeitung. 11. Mai 2016, S. 2. (online, hinter Bezahlschranke)</ref> Er wurde 2021 und 2026 wiedergewählt.<ref>Grüne bestätigen Fraktionsführung im Landtag. 17. März 2026, abgerufen am 18. März 2026.</ref>

Biografie

Schwarz ist Wirtschaftsjurist und Master of Business Administration. Nach dem Abitur am Schlossgymnasium in Kirchheim unter Teck studierte er Wirtschaftsrecht und Public Management in Tübingen, Nürtingen und Berlin und leistete parallel dazu seinen Zivildienst bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kirchheim unter Teck. Seine Diplomarbeit verfasste er zum Thema Rechtsfragen zum Verbraucherschutz bei Vertragsabschlüssen im Internet. In seiner Masterarbeit standen Fragen der Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Stuttgart im Vordergrund.

Während des Studiums arbeitete er unter anderem für die Robert Bosch GmbH, für das Innenministerium Baden-Württemberg und für den Verband Region Stuttgart. Von 2007 bis zu seiner Wahl in den Landtag 2011 war er beim Verband Region Stuttgart als Referent im Fachbereich Wirtschaft und Infrastruktur tätig. Derzeit ist er von seinem Arbeitgeber freigestellt.

Schwarz ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.<ref>EUROPA-UNION Baden-Württemberg. Abgerufen am 2. September 2025.</ref>

Politik

Datei:Andreas Schwarz 2022.jpg
Andreas Schwarz mit Robert Habeck und Winfried Kretschmann (2022)

Werdegang

Schwarz trat 1998 in die Partei Bündnis 90/Die Grünen ein. Er gehörte für seine Partei von 1999 bis 2016 dem Gemeinderat von Kirchheim unter Teck an und war dort von 2006 bis 2011 Fraktionsvorsitzender.<ref name="BZ" /> Im Kreistag des Landkreises Esslingen hatte er von 2004 bis 2016 einen Sitz inne und war dort von 2009 bis 2011 Fraktionsvorsitzender.<ref>Zur Person. In: Andreas Schwarz MdL. Abgerufen am 9. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In dieser Zeit war er der jüngste Gemeinderat und wurde auch als jüngster Gemeinderat verabschiedet. Von 2010 bis 2016 war Andreas Schwarz darüber hinaus Landesvorsitzender der kommunalpolitischen Vereinigung der Grünen und Alternativen in den Räten von Baden-Württemberg (GAR Baden-Württemberg).

Bei der Landtagswahl 2011 war Schwarz Mitglied des Spitzenteams um Winfried Kretschmann. Er wurde 2011 über ein Zweitmandat für den Landtagswahlkreis Kirchheim in den Landtag gewählt. In der Legislaturperiode von 2011 bis 2016 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr und Infrastruktur sowie kommunalpolitischer Sprecher.

Seit Mai 2016 ist Schwarz Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg. Bei der Landtagswahl 2016 erreichte Schwarz mit über 27.000 Stimmen (30,5 %) das Direktmandat in seinem Wahlkreis. In seiner Heimatstadt Kirchheim unter Teck erreichte er 32 Prozent. Er steht der größten Landtagsfraktion im baden-württembergischen Landtag mit 57 Abgeordneten vor. Er ist Mitglied im Präsidium, im Koalitionsausschuss und in der Haushaltskommission. Bei der Landtagswahl 2021 gewann Schwarz mit 33,1 % der Stimmen erneut das Direktmandat im Wahlkreis Kirchheim. Er strebt für die nächste Landtagswahl<ref>Andreas Schwarz will bei Landtagswahl 2026 wieder Direktmandat gewinnen - NÜRTINGER ZEITUNG. Abgerufen am 27. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> weiterhin das Direktmandat an. Die Grünen haben ihn auf Platz vier der Landesliste<ref>96,3 Prozent für Andreas Schwarz - Rund um die Teck - Teckbote. 26. Mai 2025, abgerufen am 27. Mai 2025.</ref> gewählt. Im Dezember 2025 wurde Schwarz erneut in den Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen gewählt.<ref>Schwarz mit Spitzenergebnis im Grünen-Landesvorstand - NÜRTINGER ZEITUNG. Abgerufen am 17. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 17. März 2026 haben die Grünen Andreas Schwarz erneut zum Fraktionschef ihrer Landtagsfraktion im Landtag von Baden-Württemberg gewählt.<ref>Stuttgarter Zeitung: Nach der Landtagswahl: Neuauflage von Grün-Schwarz – Termin für Sondierungen weiter unklar. Abgerufen am 18. März 2026.</ref>

Positionen

In der Debatte zur Ausrichtung der Automobilindustrie sprach sich Schwarz einerseits für die klare Förderung der Elektromobilität aus und forderte andererseits die Verschiebung des Verbrennerverbots über 2035 hinaus.<ref>E-Autos in BW: Grüne offen für Verschiebung von Verbrenner-Aus. Abgerufen am 17. September 2025.</ref><ref>Baden-Württemberg: Grüne müssen beim Verbrenner-Aus 2035 "flexibler sein". Abgerufen am 17. September 2025.</ref> Zudem sprach er sich für eine Stärkung der kommunalen Finanzkraft aus.<ref>Katharina Link: Fraktionschef der Grünen verspricht, Finanznot der Kommunen zu lindern. In: Reutlinger General-Anzeiger. Abgerufen am 21. Oktober 2025.</ref> Zudem forderte er eine rasche Umsetzung des Freihandelsabkommens EU-Mercosur.<ref>Stuttgarter Nachrichten: Mercosur im Landtag: Schwarz und Kretschmann halten EU-Abstimmung für „falsch“. Abgerufen am 1. Februar 2026.</ref> In der Verkehrspolitik setzt sich Andreas Schwarz für eine Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken, wie beispielsweise die Eisenbahnlinie nach Weilheim an der Teck, ein.<ref>Antje Dörr: S 1: Verkehrsminister wirbt für Verlängerung nach Weilheim - Kirchheim - Teckbote. 13. Februar 2026, abgerufen am 15. Februar 2026.</ref> Im Zuge des Formats „Mein erstes Mal, Wahl“ hat sich Andreas Schwarz für eine Ausweitung der Landeswohnraumförderung und der Neuauflage eines Programms "junges Wohnen" ausgesprochen, um mehr bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen und Auszubildende zu schaffen.<ref>Mein erstes Mal, Wahl! – Mit Andreas Schwarz von den Grünen. Abgerufen am 23. Februar 2026.</ref> In der Fernsehsendung „zur Sache Baden-Württemberg“ hat Andreas Schwarz die Einführung eines rechtsverpflichtenden beitragsfreien letzten Kindergartenjahrs als wichtige sozial- und bildungspolitische Maßnahme angekündigt.<ref>S. W. R. Aktuell: Vor der Schule: Letztes Jahr in der Kita soll Pflicht werden, aber gratis. 17. April 2026, abgerufen am 19. April 2026.</ref>

Privates

Schwarz ist verheiratet und hat eine Tochter.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Wolf-Dieter Hasenclever (1980–1983) | Winfried Kretschmann (1983–1984) | Fritz Kuhn (1984–1988) | Birgitt Bender (1988–1990) | Rezzo Schlauch (1990–1992) | Fritz Kuhn (1992–2000) | Dieter Salomon (2000–2002) | Winfried Kretschmann (2002–2011) | Edith Sitzmann (2011–2016) | Andreas Schwarz (seit 2016)

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Bundestag: Britta Haßelmann und Katharina Dröge

Baden-Württemberg: Andreas Schwarz | Bayern: Katharina Schulze und Ludwig Hartmann | Berlin: Werner Graf und Bettina Jarasch | Bremen: Emanuel Herold | Hamburg: Michael Gwosdz und Sina Imhof | Hessen: Mathias Wagner | Mecklenburg-Vorpommern: Constanze Oehlrich | Niedersachsen: Anne Kura und Detlev Schulz-Hendel | Nordrhein-Westfalen: Wibke Brems und Mehrdad Mostofizadeh | Rheinland-Pfalz: Pia Schellhammer | Sachsen: Franziska Schubert | Sachsen-Anhalt: Cornelia Lüddemann | Schleswig-Holstein: Lasse Petersdotter

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein